Italiens erster schwarzer Senator ist von der Lega Nord

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Toni Iwobi - erster schwarzer Senator Italiens (Foto: screenshot Twitter)

Italien hat in Brescia den ersten schwarzen Senator seiner Geschichte gewählt – er ist Mitglied der Lega Nord. Toni Iwabo aus der Lombardei freute sich auf Facebook über seine Wahl: „Danke, danke, danke! Ich bin bereit, Freunde.“

von Marilla Slominski

„Nach 25 Jahren, in denen ich als Teil der großen Lega Familie gekämpft hab, beginne ich ein neues großes Abenteuer“, schrieb Iwoni, der bei der Lega Nord für Einwanderung und Sicherheit zuständig ist und seit fast vierzig Jahren in Italien lebt.

Der 62-Jährige stammt aus Nigeria und kam zum Studieren nach Italien. Er ist mit einer Italienerin verheiratet und leitet eine eigene IT-Firma.

Während des Wahlkampfes hatte er sich dafür eingesetzt, finanzielle Anreize für Herkunftsländer zu schaffen, damit diese ihre Bürger wieder aufnehmen und es abgelehnt, Migranten aufzunehmen, die von den NGO´s vom Mittelmeer an die italienischen Küsten transportiert werden. Außerdem sprach er sich für die Aufkündigung der Abkommen mit der EU aus, die von Italien verlangen, Einwanderer solange zu beherbergen, bis ihre Asylverfahren beendet sind und damit gedroht, Migranten die straffällig werden oder sich nicht an die Regeln in den Asylunterkünften halten, die finanzielle Unterstützung zu entziehen und deren Asylverfahren zu beenden. Er sprach sich dafür aus, Kindern von Einwanderung nur dann die italienische Staatsbürgerschaft zu verleihen, wenn diese einen Test zum Thema „Sprache, Kultur und Traditionen“ bestehen.

Er habe nichts gegen Einwanderer, die, wie er, legal nach Italein kommen und sich dort integrieren würden, betonte Toni Iwobi. Er habe aber ein Problem mit der illegalen Einwanderung, die er eine „heimliche Invasion“ nannte.

Er warb mit dem Slogan „Stoppt die Invasion“ für die Lega Nord. Seine Sorge gelte nicht nur den Italienern, sondern auch den Migranten, denen er lieber in ihren Heimatländern statt in Italien helfen wolle, berichtet The Local.

Er sei trotz seiner kritischen Haltung zu Nicht-Italienern und Muslimen kein Rassist: „Rassismus bedeutet, dass du davon überzeugt bist, besser als andere zu sein. In unserer Bewegung gibt es viele unterschiedliche Standpunkte, aber auch eine ganze Menge Respekt“, antwortete Iwoni auf die Vorwürfe.

Er hatte während des Wahlkampfes seinen Parteifreund Attilo Fontana verteidigt, der gesagt hatte, die Einwanderung bedrohe das „Überleben der weißen Rasse“.

„Wo ist das Problem?“, fragte Toni Iwoni. Fontana habe sich schließlich nur auf die italienische Kultur bezogen.

 

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