„Terroristin“ Lauren Southern: „Jetzt spreche ich!“

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Lauren Southern (Foto: Screenshot Youtube)

Die kanadische Journalistin und Islamkritikerin Lauren Southern ist nicht nur an der Einreise nach Großbritannien gehindert worden. Sie wurde unter Terrorverdacht verhaftet, über Stunden verhört und ist nun offiziell wegen „Rassismus“ aus Großbritannien verbannt worden. Tommy Robinson reiste nach Calais, um mit ihr zu sprechen.

Übersetzung Marilla Slominski

„Ich wollte mit dem Bus über Calais einreisen…An der Grenze wurde ich, wie zuvor schon Brittany Pettibone und Martin Sellner, an der Grenze gestoppt und abgeführt. Ich dachte, es wird eine normale Befragung wie bei Sellner zwei Tage vorher, aber nachdem die Grenzbeamten mich verhört hatten, wurde ich in ein Haftzentrum gebracht. Dort klopfte es an die Tür, und die Polizei gab mir einen Flyer mit Informationen über die britischen Anti-Terrorgesetze. Man sagte mir, ich solle das lesen, denn ich würde wegen Terrorverdacht befragt werden.

Diese Gesetze sind dafür da, um Terroranschläge zu verhindern und werden angewandt, wenn du einen Anschlag planst oder damit in Verbindung gebracht wirst. In dem Moment, wo du auf Grund dieses Gesetzes befragt wirst, verlierst du alle deine Rechte, damit Großbritannien in der Lage ist, das Problem zu lösen und einen Anschlag zu verhindern.

Wer unter die Anti-Terror-Gesetze gerät, verliert alle Rechte 

Ich wollte einen Rechtsbeistand und ich wollte einen Anruf machen, ich habe alle ihre Fragen beantwortet, ich war kooperativ. Das einzige, was ich verweigert habe, war den Code für mein Telefon herauszugeben. Nach einer Stunde durfte ich einen Anwalt kontaktieren – selbst das hätten sie nicht erlauben müssen – und sie informierten meinen Vater.

Aber in dieser Stunde musste ich bizarre Fragen beantworten. Ich saß in diesem winzigen, heißen Raum und dachte, oh mein Gott, ich werde als Terrorist verhört! Es fing recht harmlos an. Sie befragten mich zu einer Rede, die ich in Belgien gehalten hatte, dann sollte ich meine politische Einstellung beschreiben. Sie fragten mich nach meiner Religionszugehörigkeit, ob ich eine christliche Extremistin sei und was ich empfinde, wenn ein Auto in eine Menschenmenge fährt. Ich musste lachen, denn natürlich ist das eine schreckliche Sache. Ich habe so etwas niemals unterstützt, nirgendwo wird man dahingehend eine Äußerung von mir finden.

Ich wurde drei Stunden verhört. Es war eine unglaubliche Erfahrung. So etwas habe ich immer nur in Filmen gesehen,  daher kannte ich auch meine Rechte. Ich habe immer wieder einen Anwalt verlangt und ich habe mich geweigert, ihnen meinen Handy-Code zu geben obwohl sie mir ständig drohten: „gib uns den Code oder wir hacken es. Wir holen uns alle Daten, wir bringen dich weg und nehmen dir Blut ab…“ Sie lügen einfach, damit du ihnen antwortest.

Ich dachte, oh Gott, ich bin die schlechteste Tochter der Welt!

Es ist eine bizarre Erfahrung, unter Terrorverdacht zu stehen, weil du nicht weißt, was du getan hast. Ich wusste, dass ich nie etwas derartiges gesagt oder gemacht hatte, doch du fängst an darüber nachzudenken, ob dur mal einen blöden Witz gemacht hast oder ähnliches, was sie jetzt gegen dich verwenden können.

Sie haben meinen Vater angerufen. Ich saß da und dachte, die rufen meinen Vater mitten in der Nacht gegen vier Uhr morgens an und erzählen ihm, seine Tochter ist wegen Terrorverdachts verhaftet. Ich dachte, oh Gott, ich bin die schlechteste Tochter der Welt!

Mein Vater hat den Anruf aufgezeichnet…(wird abgespielt)…

Polizei: Hallo, wie geht es Ihnen? Ihre Tochter möchte, dass Sie wissen, dass sie wegen Terrorverdachts verhaftet wurde und befragt wird.

Vater entsetzt: „Unter Terrorverdacht?“

Tommy Robinson: „Ich bin geschockt, dass sie dieses Gesetz gegen jemanden anwenden, der nichts getan hat, keine Straftat begangen  hat. Dass jemand in Calais von der britischen Polizei verhaftet wird, von dem die Behörden wissen, er ist kein Terrorist und diese Anti-Terrorgesetze gegen ihn verwendet werden, das ist Gesetzesmißbrauch.“

Lauren Southern: „Die Polizisten waren eigentlich sehr nett,  aber sie haben ihre Befehle von weiter oben bekommen.

Ich kann noch nicht allzuviel darüber sagen, weil ich natürlich mit meinen Anwälten im Gespräch bin. Nur soviel dazu, was ich glaube, wie dass es dazu gekommen sit. Ich habe in Calais bei der Einreise meinen Pass vorgezeigt, dann stand der Beamte auf, ging nach hinten und diskutierte mit den Kollegen, dann wurde ich verhaftet. Es muss also einen Hinweis im System gegeben haben.

Wir vermuten, sie haben die Anti-Terrorgesetze herangezogen, um einen Grund zu haben, um den Bann gegen mich aussprechen zu können, anders können wir uns das nicht erklären. Ich bekam dieses Schriftstück, in dem steht, dass ich wegen meiner Aktion in Luton eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und die Politik in Großbritannien sei.

„Allah ist schwul“ – in Großbritannien ist dieser Satz verboten

Tommy Robinson: „Was ist in Luton passiert?“

„Ich habe in Luton nichts rassistisches gesagt, wie sie behaupten. ich hatte einen Artikel gelesen, in dem stand, Jesus Christus hätte ein Schwuler sein können. Wir haben gedacht, es wäre ein interessantes Experiment, mal zu gucken, wie die Leute reagieren, wenn man dasselbe von Allah behauptet.

Wir haben, genau wie die Linken es immer machen, einen Flyer entworfen, auf dem stand „Allah ist schwul, er ist trans, er kann sein, wie jeder von uns“. Wir wollten sehen, was dann passiert und haben diese Flyer an unserem Stand ausgelegt.

Die Polizei tauchte auf, weil Menschen sich angegriffen fühlten und sie stellte sich auf die Seite von ihnen. Diese Leute fühlten sich so extrem angegriffen, dass sie meinten, wir hätten kein Recht, so etwas zu sagen und die Polizei stimmte ihnen zu. Das sei Blasphemie… Die Zeit scheint rückwärts zu laufen. Die Polizei kontrollierte unsere Papiere, nahm uns die Flyer weg. Ich wurde nicht angeklagt und ich wurde nicht verhaftet…

Sie sagten nur, dass sei eine Meinung, die nicht erlaubt sei

Das jetzt zu benutzen, um uns wegen Rassismus aus Großbritannien zu verbannen, ergibt überhaupt keinen Sinn.

…Ich habe keine kriminelle Vergangenheit, ich spreche die Sprache, ich liebe die britische Kultur und die Briten. Ich wollte das Land nur eine Zeit lang besuchen und dann nach Toronto zurückkehren. Jetzt zu sehen wie die linke Presse und die sozialen Netzwerke meinen Bann begeistert feiern, während hunderte IS-Kämpfer unbehelligt wieder einreisen dürfen, ist eine schockierende Erfahrung.

Im Gegensatz zu ihnen werde ich wegen Terrorverdachts festgehalten und die ganze Welt denkt jetzt, ich bin eine Terroristin und habe etwas ganz Schlimmes gemacht.

Diese Gesetze, die ja eigentlich zur Terrorabwehr gedacht sind, werden gegen diejenigen angewendet, die den Islam kritisieren.

Ich weiß nicht, was an dem Satz „Allah ist schwul“ rassistisch sein soll. Ich werde nicht auf dem Rücken liegen, weil Großbritannien mir diesen Stempel aufdrückt. Ich bin kein Opfer und für uns Rechte ist es an der Zeit, zurückzuschlagen. Martin Sellner, Brittany Pettibone und ich werden mit unseren Anwälten dagegen vorgehen. Wir werden dafür kämpfen, bald wieder in London Tee trinken zu können.“

 

 

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