Kripo findet bei antifaschistischem Aktionsbündnissprecher kiloweise Chemikalien und Sprengstoff

(Bild: Screenshot/Collage)
Antifaschistische Aktion des Sprechers des Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ? (Bild: Screenshot/Collage)

Thüringen/Rudolstadt – Der Vorwurf lautet: „Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlungsverbrechens“. Beamte der Saalfelder Kriminalpolizei haben am Dienstag in vier Objekten kiloweise Sprengstoff und Chemikalien sicher gestellt. Einer der Tatverdächtigen soll  Mitglied des „antifaschistischen“ Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

Zwei Tatverdächtigen werde in dem Zusammenhang vorgeworfen, ein Explosions- oder Strahlungsverbrechen vorbereitet zu haben, so die „Ostthüringer Zeitung“ (OZ).

Tatverdächtiger soll Sprecher des „antifaschistischen“ Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sein

Es seien bei der Durchsuchung  „diverse Chemikalien, zum Teil auch in erheblicher Größenordnung“ sowie „selbstlaborierter Sprengstoff in geringer Menge“ aufgefunden worden. Nach Informationen der OZ wurden etwa 20 Kilogramm verschiedener Substanzen, die zur Sprengstoffherstellung tauglich sind, gefunden. Darunter mehrere Flaschen Buttersäure sowie Magnesium- und Schwefelpulver und Calciumcarbid. Zudem seien diverse Utensilien sichergestellt worden, mit denen aus den verschiedenen Stoffen Sprengstoff hergestellt werden könnte – und, der Auffindesituation nach zu urteilen, bereits wurde.

Mehr als interessant hierbei: Einer der beiden Tatverdächtigen soll Mitglied des „antifaschistischen“ Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sein. Im „antifaschistischen Kampf“ soll der Beschuldigte in der  Vergangenheit auch öffentlich als einer der Sprecher des Bündnisses aufgetreten sein. Das sei der OZ aus Ermittlerkreisen bestätigt worden.

Linke Bildungsministerin ehrt Verdächtigen mit „Zivilcouragepreis“

Unter anderem hatte er im Jahr 2016 für das Bündnis bei der Verleihung des Demokratiepreises des Freistaates eine Anerkennung aus den Händen der ehemaligen Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) – seit 1974 SED-Mitglied, nach einem Lehrerstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig Diplom-Lehrerin für Deutsch und Geschichte, heute Linkspartei – in Empfang genommen. Auch bei anderen Gelegenheiten war er immer wieder öffentlich aufgetaucht, hatte Protest gegen Neonazi-Veranstaltungen in der Region organisiert.
Die Vorbereitung eines Explosions- und Strahlungsverbrechens ist nach Paragraf 310 Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bedroht, auch in minderschweren Fällen können noch bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe verhängt werden. (SB)

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