Was wird später in Ihren Memoiren stehen, Frau Merkel? 

Foto: Collage
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Hallo Frau Bundeskanzlerin, ich bin blond und habe eine Frage: Was wird später in Ihren Memoiren stehen? 

von  I. Steinmetz – Satirikerin

Nun wurden Sie erneut zur Kanzlerin gewählt, zwar nur mit 364 Stimmen Stimmen, 315 gegen Sie, aber WAS hätten Sie denn anders, besser machen können? NICHTS!!! Im figurbetonten, weißen Blazer leisteten Sie den Amtseid, der zeigte, dass mindestens fünf Lügen in einen einzigen Satz passen. Immerhin darf man Ihnen glauben, dass Sie den Nutzen des deutschen Volkes mehren werden, also das aus dem deutschen Volke rauspressen werden, was irgend möglich ist. Sie hatten es sich ja auch wirklich nicht leicht gemacht, mit Ihrer Bekanntgabe, dass Sie sich wieder bereiterklären, als Kanzlerin dem Land und seinen Menschen erneut dienen zu wollen. Was alles hätten Sie in all den Jahren Schönes erleben können!!! Kreuzfahrten vielleicht und am Captain-Dinner teilnehmen; Kaffeefahrten auf denen man günstig Heizdecken einkauft sind ihnen auch entgangen, wahrscheinlich – mütterlich wie Sie nun mal sind – hätten Sie sich aber sozial engagiert und ständen heute an einer Tafel, würden Hilfsbedürftigen Essen ausgeben!

Sie sagten heute, dass Sie die AfD aus dem Bundestag wieder verdrängen wollen, die Stimmen derer zurückgewinnen möchten, die diese Partei „aus Protest gewählt“ haben (Was für ein Protest? Gegen wen oder was soll denn protestiert worden sein? Doch nicht gegen Sie! DAS kann nicht sein!). Sie möchten erst einmal „die Probleme der Menschen“ lösen! Welche Probleme? Deutschland geht es doch so gut wie noch nie!!! WELCHE Probleme, also? Dann die Sätze, die uns allen wieder gezeigt haben, warum Sie immer und immer wieder gewählt werden, einfach unersetzlich sind. Sie sagten, dass Sie „illegale Zuwanderung“ eindämmen wollen! Wir hatten es fast vergessen, Sie schaffen das! Alles ILLEGALE wird in LEGALES umgewandelt und schon ist gedämmt. Und ein zweiter Satz: „Es geht darum, dass wir Recht und Gesetz in Deutschland durchsetzen!“ Ich frage mich allerdings, wofür wir überhaupt Recht und Gesetz in Deutschland haben, wenn doch alles von Ihnen legalisiert wird. OH, ich hab das Netzwerkdurchsetzungsgesetz vergessen. Es gibt sie noch, die Straftäter, die geahndet werden müssen.

Wir freuen uns also auf weitere Jahre mit Ihnen und solch interessante Sätzen wie:

„Hier soll Berlin sein, oder?“

„Ich habe entschieden, dass das Programm ausgewogen und richtig ist.“

„Syrien ist ja direktes Nachbarland des Schengen-Raums.“

„Die multikulturelle Gesellschaft ist grandios gescheitert.“

„Ich kann doch nicht die Seegrenzen schließen.“

„Es liegt nicht in unserer Macht, wie viele nach Deutschland kommen.“

„Und wenn wir jetzt anfangen müssen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

„Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da!“

Jahre nach der Wiedervereinigung äußerten Sie sich mal über die DDR mit folgenden Worten: „Mich verband mit diesem Land überhaupt nichts! Ich habe die DDR nie als mein Heimatland empfunden.“ Harte Worte, wenn man sich in einem Land politisch engagiert hat, zuerst in der FDJ, später als „Kulturreferentin“, Zeitzeugen sagen, dass Sie für Propaganda und Agitation zuständig waren. Wird in Ihren Memoiren später auch mal das Gleiche über die Bundesrepublik stehen, also dass Sie „überhaupt nichts“ mit „diesem Land“ verbunden hat?

Viele Menschen halten das inzwischen für möglich!

Wandere aus, solange es noch geht!
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