Energiepolitik in den USA: Nichts geht ohne Kohle

Foto:Durch abutyrin/shutterstock
Energie durch Kohle (Foto:Durch abutyrin/shutterstock)

Im US-Bundesstaat Massachusetts setzt man ganz auf „grüne Energie“, doch das funktioniert nicht wie erhofft und so musste der Staat in diesem Winter Öl aus Russland importieren, damit die Bürger in ihren Wohnungen heizen und kochen konnten.

Beamte in Massachusetts und im benachbarten New Hampshire blockierten 2016 die Finanzierung für die 3 Milliarden Dollar teure Access Northeast Pipeline, die dem Staat in diesem Winter bei der Energiekrise geholfen hätte. Die Entscheidung des Staates, sich hauptsächlich auf grüne Energie zu verlassen, erhöhte die Gaspreise und zwang sie nun zu russischen Ölimporten, berichtet The Daily Caller.

Massachusetts Attorney General Maura Healey beschloss im Jahr 2016, dass „keine neuen Pipelines benötigt werden“ und „wir elektrische Zuverlässigkeit bis 2030 auch ohne zusätzliche neue Erdgaspipelines aufrechterhalten können“.

Hintergrund dieser Entscheidung war ein Streit mit dem US-Mineralölkonzern ExxonMobil, der angeblich Dokumente zum Klimawandel geheim hielt.

Umweltorganisationen wie 350.org und Greenpeace organisieren Online-Kampagnen gegen jedes neue Kohle-, Öl- und Erdgasprojekt in den USA. Greenpeace stehe auf dem Standpunkt, dass die einzigen guten fossilen Brennstoffe diejenigen sind, die im Boden bleiben. Der Sierra Club behauptet unterdessen, die USA seien bereit für 100 Prozent grüne Energie.

Arktische Temperaturen im Dezember und Januar führten in New England in diesem Winter zur Überlastung des Stromnetzes. Daraufhin musste Boston Erdgas von Novatek – einem der russischen Energieriesen, die 2014 unter Präsident Obama sanktioniert wurden, zukaufen.

Der Mangel an Pipeline-Infrastruktur in Massachusetts zwang den Staat während der Kältewelle, sich auf die Kohleproduktion zu verlassen, was zu einem Anstieg der Energiepreise führte.

Natürlich könne das Stromnetz auch ohne Kohle betrieben werden – solange die Kunden bereit wären, höhere Energiepreise zu zahlen, erklärte Kevin McIntyre, Vorsitzender der Federal Energy Regulatory Agency. Doch die Kohleproduktion habe dazu beigetragen, die Energiepreise zu senken.

Mehr als 40 Prozent der Energie, die in diesem Winter von der PJM Interconnection, der regionalen Übertragungsorganisation geliefert wurde, war durch Kohle produziert worden.

„Ohne die Kohle-Ressourcen hätten wir Kunden nicht bedienen können. Das ist die Realität“, sagte Andrew Ott, Präsident der Gesellschaft. (MS)

 

 

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