Gigantischer Sex-Skandal bei Hilfsorganisationen

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Hilfsorganisationen haben einen Sex-Skandal (Foto:Durch Rawpixel.com/shutterstock)

In den vergangenen Jahren soll es mindestens 132 bestätigte Fälle von sexuellem Missbrauch, sexueller Belästigung oder Ausbeutung bei Hilfsorganisationen gegeben haben. Betroffen sein sollen Care International, UNICEF, Amnesty International, SOS Kinderdorf International, die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Save the Children und Ärzte ohne Grenzen, berichtet die Abendzeitung München.

„In Kriegs- und Krisengebieten sind Frauen und Mädchen die Verliererinnen – und um zu überleben, um das blanke Überleben zu gewährleisten, verkaufen sie alles, was sie haben, und das ist letztlich nur noch ihr Körper. Und leider ist es eben so, dass sich auch internationale Friedenshelfer zu Schulden kommen lassen, diese Notfallsituation auszunutzen“, erklärt die Menschenrechtsaktivistin Inge Bell.

Im Februar waren bereits Missbrauchsfälle bei Oxfam bekannt geworden. Oxfam-Mitarbeiter Partys mit Prostituierten gefeiert und Sex als Gegenleistung für Hilfe verlangt haben. Der Missbrauch soll 2010 in Haiti und 2006 im Tschad stattgefunden haben. Nach Bekanntwerden der Sex-Übergriffe war die britische Vizechefin von Oxfam, Penny Lawrence, zurückgetreten. Oxfam gab kurz darauf zu, einen Mitarbeiter, dem man wegen sexuellem Fehlverhalten in Haiti gekündigt hatte, später als Berater in Äthiopien eingestellt zu haben. (MS)

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