Wo bleibt der Aufschrei? Deutscher Botschafter trifft bekannten Judenhasser

(Fotos: GermAmbTeheran/ Twitter)
Der deutsche Botschafter Michael Klor-Berchtold (2.v.l.) beim Treffen mit Holocaust-Leugner Ali Larijani (Mitte) und Terror-Unterstützer Hossein Amir-Abdollahian, der erst vergangene Woche ein neues Festival zur Zerstörung Israels ausgerufen hat (Fotos: GermAmbTeheran/ Twitter)

Iran/Teheran – Der deutsche Botschafter in Teheran, Michael Klor-Berchtold, hat sich am Dienstag mit Amir-Abdollahian getroffen. Amir-Abdollahian ist Generalsekretär für die Unterstützung der palästinensischen Intifada, also den Terror-Kampf gegen Israel. Zudem verkündete der iranische Antisemit ein neues anti-israelisches Hass-Fest. Wo bleibt der Entrüstungsschrei ala „AfD-Politiker besuchen Syrien und treffen sich mit Großmufti“? Und: Worüber plauscht man mit Judenhassern, die Israel zerstören wollen?

Der deutsche Botschafter in Teheran, Michael Klor-Berchtold, hat sich am Dienstag mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Ali Larijani und dessen außenpolitischen Berater Hossein Amir-Abdollahian getroffen. Amir-Abdollahian hatte diese Woche das „Hourglass“-Festival angekündet. Das anti-israelische Hass-Festival befeuert in Form eines Wettbewerbs mit antisemitischer Kunst die Vernichtung Israels. Das Logo der Veranstaltung: eine Sanduhr, die den Zerfall eines Davidsterns in 25 Jahren abzählt. Der iranischen Parlamentspräsidenten Ali Larijani hatte mehrfach den Holocaust geleugnet.

Michael Klor-Berchtold twitterte jedoch gut gelaunt von seinem Treffen mit den Möchte-gern-Israelvernichtern und kommentiert das Stelldichein mit: „Gute Diskussion!“:

Wie die Bildzeitung berichtet, wurde das gesellige Beisammensein nicht etwa- wie die privat initiierte Reise der AfD-Abgeordneten nach Syrien – von der Bundesregierung durch Regierungssprecher Seibert scharf kritisiert. Auch hörte man von keiner der Systempolitiker die Worte „abstoßend“ oder „widerlich“. Es ist auch davon auszugehen, dass das muntere Treffen mit den Israelhassern kein Thema im Ältestenrat sein wird, der auf Betreiben der SPD nun angehalten werden sollen, die finanziellen Hintergründe der Syrienreise der AfD-Politiker zu prüfen“.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es laut der Bild zu dem Treffen lapidar: Die Bundesregierung verurteile die anti-israelische Veranstaltungen wie das sogenannte „Hourglass“-Festival „genauso wie Karikaturenwettbewerbe oder Aussagen, die den Holocaust leugnen, relativieren oder verharmlosen“. Die Bundesregierung protestiere „konsequent gegen anti-israelische oder antisemitische Rhetorik der iranischen Führung“. (SB)

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