Brandanschläge auf Moscheen: Nazis, oder doch eher linke Kurden?

Symbolfoto: Durch Ross Gordon Henry/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Ross Gordon Henry/Shutterstock

Fast immer, wenn es in der türkischen Gemeinde irgendwo brennt, werden deutsche Ausländerfeinde unter Verdacht gestellt. So liest sich auch dieses Statement. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Nach einer Reihe von Anschlägen auf türkische und muslimische Einrichtungen fordert die Türkische Gemeinde Deutschland mehr Unterstützung von der Bundesregierung. „Wir erwarten mehr Schutz für türkische Einrichtungen und eine zügige Aufklärung der Attentate“, sagte ihr Vorsitzender Gökay Sofuoglu dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben). „Der neue Bundesinnenminister Seehofer sollte dieselbe Energie, die er gegen kriminelle Flüchtlinge zu zeigen bereit ist, auch gegen rechte Gewalt aufbringen“, betonte Sofuoglu.

Die Türkische Gemeinde beobachtet seit einiger Zeit schon eine zunehmend feindselige Haltung gegenüber Deutschtürken. „Die Häufung von Anschlägen auf türkische Einrichtungen ist nicht überraschend. Seitdem wir Anzeige erstattet haben gegen den AfD-Politiker André Poggenburg, nehmen Anfeindungen aus dem rechten Lager zu“, sagte Sofuoglu dem RND.

Hier aber kommen wir der Sache schon näher:

„Zudem werden wir als Türkische Gemeinde für die militärische Eskalation im syrischen Afrin verantwortlich gemacht. Mitunter sind gegen uns gerichtete Drohungen beides in einem: rassistisch und prokurdisch“, beklagte der Vertreter der Deutschtürken. „In einer Mail hieß es zum Beispiel: `Raus aus Afrin, raus aus Deutschland.`“ Kritik äußerte Sofuoglu auch gegenüber nationalistisch gesinnten türkischen Gruppierungen in Deutschland. „Türkische Nationalisten wie die rockerähnliche Gruppe Osmanen Germania warnen im Netz vor angeblich bevorstehenden Anschlägen und fachen die ohnehin große Verunsicherung unter Deutschtürken weiter an“, sagte Sofuoglu..

Die Meldung der „Stuttgarter Nachrichten“ wird da noch konkreter:

Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee der Islamischen Gemeinschaft in Lauffen bei Heilbronn gehen Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt von kurdischen Tätern aus. Aufgrund derzeitiger Einschätzungen konzentriere man sich bei den Ermittlungen auf Angehörige extremistischer kurdischer Jugendorganisationen, wie die Behörden am Montag mitteilten. Ein Zusammenhang mit anderen aktuellen Anschlägen im Bundesgebiet sei möglich und werde in die Ermittlungen einbezogen…

Es ist ja schon pervers genug, dass sich Kurden und Türken hier auf fremden Territorium gegenseitig an die Gurgel gehen, aber die Anschläge dann noch Deutschen in die Schuhe schieben zu wollen, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten! 

Und hier sehen wir mal einen typischen Nazi-Eintrag:

Auf dem linken Internetportal indymedia, das eigentlich schon längst geschlossen sein sollte, gibt es ein Bennerschreiben.

„In der Nacht wurde ein Verein von türkischen Faschisten (Graue Wölfe, AKP, CHP, was auch immer) mit Mollotows beworfen. Die Aktion war eine Racheaktion für die Angriffe des türkischen Staates und seiner Besatzerarmee, die Afrin angreifen. Sie greifen dort das Projekt der Demokratischen Selbstverwaltung an, in dem KurdInnen, AraberInnen, ArmenierInnen, AssyrerInnen, Menschen verschiedener Religionen (Islam, Christentum, Judentum, Ezidentum)
zusammenleben und versuchen eine Alternative zum Nationalstaat zu etablieren.“

Die Täter haben zudem ihren Angriff auf die Moschee auf Video aufgezeichnet und die Videos im Netz veröffentlicht.

 

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