Die „C“-DU auf dem Weg zum Selbstmord

Foto: Collage
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 Die „Merkelunion“ – Wurmfortsatz von Linken und Grünen

Die CDU fand sich Jahrzehnte im vierzig Prozent-Bereich, also die größte Partei, die die SPD stets weit hinter sich lassen konnte. CDU und Bürgertum – das war Eins. Man war zufrieden, Tageskritik inklusive. Die CDU ruhte in sich. Und heute?

Von Peter Helmes

Seit Angela Merkel die CDU übernommen hat, ist die Partei unruhig, aufgewühlt, ohne charismatische Führung. Merkel ist alles Mögliche, gewiß aber keine CHRISTLICH-demokratische Identifikationsfigur. Sie steht eben nicht für Grundwerte – schon gar nicht für konservative – und könnte ebenso jeder anderen, beliebigen Organisation vorstehen. Die Geschichte wird noch zeigen, daß mit Merkel der CDU der „Markenkern“ abhandengekommen und damit das Ende eingeläutet ist – vermutlich unumkehrbar.

Sie setzt(e) wichtige, politische Schritte (und Schnitte), und niemand wirft sich ihr entgegen. Alles wird abgenickt. Mit all der gebotenen Konsequenz unterlief sie das Grundgesetz, mißachtete demokratische Grundregeln und zerstörte tradierte, christlich-ethische Grundwerte.

Mit Merkel und ihrem Kurs der „Öffnung für neue Werte und Gruppen“ ging einerseits das bewährte Profil der CDU verloren, und andererseits provozierte sie damit die Entstehung der AfD. Aber auf den Parteitagen der CDU wird sie mit stehendem Applaus von 10-12 Minuten gefeiert wie eine Heilsbringerin.

Immerhin war Merkel verantwortlich für die oft schöngeredeten, katastrophalen Wahlniederlagen. Und nach jeder erneuten Niederlage war es, als verkaufte sie diese als „Sieg“. Das nervte jeden, der sich einen kritischen Abstand zum Politzirkus bewahrt hat. Warum sagte niemand: „Wir haben verloren“?

Bei Merkel sieht es stets so aus, daß alles in Ordnung sei – und: daß sie die Partei „eigentlich“ nicht bräuchte. Als sei SIE das Programm und meint, notfalls auch ohne CDU regieren zu können. Längst haben die Rot-Grünen sie ja adoptiert: Wenn Merkel gelobt wird, dann vor allem von dieser Seite.

Offen für alles – nur nicht für unsere alten Werte

Merkel macht sich somit zum Vorreiter sogenannter Modernisierer – innerparteilich und außerhalb. Diese „Modernisierer“ wollen uns einreden, wir müßten „offen“ sein – offen für neue Kulturen, offen für neue Religionen, offen für neue „Familienformen“ oder auch offen für die Kündigung unserer Traditionen und Werte. Dahinter steckt eine zutiefst dialektische Taktik: Sie predigen uns Toleranz, aber fördern das genaue Gegenteil: Toleranz ihren Werten gegenüber, aber verbissene Ablehnung unserer tradierten Überzeugungen, verbrämt als Multikulti. Werte gelten nur, wenn sie den Gesellschaftskritikern passen. Wer andere Werte hochhält, ist Faschist o.ä. Aber: Würden wir uns auf unsere tradierten Werte besinnen und nach ihnen leben, hätte der Islam bei uns keine Chance. Aber auf diese Herausforderung haben die Linken aller Couleur keine Antwort.

Seit Merkels Übernahme der Parteiführung – und der Ausschaltung nahezu aller personellen Alternativen für sie – darf man die CDU getrost, aber mit innerem Ingrimm, als weit links der Mitte verorten. Sie ist nicht mehr die Partei der Sicherheit, der Freiheit und des Wertes des Individuums.

Und nun opfert Merkel eine der letzten christlichen Bastionen in der CDU – die Familie.

In der „alten“, vormerkelschen CDU, also – neubegrifflich: der  „Merkelunion“ – war das Rütteln an der „Institution Familie“ als dem Grundpfeiler unserer Gesellschaft tabu, und zwar absolut tabu.

Merkel hat es geschafft, dieses Tabu Bröckchen für Bröckchen aufzubrechen, um ihrer Partei „eine neues Gesicht“ zu geben. Das ist ihr so gelungen wie eine schiefgegangene Schönheits-Operation: Statt „eines neuen Gesichts“ entstand eine häßliche Fratze – ein Abziehbild grün-ideologischer Weltverbesserung, angefangen mit Tolerierung der Abtreibung, über „Ehe für alle“ und als Endpunkt nun die Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219 a StGB). Das Webeverbot für Abtreibungen aufzuheben, kommt letztlich einer Befürwortung und einer Förderung von Abtreibung gleich.

Oder anders ausgedrückt: Werbung für Mord an deutschen Kindern

Alles natürlich begründet mit der Freiheit der Frau, ihrer Selbstbestimmung und beliebigen Wahlentscheidung. Und wer dagegen ist, ist nicht nur von gestern, sondern auch „Frauenfeind.“

Die SPD-Fraktion hatte Ende vergangener Woche angekündigt, jetzt doch einen eigenen Gesetzentwurf mit dem Ziel der Streichung des Paragrafen 219a im Bundestag einzubringen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Högl hatte zudem erklärt, dieses Vorgehen sei mit der Union besprochen worden. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Mittwoch ist der Entwurf mittlerweile eingebracht. (https://www.domradio.de/themen/ehe-und-familie/2018-03-08/katholische-kirche-kritisiert-fraktionsdeal-bei-paragraf-219a)

Eine richtige Überschrift über dieses Kapitel müßte also lauten: „CDU fördert Abtreibung“.

Für CDU und CSU war der Paragraph 219a bisher unverrückbarer Teil des mühsam ausgehandelten Kompromisses zum Abtreibungsrecht und ein wichtiger Baustein zum Schutz des ungeborenen Lebens. Er verbietet Ärzten die Werbung für Abtreibungen und ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bewehrt. Das soll jetzt vorbei sein.

Alljährlich wird in Deutschland die Bevölkerung einer Großstadt abgetrieben, und die nur noch fälschlich so genannte „C“DU macht, all ihren Beteuerungen zum Trotz, fleißig mit. Diese neuerliche Ungeheuerlichkeit scheibchenweiser Aushebelung des verfassungsmäßig gebotenen Schutzes ungeborenen Lebens aus den Reihen dieser „Christen“ sollte jedem die Augen öffnen darüber, wie weit es mit ihrem so genannten „christlichen Menschenbild“ Merkelscher Prägung tatsächlich bestellt ist

Der Straftatbestand Mord im Mutterleib (Abtreibung) wird nur nicht wegen der Ausnahmeregelung (Fristenlösung) strafrechtlich verfolgt! Verboten und illegal ist „Abtreibung“ also grundsätzlich weiterhin in Deutschland! Tötung bleibt Tötung, selbst wenn der Gesetzgeber keine Notwendigkeit der Strafverfolgung sieht

Was ist eine Gesellschaft noch wert, die offene Werbung für das Töten der eigenen Kinder zuläßt?

Schon jetzt ist das Abtreibungsrecht viel zu weitgehend. Statt das ungeborene Leben zu schützen und die Frauen mit ihrem vielleicht nicht gerade passend oder geplant kommenden Nachwuchs zu unterstützen, wird die Tötung gefördert und darf dann in Zukunft auch noch in aller Öffentlichkeit beworben werden. Und der „veröffentlichten Meinung“ (den Systemmedien) nach finden eine Abtreibung die Leute mehrheitlich „cool“. So selbstverständlich wie Fettabsaugen.

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Einschub, nur am Rande erwähnt: Während die Abtreibung als aggressivste Form der Nachwuchsverhinderung von den Marxisten und Feministen hierzulande mit hochneurotischem Eifer propagiert wird, ist die Empfängnisverhütung in den armen Ländern, wo sie so dringend notwendig wäre, bei den gleichen Linken ein absolutes Tabu.

Diese Widersinnigkeit ist genauso wie das Anbiedern der Linken an ihre erbittertsten Feinde, die Moslems, nicht mehr nachzuvollziehen.

Aber wer in Deutschland mehr als 1.000 Tafeln und fast 2 Mio verarmte Kinder (Hartz 4, aus BILD-online v. 9.3.18) für normal hält, wird gewiß keine moralischen Bedenken gegen eine „Abtreibung“ hegen.

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Das „C“ in der CDU ist zu einer „Verhandlungsmasse“ verkommen – zur Sicherung der Macht. Positionen von gestern sind da eher hinderlich und werden flugs durch neue, Werte-ungebunden ersetzt. „Abtreibung“ wird salonfähig. Schlimm? Aber nicht doch! Wir reden hier nur über mindestens 200.000 unschuldige Kinder, die im Mutterleib abgeschlachtet werden. (Die „offizielle“ Zahl 100.000 bezieht sich nur auf die genehmigten, ärztlich erfolgten Schwangerschaftsabbrüche. Die Dunkelziffer ist sehr hoch – Fachleute schätzen sie auf zumindest das Doppelt.)

Viele meiner Leser wissen, daß die Tötung ungeborener Kinder – verharmlosend „Abtreibung“ genannt – einer der thematischen Schwerpunkte auf conservo ist. Seit mehr als zehn Jahren prangere ich auf conservo diese menschliche Verirrung in Hunderten von Artikeln an – wobei ich vor allem das Leid der werdenden Mütter im Blickfeld habe. Viele, viele Beispiele erzählen uns aber nicht nur vom Leiden, sondern auch von großer Freude, wenn das ungewollte Kind dennoch zur Welt kommen durfte.

Familienpolitisch betrachtet begeht die Merkelunion einen Dammbruch, dessen Folgen abzusehen sind:

Viele alte, treue Christdemokraten – so sie nicht schon längst gekündigt hatten – werden erst verzweifeln, dann aber auch abhauen. „Verbündete“ Vereine und Verbände werden wie brüskierte Anhänger der CDU den Rücken kehren. Zurück bleibt ein Wurmfortsatz der Linken und Grünen.

Und Merkel? Sie wird so agieren wie immer, wenn es um ihren Machterhalt geht: Die Links-Grünen fordern die ABSOLUTE Freigabe von Abtreibung. Merkel wird sie ihnen zusagen. „Die Union hat ihr Selbstwertgefühl verloren“, titelt logischerweise die „WELT“.

Abgesehen von der Freigabe von Abtreibungen wird die Merkelunion „aus Koalitionsdisziplin“ jede Forderung der Sozis unterschreiben, die ihren Machterhalt sichert. Mal sehen, was sie als Nächstes auf den Tisch legen.

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Und zum (schlechten) Schluß ´mal zum Nachdenken:

Raucher werden mit ekelhaften Bildern über mögliche Schäden abgeschreckt, und Aufdrucke vermitteln den Eindruck daß das nicht „mögliche“ Folgen des Tabakkonsums sind, sondern daß diese auf jeden Fall eintreten. Wenn Abtreibungsgegner zum gleichen Mittel der Abschreckung griffen, klänge dies so:

Abschreckende Werbung für Abtreibungskliniken

Die Abtreibungsgegner (wie ich) sollten auf eine ähnliche Abschreckungsstrategie setzen:

Eklige Bilder von abgetriebenen Föten (z.B. Tabakkonsums).

Dazu die Botschaft über Folgen und Risiken – und zwar nicht im Konjunktiv, z. B. folgende Hinweise:

Körperliche Störungen:

Durch Absaugung und Ausschabung werden Schleimhaut, Muttermund und Gebärmutter verletzt.

Es kann zu Verwachsungen und Verklebungen und damit zu Fehlgeburten führt (Asherman-Syndrom).

Nach Abtreibung treten Nachblutungen, Infektionen und anhaltende starke Unterleibsschmerzen auf.

Durch Narkose kommt es zu Herz-Kreislauf-Komplikationen und allergische Reaktionen.

Den Frauen ist es nach der medikamentösen Abtreibung schwer, mit dem abgegangenen Fruchtsäckchen, welches den kleinen Embryo enthält, umzugehen.

Körperliche, durch psychische Belastung ausgelöste Störungen nach einer Abtreibung:

Migränekopfschmerz

Rückenbeschwerden

Herzbeschwerden

Reizmagen

Menstruationsbeschwerden

Seelische Störungen nach einer Abtreibung:

Depressionen

Angsterkrankungen

Schuldgefühle

Beziehungsstörungen (nach der Abtreibung folgt die Trennung vom derzeitigen Partner)

Gefühlskälte

Suchtentwicklung

Alpträume

Ob sich die „Vereinigte Linke“ über solche Art Gegen-Abtreibungswerbung genauso freut wie über eine Gegen-Raucher-Kampagne, darf füglich bezweifelt werden. Das heißt: Gutmenschen stehen eher für eine Tötung im Mutterleib als „böse“ Menschen, die Leben retten wollen. Deutschland – ein Abtreibungsstaat.

Wandere aus, solange es noch geht!
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