Der „Bild“-Totengräber wird Banker

Foto: Collage
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 Das „Handelsblatt“ warnt eindringlich vor Diekmanns Volksaktien! 

Trotz einer vermutlich dicken Millionen-Abfindung läuft es für „Bild“-Totengräber Kai Diekmann (53) derzeit nicht gut. Man könnte sagen: Schlimmer hätte es fast gar nicht kommen können! Ausgerechnet das Düsseldorfer „Handelsblatt“, das sich immer wohltuender vom Mainstream abhebt, lässt kein gutes Haar an dessen geplanten Volksaktienfonds, den Diekmann in der ihm bestens vertrauten Blendersprache „Zukunftsfonds“ nennt.

Von Elfi Kaspers

Das windige Projekt, das angeblich bereits 11 Millionen (von angepeilten 20 Milliarden) Euro eingesammelt haben will, fällt laut „Handelsblatt“ bei Analysten durch. Experten warnen eindringlich: Der Totengräber-Fonds sei eine „Mogelpackung“, weil Renditen von bis zu 4 % ohne Risiko seriös nicht zu erwirtschaften seien! Im Übrigen seien Gebühren und Spesen viel zu hoch. Laut „Handelsblatt“ sind von den rund 1.900 deutschen Mischfonds überhaupt nur die wenigsten Bestseller. Das Fondsziel von 20 Milliarden Euro könne der „Bild“-Totengräber auch nur mit starker Marketing-Power, etwa von „Bild“, erreichen bzw mit dem, was er von „Bild“ übrig gelassen hat (1,3 Mio Auflage).

Das Problem ist nur: Zwischen Diekmann und „Titanic“-Email-Experte Julian Reichelt soll es heftig knirschen. Der Rotsockenträger ist jetzt alleiniger „Bild“-Herrscher. Zwar ist auch er ein vom Totengräber hoch gezogenes Pflänzchen (neuerdings mit Feldbett im Büro, zum Ausruhen vom letzten Putin-Gefecht). Aber die von Julchen rausgemobbte Ex-Chefredaktöse und Ex-Diekmann-Büroleiterin Tanit Koch ist dem Totengräber noch mehr ans Herz gewachsen. Jedenfalls kommt sie öfter in Potsdam vorbei, um zu gucken, wie es dem „Kaischie“ seine Ziegen geht, die der Totengräber auf seinem weitläufigen Seegrundstück grasen lässt. Reichelt, so wird bei Axel Springer kolportiert, liege mit seinem Ziehvater über Kreuz.

Egal. Für alle, die es noch nicht wissen: Nach den Lesern sind jetzt die Sparer dran! Zusammen mit seinem Jugendfreund, dem schillernden Finanzjongleur Leonhard »Lenny« Fischer, will Ex-AfD-Bekämpfer Diekmann („wir berichten nicht über die AfD, wir bekämpfen sie“), im großen Stil als Banker einsteigen. Sein Fondsmodell zielt im Grunde darauf ab, Kleinsparern, die durch die EZB-Nullzins­politik schleichend enteignet werden, das Geld aus der Tasche zu ziehen. „Kaischie“ und „Lenny“ versprechen sichere Renditen ohne größeres Risiko. Wobei sich Fischer ums Banking kümmert und Diekmann um Vertrieb und Marketing. Dampfplauderer Fischer (CDU-Mitglied) gilt in Bankerkreisen als ein übler Finanzhai: Brüsk, selbstverliebt (man sieht es) und herzlos. Er mag schnelle Autos und schätzt einen guten Tropfen Rotwein – ab 300 Euro pro Flasche aufwärts. Jemand, der ihn schon länger kennt, sagt: »Der Typ zieht einem den Ring vom Finger, ohne dass du es merkst.« Es ist schon eine Weile her, mehr als 30 Jahre, da hatten »Lenny« & »Kaischie« in Bielefeld eine Schülerzeitung gemacht.

Recht erfolgreich sogar. In seinen 15 Jahren als ›Bild‹-Chef hingegen war Diekmann weniger erfolgreich. Er wirtschaftete die Auflage des einstigen Boulevard-Schlachtschiffes von 4,5 auf weit unter 2 Millionen herunter.Aktuell ist sie bei 1,3 Millionen angekommen. Es gibt ein Foto aus Diekmanns Zeit als Rekrut bei der Bundeswehr. Es sollte allen Sparern, die in Diekmanns Totengräber-Fonds Geld versenken wollen, eine Warnung sein. Das Foto sagt über ihn und seinen Charakter mehr als viele Worte. »Kaischie« posiert mit der Maschinenpistole vor der Brust auf einem Muli. Er sitzt rückwärts auf dem Rücken des Tieres und grient – frei nach Erich selig: Die Verarschung in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!

Wandere aus, solange es noch geht!
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