Ungarn: Sieben Jahre Haft für Steine werfenden Syrer

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch Fotosr52)
Immigranten an der serbisch-ungarischen Grenze (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Fotosr52)

Ungarn – 2015 soll der Syrer Hamed – weil er von Serbien nach Ungarn gelangen wolle – an der ungarischen Grenze „Gewaltmittel“ gegen Staatsorgane eingesetzt haben. Ein ungarisches Gericht verurteilte den Syrer nun zu sieben Jahren Haft.

Konkret habe der Syrer am serbisch-ungarischen Grenzübergang mit einem Megafon zu Angriffen auf die Polizei aufgerufen und selbst mit Steinen ungarische Polizeibeamte beworfen, so die Anklage laut heute.at. Die Situation eskalierte – es kam zu 150 verletzten Immigranten, da die Polizei genötigt war, Tränengas und Wasserwerfer einzusetzen. 15 Polizeibeamte wurden ebenfalls verletzt.

„Gewaltmittel“ gegen Staatsorgane stuft Ungarn als „Terrorakte“ ein. Bereits 2016 wurde der syrische Immigrant zu 10 Jahren Haft verurteilt. Im nun stattgefunden Berufungsverfahren erhielt er sieben Jahre Haft.

Amnesty International stufte das ergangene Urteil als „gefährlich“ ein. Der Syrer müsse sofort entlassen werden, da er sich seit über zwei Jahren bereits in Haft befinde. (SB)

 

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