Bundespolizei senkt Anforderungen für Bewerber

(Bild: shutterstock.com/Durch Tobias Arhelger)
Polizei (Bild: shutterstock.com/Durch Tobias Arhelger)

Die Bundespolizei hat die Eignungsvoraussetzungen für Bewerber abgesenkt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung nach einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion hervor. 

Die Fraktion der AfD erkundigte sich nach den Ausbildungsstandards bei der Bundespolizei. Auf dem Weg einer Kleinen Anfrage (19/679) wollten die Abgeordneten wissen, ob sich die Bewerberanforderungen für eine Ausbildung bei Behörden wie Polizei, Zoll und Verfassungsschutz in den vergangenen zehn Jahren verändert haben. Sie interessierten sich auch dafür, ob die Hürden speziell für Bewerber mit Migrationshintergrund gesenkt worden sind. Initiiert wurde die Anfrage durch den AfD-Abgeordnete Martin Hess, der vor seiner Bundesabgeordnetentätigkeit selbst als Polizeihauptkommissar und Ausbilder bei der Polizei Baden-Württembergs tätig war.

Schulnoten bei Bundespolizei leicht abgesenkt

Die Frage, ob beispielsweise mangelhafte Deutschkenntnisse bei Bewerbern mit Migrationshintergrund durch muttersprachliche Fähigkeiten aus ihren Herkunftsländern oder durch sonstige sogenannte „interkulturelle Kompetenz“ ausgeglichen werden könnten, wurde mit Nein beantwortet. Sogenannte „interkulturelle Kompetenz“ seien jedoch in die übliche Leistungsbeurteilung aller Bewerber eingeflossen.

Die erforderlichen Schulnoten in den Fächern Deutsch und Englisch wurden abgesenkt und die Mindestgröße sei abgeschafft worden.
Tätowierte Bewerber werden laut der Antwort zum Auswahlverfahren zugelassen, wenn die Tätowierung abgedeckt werden kann. Bewerber mit Tattoos auf Händen und im Gesicht werden weiterhin abgelehnt. Geweitete bzw. gedehnte Piercings, häufig an Ohrläppchen, gelten grundsätzlich als Ausschlussgrund. Diese Maßnahmen würden einer breiteren Bewerberzahl den Zugang zum Auswahlverfahren eröffnen.

Bewerber, zu denen „polizeiliche Erkenntnisse vorliegen“, werden zur Bewerbung zugelassen

Geringfügige oder verjährte Straftaten von Bewerbern stellten bei der Bundespolizei wie beim Bundeskriminalamt (BKA) kein generelles Ausschlusskriterium für das Aufnahmeverfahren dar. Wegen des allgemeinen Nachwuchsmangels seien zudem auch beim BKA gewisse Anforderungen an die Bewerber gesenkt worden. So habe man den Rechtschreibtest an die „durchschnittlichen Rechtschreibleistungen eines heutigen Abiturienten angepasst“, heißt es hierzu. Auch die Anforderungen im Sporttest seien herabgesenkt worden. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.