AfD-Bashing beim Lügenportal „Die Welt“: Wenn die Leser wieder mal mehr wissen, als die Redakteure

Symbolfoto: Durch LightField Studios/Shutterstock
Vorsicht, Lebensgefahr (Symbolfoto: Durch LightField Studios/Shutterstock)

Wenn es gegen die AfD geht, scheinen die Redakteure bei der „Welt“ regelmäßig ihre sowieso schon ideologisch geschrumpften Gehirne auszuschalten. Und so etwas führt dann natürlich zwangsläufig zu schwachsinnigen Artikeln.

Hier hätten wir mal wieder einen aus der Kategorie „direkt aus dem Klo gezogen“:

So streut die AfD Desinformationen über ausländische Ärzte

Tausend Ärzte kamen zuletzt nach Deutschland, ausgebildet wurden sie außerhalb der EU. Reichen ihre Sprach- und Fachkenntnisse, um hier zu arbeiten? Die bayerische AfD schürt durch bewusste Falschinformationen Zweifel daran.

Im Beitrag, etwas später, beschreibt die „Welt“ dann selber so einen Skandal:

Vor zwei Jahren hatte die Landesärztekammer Westfalen-Lippe in einer Stellungnahme gegenüber dem Landtag von Nordrhein-Westfalen über drei Fälle berichtet, in denen es „Anhaltspunkte“ gegeben habe, „dass eine Kombination aus fachlichen und sprachlichen Defiziten zum Tod von Patienten geführt hat“. Über diese Fälle berichtete im Juni 2017 die Tageszeitung „Neue Westfälische“ (NW).

In einem dieser Fälle verlor eine Schwangere aus Westfalen-Lippe ihr Kind bei der Geburt, angeblich wegen der fehlenden Fachkenntnisse einer Gynäkologin aus Libyen. Die Ärztin wurde laut der NW wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und arbeitete an einem anderen Krankenhaus weiter.

Sie lesen richtig: Die Verurteilte arbeitete einfach an einem anderen Krankenhaus weiter.

Natürlich verschanzt sich die „Welt“ beim AfD-Bashing hinter den Aussagen anderer:

Bayerns Landesärztekammer wirft der Partei…vor, sie habe die Worte des Ärztepräsidenten „unzulässig verkürzt wiedergegeben“. Denn in der Mitteilung der AfD klingt Montgomerys Aussage so, als ob es bereits eine Tatsache sei, dass völlig Unqualifizierte in Deutschland als Mediziner arbeiten…

Und, ist das etwa nicht der Fall? Wer belügt hier wen? Wie schon so oft, erfährt man durch die Leserkommentare mehr, als durch den schlechten Beitrag eines überbezahlten Springer-Redakteurs:

Ich kenne einen Oberarzt, der sich bitterlich darüber beklagt, dass es immer weniger deutsche Ärzte gibt und die Ärzte aus dem Ausland zum großen Teil schlechte Sprachkenntnisse haben. Auf der anderen Seite bekommen Tausende von jungen Deutschen hier keinen Studienplatz in Medizin, weil der Staat für Bildung nicht mehr Geld zu Verfügung stellt. Eine Wartezeit von 7 Jahren auf einen Studienplatz in Medizin ist nicht nachvollziehbar und unzumutbar. Nur mit einem Abitur von 1.0 bekommt man sofort einen Studienplatz. Alle anderen müssen mit langen Wartezeiten rechnen. Ist das noch normal bei diesem Ärztemangel? Aber die Ärzte aus dem Ausland sind billiger und darum geht es doch. Nicht nach der Qualität der Ärzte.

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Kann dazu 2 konkrete Beispiele aus meiner Berufspraxis nennen: 1. Diensthabende Anästhesistin(Rumänin) am WE im Dienst, fragt mich was Pat. an Schmerzmedikation bekommen hat, für die Rezeptur der Entlassungsmedikation des Pat, antwortete ihr darauf „Targin 10/5 oder Targin20/10 bei Bedarf“ , 10 Minuten später kam ich zufällig ins Dienstzimmer um Infusionen aufzuziehen und dort sagte betreffende Ärztin zu mir- „Ich schreiben so“, legte mir ihren Block hin auf dem die Verordnung stand mit „morgens: 10- mittags:0-abends:5″ und als Medikament NUR TARGIN. Daraufhin erklärte ich ihr, das Medikament so heißt und ich keine Dosierungen genannt hatte, nur das was die Pat . bekommen hatte. “ 2. Pat wurde operiert am Hals,klagt über Schwere/Schwächegefühl im Oberarm bzw. Taubheit,auf der operierten Seite, serbischer Arzt führt Duplex des Unterarms! durch,sagt es sei alles ok,macht aber keine Bilder;)Nächsten morgen kommt die russische Ärztin zum Dienst und stellt bei ihrem Duplex fest das der Oberarm!! fast vollständig thrombosiert ist.

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Nun, sie dürfen gerne in unsere Helios Klinik kommen und sich selber umschauen. Viele Schwestern sind schon gegangen, da sich einige muslimische Ärzte nichts sagen lassen und es laufend Stress gibt. Viele neue Ärzte sind der deutschen Sprache kaum mächtig, sollen aber diagnostizieren ?! Nicht falsch verstehen! Es gibt dort viele gute Ärzte mit ausländischen Wurzeln, aber es sollte ein ausgewogenes Verhältnis sein und man sollte der deutschen Sprache zu 100 % mächtig sein.

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Naja. Ich bin seit vielen Jahren als Krankenhausarzt tätig. Und ich kann klar bestätigen, dass das fachliche Niveau durch die vielen ausländischen Ärzte massiv gesunken ist, reale Patientengefährdung inklusive. Dafür gibt es meiner Meinung nach zwei Gründe. Erstens die Sprache. Mit einem Großteil der „Kollegen“ ist eine vernünftige Kommunikation nicht möglich. Weder mit mir und schon gar nicht mit den Patienten. Zweitens die fachliche Qualifikation. Angebliche „Fachärzte“ haben zum Teil so wenig Ahnung von Medizin, dass ich zweifle, dass diese „Kollegen“ auch nur einen Tag an der medizinischen Fakultät einer Universität zugebracht haben….

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In der Überschrift wird behauptet, die AfD streue Desinformationen- im Text wird es dann aber nicht belegt. Lediglich Herr Montgomery rudert plötzlich von seiner Aussage zurück, und behauptet plötzlich, es habe derartige Fälle in Deutschland bis jetzt noch nicht gegeben. Warum hat er dann erst den Eindruck erweckt? Auch dass erst seit April 2017 das Sprachniveau C1 nachgewiesen werden muss, wurde hier bereits mehrfach erwähnt. Überdies ist es eine Tatsache, dass die ausländischen Ärzte fachlich nicht geprüft werden. Wer verbreitet hier Desinformationen?

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Es stimmt, dass ausländische Ärzte eine C1-Prüfung ablegen müssen. Ich habe immer wieder Ärzte in meinen Deutschkursen, die genau darauf hinarbeiten. Einer davon war der Meinung, es beleidige seine Religion, wenn man sage, der Mensch sei mit dem Affen verwandt.

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Die bayerische Landesärztekammer weist diese Aussagen zurück. Denn seit April 2017 müssten Ärzte, die im Ausland studiert haben, Sprachkenntnisse auf dem höheren Niveau C1 nachweisen. – Also erst seit April 2017? Dann ist die Aussage doch nicht als falsch zurückzuweisen, denn jeder, der VOR diesem Darum eingestellt wurde, musste also kein C1 haben.

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Ich kann die Aussagen der AfD nur bestätigen. Letztes Jahr sollte ich mit einem Kollegen, der die Deutschprüfung abgelegt hatte arbeiten. Studiert hatte er im europäischen Ausland. Die Kommunikation zwischen ihm und den Patienten war schon sprachlich sehr schwierig, von den fachlichen Defiziten nicht zu reden.

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Ich wurde im Krankenhaus innerhalb einer Stunde zwei Mal mit der gleichen Untersuchung behelligt. Es war nach der ersten Untersuchung gerade Schichtwechsel, ich meinte, diese Untersuchung sei schon vorgenommen worden, das muss doch nicht noch einmal sein. Außer ein paar Brocken deutsch, kam dann nur noch: „Das muss!“ Das waren schon die Deutschkenntnisse auf höchstem Niveau. Zum Glück war es keine lebenswichtige Untersuchung.

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Tatsache ist, dass es diese Fälle in Deutschland gibt. Das ist leicht zu recherchieren. Herr Montgomery würde diesen Fakt auch nicht so offen aussprechen, wenn es keine belastbaren Fälle gäbe. In meiner Familie habe ich eine Chefärztin, die an einem größeren Krankenhaus arbeitet. Es sind keine Einzelfälle mehr, dass die Ärzte, die den Patienten schon länger bekannt sind, rigoros eingreifen mussten, um weiteren Schaden von Patienten abzuwenden, die von den Willkommensärzten durch fehlerhafte Diagnosen und – Behandlungen infolge von mangelnder Sprach- und/oder Fachkenntnis getroffen wurden. Es mussten mehrfach bezüglich des Auftretens dieser Ärzte intensive Personalgespräche geführt werden, weil es auch zu großen Spannungen zwischen den Krankenschwestern und dem Pflegepersonal und den zwei Ärzten, mit anderem kulturellen Hintergrund, kam. Insofern ist die Forderung der AfD fundamental richtig. Sich an zwei, drei weggelassenen Wörtern hochzuziehen, ist bigott, wenn man die täglichen Nachrichten liest, hört oder sieht.

Wandere aus, solange es noch geht!
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