Bangladesch senkt heiratsfähiges Alter von Mädchen auf null

(Bild: Shutterstock.com/Durch Melih Cevdet Teksen)
Mädchen in Bangladesch (Bild: Shutterstock.com/Durch Melih Cevdet Teksen)

Bangladesch – Der zu 90 Prozent islamisch dominierte Staat Bangladesch will ein Gesetz verabschiedet, das das heiratsfähige Alter von Mädchen auf null Jahre absenkt. Dies geschehe zu „höhere Wohl“ von Kinder und Eltern, so die Begründung der Befürworter.

Bangladesch, dessen Bevölkerung mit annähernd 90 Prozent mehrheitlich aus Sunniten besteht, ist eines der bevölkerungsreichsten muslimischen Länder. Bangladesch will ein neues Gesetz verabschieden, das erlaubt, Mädchen kurz nach der Geburt zu verheiraten. Damit toleriert die Regierung, Minderjährige unter 18 Jahren unter „besonderen Umständen“, beispielsweise bei einer ungewollten Schwangerschaft, zu einer Ehe zu zwingen. 2015 hatte das islamische Land bereits das gesetzliche Mindest-Heiratsalter von 18 auf 16 Jahre abgesenkt.

Anti-Kinderehe-Organisationen reagieren entsetzt und befürchten eine Welle von Vergewaltigungen. Während die Regierung die Gesetzgebung genehmigt hat, muss Präsident Abdul Hamid den Entwurf noch unterschreiben, bevor er in Kraft tritt.

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