Nächste Notenbank holt ihr Gold heim

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Zurück nach Deutschland? (Foto: Durch Scanrail1/Shutterstock)

Von den Mainstreammedien weitgehend ignoriert: Die ungarische Notenbank holt 100.000 Unzen (drei Tonnen) ihres in London gelagerten Goldes heim. Der Wert liegt bei rund 130 Mio. Dollar.

Trotz des relativ geringen Wertes schließt sich die ungarische Notenbank etlichen Ländern an , die ebenfalls ihr Gold repatriiert haben. Wie das Magazin Finanzen100 berichtet, steht wohl die Sorge vor geopolitischen Risiken im Mittelpunkt- sprich der Verschärfung der Krise zwischen Russland und einiger NATO-Länder, wie aktuell Großbritannien gemeint.  „Gold ist nicht mehr nur ein Investment für Notenbanken, sondern ein strategisches Mittel, das dem Vertrauen in ein Land förderlich ist, im In- und Ausland“, schrieb die Notenbank. „Die Zeit ist gekommen, um die Goldreserven des Landes heimzuholen“, heißt es hierzu.

Orban hat die EU wiederholt wegen ihrer Russlandpolitik kritisiert. Sie sei zu einseitig und deshalb schlecht, sagte Orban. Er positioniert sich konsequent als ein international unabhängiger Spieler, zumal Ungarn wirtschaftlich eng mit Russland verflochten ist, nicht nur im Energiebereich. Sollte sich der Konflikt zwischen Großbritannien und Russland verschärfen, möchte Ungarn sein Gold lieber zuhause haben.

In Deutschland initiierte der AfD-Politiker Peter Boehringer 2011 die Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim„. Seither fordert die Initiative nicht nur die seriöse Auditierung und die vollständige und glaubhafte Heimholung des Goldes aus New York und London, sondern auch einen gesetzlichen Sonderstatus des Goldes zur Verhinderung einer drohenden Aus­buchung. Peter Boehringer leitet den Bundestags-Haushaltsausschuss. (SB)

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