Spielplatz soll Asylanten weichen

(Symbolbild: Shutterstock.de/Durch Songdech Kothmongkol)
Spielplatz (Symbolbild: Shutterstock.de/Durch Songdech Kothmongkol)

Baden-Württemberg/Radolfzell – Die Stadtverwaltung von Mettnau, einer Halbinsel am Bodensee, muss 45 Asylanten im Rahmen einer Anschlussunterbringung irgendwie Wohnraum verschaffen. Dabei sind die Verantwortlichen auf die Idee verfallen, auf einen Spielplatz mobile Wohnhäuser aufzustellen. Die Anwohner sind entsetzt.

45 Asylanten – etwaiger Familiennachzug noch nicht einberechnet – finden auf dem freien Wohnungsmarkt in Mettnau keine Bleibe. Deshalb hat das Landratsamtes Konstanz die Stadt verpflichtet, Wohnraum für die Hereingeflüchteten zur Verfügung zu stellen. Die Verantwortlichen sind nun auf die Idee verfallen, einen angeblich schwach frequentierten Spielplatz aufzulösen und dort mobile Wohnhäuser aufzustellen.

Die direkten Nachbarn des Spielplatzes haben sich nun zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen und die Stadtverwaltung schriftlich um Stellungnahme gebeten, worauf diese Einschätzung des Betriebes auf dem Spielplatz fuße. Eine Antwort haben die Bürger bislang nicht erhalten. Der Behauptung, dass der Spielplatz kaum genutzt werde, wird zudem vehement widersprochen. Im Sommer sei hier viel los, es kommen Kita-Gruppen und auch Kindergeburtstage werden hier gefeiert, so ein Anwohner. Zudem sei es der einzige öffentliche Spielplatz auf der Mettnau.

Die Stadtverwaltung habe laut dem Südkurier bislang noch keine Stellungnahme abgegeben. Ebenfalls sollen, um den Verpflichtungen zum Anschlusswohnraum für Asylanten nachzukommen, andere städtische Grundstücke an Bauträger verkauft werden, damit diese Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge, für den Familiennachzug und den sozialen Allgemeinbedarf schaffen können. Laut Vorlage sollen dabei 30 bis 50 Prozent der Wohnungen für Geflüchtete bereitgestellt werden. (SB)

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.