Klimaerwärmung: Arnold Schwarzenegger dreht frei

Foto: Durch Glynsimages2013/Shutterstock
Der Mann ohne Hirn (Foto: Durch Glynsimages2013/Shutterstock)

Arnold Schwarzenegger, der Ex-„Terminator“, ehemaliger kalifornischer Gouverneur und Geschäftsmann zieht mal wieder in den Krieg gegen die Klimaerwärmung. Jetzt plant auch er, die großen US- Ölkonzerne zu verklagen, die, wie er behauptet, wissentlich Menschen getötet hätten.

von Marilla Slominski

„Die Ölkonzerne wussten seit 1959 aus ihren eigenen Studien, dass es wegen fossiler Brennstoffe eine globale Erwärmung geben würde, und dass die für das Leben der Menschen gefährlich wäre, dass die Klimaerwärmung töten würde“, sagte Schwarzenegger auf einer Veranstaltung in Austin, Texas. „Wenn du in ein Zimmer gehst und weißt, dass du jemanden umbringst, ist es ein Mord ersten Grades. Ich denke, es ist dasselbe mit den Ölkonzernen. “

Laut Schwarzenegger sei die vorsätzliche Missachtung der Risiken, die mit den fossilen Brennstoffen und der globalen Erwärmung durch Ölfirmen verbunden sind, direkt zu vergleichen mit dem Verhalten der Tabakindustrie, die auch versucht habe die Nachteile des Rauchens zu verschleiern. Jedes Produkt, das einen fossilen Brennstoff enthält, sollte nach Arnold´s Meinung, ein Warnschild tragen, einschließlich Autos und Tankstellen.

In einem Facebook-Eintrag von 2015 sagte Schwarzenegger, dass 7 Millionen Menschen jährlich an Umweltverschmutzung sterben und täglich 19.000 Menschen an der Verschmutzung durch fossile Brennstoffe.

Der „Terminator“-Darsteller verkündete, er sei schon mit mehreren Anwaltskanzleien in Verhandlung über eine Klage gegen die Öl-Konzerne.

Die größten börsennotierten Ölgesellschaften der Welt sind bereits Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Der Bundesstaat New York, mehrere Städte, darunter die Bezirke San Francisco und Kalifornien, verklagten ExxonMobil und andere, sie hätten die schädlichen Auswirkungen des Klimawandels durch das Verbrennen der fossilen Brennstoffe, die die Industrie auf den Markt bringt, gekannt und versucht, sie zu verschleiern. Sie machen sie u.a. für  einen steigenden Wasserpegel verantwortlich und fordern 5 Milliarden $ zur Küstensicherung.

Die Conservation Law Foundation hatte vor kurzem nach eigenen Angaben gegen Exxon die „erste Klage der Vereinigten Staaten gegen den Unternehmensgiganten wegen seiner Klimadiskussion und wegen Verstößen gegen das Wasserrecht in seinem Öllager in Everett am Mystic River eingereicht.“

Die Untätigkeit Exxons führe dazu, dass „die lokale Bevölkerung der Gefahr einer katastrophalen Freisetzung von Öl und gefährlichen Stoffen ausgesetzt ist – ein Ereignis, das angesichts des extremen Wetters und der größeren Stürme, die New Englanders jedes Jahr erleben, immer wahrscheinlicher wird,“ so CLF.

„Wir sind an einem wichtigen Wendepunkt, um die Ära der fossilen Brennstoffe zu beenden. Aufbauend auf mehreren nationalen Ermittlungen gegen ExxonMobil. Mit unserer Klage tragen wir dazu bei, globale Firmenriesen niederzureißen“, meint CLF auf ihrer Webseite.

Exxon ging kürzlich in die Offensive und reichte eine Gegenklage in New York ein. Der Konzern behauptet, US-Anwälte hätten sich gegen ihn verschworen, um ihre politischen Agenden durchzusetzen.

Und wir sind gespannt, ob Schwarzenegger auch die vielen Öl-Scheichs verklagen wird.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.