Gesinnungsdiktatur: Suhrkamp-Verlag distanziert sich von seinem Autor Uwe Tellkamp

(Bild: Uwe Tellkamp: Smalltown Boy; CC BY-SA 3.0;)
Suhrkamp distanziert sich (Bild: Uwe Tellkamp: Smalltown Boy; CC BY-SA 3.0;)

„Die meisten kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern“. Diese Feststellung traf der beim Suhrkamp-Verlag unter Vertrag stehende Erfolgsautor Uwe Tellkamp (Der Turm). Nun hat sich der Verlag – politisch korrekt – von seinem Autor distanziert.

Einmal mehr demonstriert der Mainstream, was mit jenen passiert, die ungeliebte Wahrheiten wagen auszusprechen. Dieses mal wird das Exempel mit Nahziel Berufsverbot am Bestsellerautor und Buchpreisträger Uwe Tellkamp durch den Suhrkamp-Verlag statuiert.

Suhrkamp twitterte: „Aus gegebenem Anlass: Die Haltung, die in Äußerungen von Autoren des Hauses zum Ausdruck kommt, ist nicht mit der des Verlags zu verwechseln. #Tellkamp“.

Vorausgegangen war eine Podiumsdiskussion zwischen Uwe Tellkamp und Durs Grünbein im Dresdener Kulturpalast. Diskutiert wurden die Ereignisse 2017 auf der Frankfurter Buchmesse und die Frage, ob „rechte“ Verlage ausstellen dürfen oder nicht. Tellkamp hatte die „Charta 2017“, die von der Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen ins Leben gerufen wurde, unterzeichnet (Jouwatch berichtete). Damit reagierte sie auf den Umgang der Frankfurter Buchmesse mit rechten Verlagen 2017. Im Kampf gegen rechts habe sich die Gesellschaft „nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt“, heißt es in dem Appell.

Der 49-jährige Tellkamp positionierte sich in der Diskussion und verargumentierte zum Thema Immigration:  „Wir veranstalten ein Großexperiment, ohne dass die Leute, die daran teilnehmen müssen, gefragt werden. Machen Sie sich keine Sorgen, dass sich das Land in sehr kurzer Zeit verändert? 95 Prozent der Migranten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung. Sie wandern in die Sozialsysteme ein.“ Grünbein verteidigte die Immigrationspolitik der Bundesregierung.

Selbst Ulf Poschardt, Chefredakteur der Welt, zwitscherte ungläubig bei Suhrkamp zurück: „Macht Ihr das auch, wenn autoren linksradikale allmachtsfantasien artikulieren?“

Mit dieser, an frühere Zeiten erinnernde, ideologische Zwangsmaßnahme wird wieder einmal deutlich: Die Wahrheit ist „rechts“ und die Lüge „links“  (SB)

 

 

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