Vom Nazi zum Moslem zum Mörder

Foto:screentshot MailOnline
Mörder und Opfer an einem Tisch (Foto:screentshot MailOnline)

In Florida ist ein 17-jähriger Konvertit verhaftet worden, der seinem 13-jährigen Freund Jovanni Sierra Brand am Montag die Kehle durchschnitten und auf eine 43-jährige Frau und ihren Sohn eingestochen hatte. Das Opfer, Jovanni, hätte Prominente vergöttert, die 43-jährige Elaine Simon und ihr 13-jähriger Sohn Dane Bancroft hätten seinen muslimischen Glauben missachtet, gab der Mörder als Grund an.

von Marilla Slominski

Nur wenige Stunden bevor die Polizei in Florida den 17-jährigen muslimischen Konvertiten und mutmaßlichen ISIS-Unterstützer Corey Johnson verhaftete, feierte er zusammen mit Familie und Freunden den 13. Geburtstag seines Freundes Jovanni in einer Pizzeria.

Während der anschließenden Übernachtung im BallenIsles Country Club in Palm Beach Gardens, schnitt Johnson dem jüngeren Freund die Kehle durch und verletzte Elaine Simon und ihren Sohn schwer. Vor dem Blutbad hatte er auf seinem Handy Mut im Koran angelesen, teilte er der Polizei mit.

Der 17-jährige ist für die US-Behörden kein Unbekannter. Er war wegen seiner gewalttätigen Tendenzen und seine extremistischen Ansichten schon früher ins Visier der Polizei geraten. Er machte abfällige Bemerkungen über Juden und Homosexuelle, unterstützte den Ku-Klux-Klan. Laut seiner Mutter und seinen Großeltern war er fasziniert von Adolf Hitler, Josef Stalin und Kim Jong Un, bevor er den Koran für sich entdeckte. Im Januar vergangenen Jahres ermittelte das FBI gegen ihn, als er an seiner Schule auffiel, weil er IS Enthauptungs-Videos anguckte und keinen Hehl daraus machte, dass er sich gerne dem IS anschließen würde, berichtet MailOnline.

Auch von europäischen Geheimdiensten war vor dem 17-jährigen gewarnt worden. So soll  der Korangläubige im Oktober 2016 die McAuley Catholic High School in Doncaster, England bedroht haben. Die Drohungen auf Instagram waren so ernst genommen worden, dass die Behörden fast 100 Schüler aus Angst vor einem Angriff aus dem Schulgebäude evakuierten.

screenshot Twitter
Ex-Nazi und Korangläubiger schneidet seinem Freund die Kehle durch (screenshot Twitter)

„Wir haben unseren Blick auf dich gerichtet, und bei Allah werden wir jeden Schüler der Ungläubigen an dieser Schule töten, inshallah“ hieß es am 10. Oktober in der Instagram-Mitteilung, die von einem Account namens 81daesh48 gesendet worden war – Daesh ist ein anderer Name für den IS.

Nachdem FBI und Polizei sich mit der Familie von Corey unterhalten hatte und er abgestritten hatte, eine IS-Sympathisant zu sein, beschloss man zwar, seine Online-Aktivitäten weiter im Auge zu behalten. Doch die Behörden verzichteten wegen seines jugendlichen Alters auf weitere Schritte gegen ihn. Man verbot ihm lediglich, die englische Schule noch einmal zu kontaktieren und sich weiter online mit Terrorgruppen abzugeben.

Das beeindruckte den Islam-Anhänger wenig und so stellte er im Sommer vergangenen Jahres die verbotenen Inhalte wieder online. Das rief zwar erneut das FBI auf den Plan, doch die Ermittlungen verliefen schleppend.

Am 12.März stieg Corey Johnson die Treppen zu dem Raum hoch, in dem der gerade 13 Jahre alt gewordene Jovanni schlief, stach mehrmals auf ihn ein und schnitt ihm die Kehle durch.

Als Elaine Simon die Schreie des sterbenden Jungen hört, eilte sie zu ihm, um ihm zu helfen. Johnson stach dutzende Male auf sie und mehr als 30 Mal auf ihren 13-jährigen Sohn ein.

Das letzte Foto von Jovanni zeigt ihn nur wenige Stunden vor seinem Tod. Er sitzt in der  mit seinen Eltern, seiner Schwester und anderen Angehörigen um einen großen Tisch herum in der Pizzeria. Alle blicken fröhlich in die Kamera. Am Kopfende des Tisches sitzt Corey Johnson, auch er lächelt freundlich.

 

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