Muslimischer Polizist muss nun auch Frauen die Hand geben

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Muslimischer Polizist muss Kollegin die Hand geben (Bild: shutterstock.com/)

Rheinland-Pfalz – Ein muslimischer Polizist in Rheinland-Pfalz hatte Mitte 2017 aus religiösen Gründen den Handschlag einer Kollegin verweigert. Nun wurde er per schriftlicher Erklärung dazu angehalten, sich zu den „Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung“ zu bekennt, teilte das Polizeipräsidium Koblenz mit. 

In einem Disziplinarverfahren wurde nach dem Vorfall untersucht, inwieweit beamtenrechtliche Vorschriften verletzt werden, und ob die religiöse Haltung sich auf die Dienstführung auswirken könne, so ein Sprecher im vergangenen Jahr zu dem Vorfall.

Am Freitag nun wurde nach Abschluss des Disziplinaverfahrens befunden, dass auch der muslimische Polizeibeamter, da er ein Repräsentant der rheinland-pfälzischen Polizei sei,  „Frauen ohne Ausnahme und ohne Vorbehalte als gleichberechtigt“ ansehen müsse und den Handschlag nicht verweigern dürfe. Nach Abschluss eines Disziplinarverfahrens habe der Beamte eine schriftliche Erklärung unterzeichnet, in der er sich zu den „Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung“ bekennt, teilte das Polizeipräsidium Koblenz laut dem Westen mit.

Bei einem Verstoß gegen die Verpflichtung müsse der Polizist „mit der Entfernung aus dem Dienst“ rechnen. Außerdem muss er ein Bußgeld zahlen. (SB)

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