Wenn mit zweierlei Maß gemessen wird: Deutschenfeindlichkeit – Ein Fall an einer Berliner Schule

(Symbolfoto: Durch Monkey Business Images/Shutterstock
Neulich auf dem Schulhof (Symbolfoto: Durch Monkey Business Images/Shutterstock)

Berlin. Eine deutsche Schule in Reinickendorf im Frühjahr Jahr 2018. Zwei deutsche Jungs spielen auf dem Fußballplatz ungestört zu zweit, als sich zwei etwas ältere Kinder, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, nähern und die beiden Fußballspieler von der Seite ansprechen. Sie wollen mitspielen, so die älteren Flüchtlingsjungen. Der Besitzer des Balls, nennen wir mal Tim*, lehnt ab und erklärt, dass sie lieber alleine spielen wollen und kein Interesse am gemeinsamen Spiel haben.

Von Young German

Sofort beleidigt einer der Flüchtlingsjungen die beiden Deutschen als «Schweinefresser» und «Scheissedeutsche», bevor er dazu übergeht Tim unprovoziert gegen die Brust zu stoßen. Tim ist 9 Jahre alt, wesentlich jünger und kleiner als die ihm körperlich überlegenen «minderjährigen Flüchtlinge». Tim fällt nach hinten, rafft sich auf und bevor die beiden deutschen Jungs das Spielfeld räumen und versuchen den Streit zu verlassen, sagt Tim noch folgenden Satz: «Warum gehst du nicht zurück in dein Land?!»

Die Antwort der Schule folgt prompt. Tim erhält einen Verweis dafür, dass er die Flüchtlingsjungen «fremdenfeindlich beleidigt» hat. Der Direktor behauptet gegenüber der Mutter von Tim sogar noch, dass er sehr stolz auf die beiden Flüchtlingsjungen ist, weil diese sich nicht haben von Tim provozieren lassen. Es hätte schließlich keinen Grund gegeben, so der Direktor, warum Tim und sein Freund nicht mit den größeren Jungs hätten spielen können. Beim nächsten Mal MÜSSEN die beiden deutschen Jungen mit den älteren Jungen spielen. Ansonsten sei er dann nicht mehr so nachsichtig.  Die beiden Flüchtlingsjungen, welche Tim und seinen Freund als Schweinefresser und Scheissedeutsche bezeichnet haben, kriegen keinerlei Bestrafung. Auch der körperliche Angriff gegen Tim bleibt ungesühnt von der Schule.  Tim erhält einen Tadel.

Die Mutter des Geschädigten ist alleinerziehend und telefoniert mit dem Vater von Tims Freund. Beide tauschen sich aus und berichten von deutschenfeindlichen Beleidigungen durch andere Schüler.

Statt jedoch dagegen vorzugehen, ruft die Schulleitung später noch das Jugendamt hinzu, welches einen Hausbesuch bei der Mutter von Tim arrangieren soll. Ein Haushalt, in welchem fremdenfeindliche Ideologie anerzogen wird, sei genauer zu prüfen, so die Argumentation der Schule.

«Warum gehst du nicht zurück in dein Land?!» gilt scheinbar bereits als fremdenfeindlich, während Schweinefresser und Scheissedeutsche als rassistische Beleidigungen gegen Deutsche völlig ignoriert werden. Auch der körperliche Angriff gegen einen Mitschüler bleibt völlig ungestraft.

Ungewöhnlicher Einzelfall? Womöglich. Passierte jedoch der Freundin von einem sehr guten Freund von mir, der hier auf dem Blog gerne liest und mich bat, den Fall von Tim, mit dessen Mutter er engen Kontakt pflegt, zumindest unter Schutz der Identitäten an die Öffentlichkeit zu bringen.

Deutschenfeindlichkeit und Täterschutz sind keine Seltenheit mehr, sondern gehören zum Alltag in Berlin. Vor zehn Jahren habe ich derlei selbst häufiger erlebt und versucht davor zu warnen. Mittlerweile berichtet auch die Presse von dem ausuferndem Rassismus gegen Deutsche in migrantisch geprägten Bezirken. Wenn man vor einem Jahrzehnt derlei Dinge ansprach, galt man noch als Hetzer, Rassist oder Irrer.

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