Leipziger Buchmesse: „Junge Freiheit“ kneift – „COMPACT“ und „Sezession“ zeigen Haltung!

(Foto Messe + Zille: Jens-Ulrich Koch)
Leipziger Buchmesse 2017 - Chef Oliver Zille (Foto Messe + Zille: Jens-Ulrich Koch)

Der Verlag der Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) hat am Mittwoch seine Teilnahme an der Leipziger Buchmesse, die  vom 15. bis zum 18. März stattfindet, zurückgezogen. Im Kündigungsschreiben wirft JF-Geschäftsführer Dieter Stein dem Direktor der Leipziger Buchmesse vor, mit der von linksradikalen Verlagen initiierten Aktion „#verlagegegenrechts“ zu kooperieren. Durch eine einseitige und ungünstige Standplazierung in einem von der Messe konstruierten „rechtsextremen Block“ von Verlagen sei eine Messeteilnahme absolut rufschädigend und wirtschaftlich sinnlos, so Stein.

In seiner Erklärung kritisiert JF-Geschäftsführer Dieter Stein, dass der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, mit der von linksextremen Verlagen und Grüppchen initiierten Aktion „#verlagegegenrechts“ kooperiere. Weiter heißt es in einer JF-Pressemitteilung: Durch eine einseitige und ungünstige Standplazierung in einem von der Messe konstruierten „rechtsextremen Block“ von Verlagen sei eine Messeteilnahme für die JF absolut rufschädigend und wirtschaftlich sinnlos, so Stein.

Linksextremer Jubeln über JF-Absage

Der Jubel über die Nichtteilnahme ist groß. Man sehe sich in seiner Arbeit bestätigt, so die linksextremistische Initiative „#verlagegegenrechts“, die  mehr als scheinheilig mitteilt: „Uns geht es nicht um ein Verbot, sondern um Widerstand. Wir laden die Buchbranche zu einer politischen und engagierten Diskussion über rechte Verlage auf der Leipziger Buchmesse ein. Dass dies zu einer Absage der „Jungen Freiheit“ geführt hat, werten wir als vollen Erfolg“, so Lisa Mangold von #verlagegegenrechts.

Die Gruppierung „the future is unwritten – linksradikale Gruppe aus Leipzig“, die in einem Debattenbeitrag auch ein militantes Auftreten gegen die Meinungsfreiheit befürwortet, schrieb auf Twitter: „Ein erster Erfolg der Gegenmobilisierungen. Im besten Fall knicken auch die anderen Fans von Patriarchat, nationaler Abschottung und autoritärem Staat vor dem erwarteten Gegenprotest ein.“

Leipziger Messe, zu 100 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand, wäre streng zu politischer Neutralität verpflichtet

Die Mainstreammedien begegnen der hoch undemokratischen Vorgehensweise gewohnt unkritisch bis zustimmend. SZ-Online beschreibt die linksextremistischen Verhinderer als „Initiative, hinter der mehrere Dutzend unabhängige Verlage sowie rund 100 Einzelpersonen stehen, die einen Aufruf gegen rechte Stimmungsmache auf der Buchmesse unterzeichnet haben“.

Dieter Stein Fazit zu diesem linken Schmierentheater: „Die Leipziger Messe, zu 100 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand, wäre streng zu politischer Neutralität verpflichtet. Herr Zille, der mit der linksradikalen Aktion ’Verlagegegenrechts’ kooperiert, hat damit der Leipziger Buchmesse als fairem Partner für alle Verlage geschadet.“

Absage setzt unrühmliche Anpassungskurs fort

Jürgen Elsässer, Herausgeber des Magazin COMPACT und ebenfalls Intimfeind der linken Verhinderer teilt indes mit: „Zu früh gefreut, schwarzer Block! COMPACT hält stand und verteidigt die Meinungsfreiheit auf der Leipziger Buchmesse, und auch unsere Freunde vom Antaios-Verlag (Sezession) lassen sich nicht beirren“.

Das Einknicken der JF sei, so Elsässer, in der Sache unverständlich, setzt tatsächlich aber nur konsequent den unrühmliche Anpassungskurs des Blattes fort, das sich ursprünglich, vor allem in den 1990er Jahren, große Verdienste für das Aufbrechen politisch-korrekter Schreibverbote erworben hatte. In seiner Stellungnahme teilt der COMPACT-Herausgeber mit, dass er und seine Mannschaft die vollen vier Tage auf der Messe Flagge zeigen werde. (SB)

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