Reporter in Birmingham: „Ich trug eine kugelsichere Weste – wie im Kriegsgebiet“

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Für Birmingham gerüstet wie für den Kriegseinsatz -Ross Kemp (Foto:screenshot Twitter)

Der britische Journalist Ross Kemp hat für seine Reportagen Krisengebiete in der ganzen Welt bereist. Er war in Afghanistan und auf den Spuren der heutigen Piraten. Für seine zweiteilige Dokumentation im britischen Birmingham musste er die gleiche Schutzkleidung wie in einem Kriegsgebiet tragen, erzählte der 53-jährige jetzt dem News-Portal Metro.

Von Marilla Slominski

„Ich habe eine Dokumentation über die Anti-Terroreinheiten und die bewaffnete Polizei gemacht. Im ganzen Land sind diese Männer schwerbewaffnet unterwegs. Nicht nur wegen der Terroristen, sondern auch wegen der Drogengangs, die inzwischen immer häufiger zur Waffe greifen. Für diesen Bericht trug ich dieselbe kugelsichere Weste, die ich im syrischen Krieg anhatte,“ berichtet der 53-jährige ehemalige Schauspieler, der für seine Rolle in der BBC-Fernsehserie „EastEnders“ bekannt wurde. „Ich wollte wissen, ob wir überhaupt genug gegen die Bedrohung tun können, der wir jetzt gegenüber stehen“.

Das Office of National Statistics bestätigte für das Jahr 2017, dass die West Midlands „die höchste Rate an Feuerwaffenvergehen pro 1100.000 Einwohner“ im ganzen Land hatten – Handfeuerwaffen sind seit 2009 die gebräuchlichste Nicht-Luftwaffe in Großbritannien. Ross hatte für seine Doku mit der Polizei von West Midlands, der britischen Transportpolizei, der Polizei von Northumberland und der Polizei von South Yorkshire zusammen gearbeitet.

Birmingham, einst eine der größten Industriestädte Großbritanniens, erfreut sich heute besonders unter Muslimen großer Beliebtheit. In den letzten Jahrzehnten wanderten immer mehr von ihnen dort ein, weil sie dort den Islam und die Scharia völlig ungestört und ohne jede Einmischung ausleben können. Birmingham sei Zufluchtsort für islamische Radikale aus ganz Europa geworden, berichteten französische Medien im vergangenen Jahr.

Die Gemeinde von Small Heath zum Beispiel ist heute zu 96 Prozent islamisch und hat sich zu einem beliebten Ziel für Muslime entwickelt, die früher in Frankreich wohnten, aber durch das Verbot der Vollgesichtsverschleierung das Land verlassen haben.

Der Pariser Emigrant Hassan prahlte gegenüber L´Obs darüber, wie leicht es in Birmingham sei, dass Manager bei der Arbeit für „Rassismus“ gefeuert werden und dass man als Moslem seine Schicht zum Beten ohne Probleme unterbrechen konnte.

„In Frankreich ist es unmöglich, Ihrem Chef zu sagen, dass Sie beten müssen, aber hier können Sie es überall tun. Bei Ikea, in der Fabrik … Es ist der Manager, der kommt, um es dir vorzuschlagen „, freute er sich.

Ein zum Islam konvertierter Engländer erzählte, dass selbst die staatlichen Schulen in der Stadt „den rigorosen Islam fördern“ und „Der Lehrer  darauf achtet, dass die kleinen Mädchen nicht vergessen, ihr Kopftuch zu tragen.“

Vollverschleierung, Geschlechtertrennung beim Sport, Extra-Schwimmzeiten für Frauen in den Bädern, Geschäfte mit eigenen Gebetsräumen und auf Wunsch Ärztinnen für die Untersuchung – Birmingham macht vor, wie die Zukunft Europas aussehen könnte.

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