Geld oder Liebe: Trumps Pornomodell wittert den Reichtum

Foto: Imago
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Der hochverehrte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Herr Donald John Trump, soll in den Jahren 2006 und 2007 eine Affäre mit dem amerikanischen Pornostar Stephanie Clifford alias „Stormy Daniels“ gehabt haben. Klatsch & Tratsch.

von Max Erdinger

Die redselige Konkubine würde gerne etwas aus jenen Jahren erzählen, aber sie darf nicht. Sie hat nämlich eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben und dafür bereits 130.000 Dollar kassiert. Nun klagt sie gegen die Verschwiegenheitserklärung mit der Begründung, Trump selbst habe seine Unterschrift nie unter diese Erklärung gesetzt. Wenn sie damit durchkommt, winkt Big Money, so der listige Plan.

Herr Präsident Trump hat aber einen gewieften Anwalt, den Herrn Cohen. Der wiederum hat nun behauptet, der Matratzenkasper aus der Pornobranche hätte seit der einseitigen Unterschrift unter die Verschwiegenheitserklärung im November 2016 die Pflicht zur Verschwiegenheit mindestens zwanzig mal gebrochen.

Weil nun in dieser Erklärung vereinbart worden war, daß jeder Verstoß mit 1 Mio. Dollar Vertragsstrafe geahndet werden soll, habe Herr Präsident Trump erfreuliche 20 Mio. Dollar von der durchgenudelten Plaudertasche zu bekommen. Aber die ehrenwerte Frau hat ebenfalls einen Anwalt, wenn er vielleicht auch nicht ganz so gut ist wie der des amerikanischen Präsidenten. Der Mann heißt Avenatti und twitterte gleich, wie t-online meldet, es sei – Zitat:

„unglaublich“, dass ein amtierender Präsident dermaßen gegen eine Privatperson vorgehe, die der Öffentlichkeit lediglich mitteilen wolle, was „wirklich passiert“ sei. „Wir werden uns nicht einschüchtern lassen“.

Da haben wir es wieder. Auch die Pornofrau Clifford ist ein stürmisches Weib mit den lautersten Absichten. Selbstlos will es der Öffentlichkeit mitteilen, wie es ist, als Pornomodell eine Affäre mit dem Chef eines großen Mischkonzerns zu haben. Rasend interessant. So ein Chef ist Trump in den Jahren 2006 und 2007 nämlich gewesen. Daß der Mann inzwischen amerikanischer Präsident ist, ändert weder an der Raserei noch an der pornösen Selbstlosigkeit etwas. Wo kämen wir hin, wenn nicht wenigstens die ehrenwerten Pornomodelle selbstlos die Fackel der Wahrheit hochhalten dürften?

Hoffentlich muß die Tratschtante die 20 Mio. tatsächlich löhnen. Meinetwegen samt Pfändung ihres Häuschens und sämtlicher ervögelter Rentenansprüche. Plus Haft für alles, was dadurch noch nicht gedeckt ist. „Gedeckt“ ist übrigens ein schönes Wort in diesem Zusammenhang …

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