Ein historisch einzigartiges Experiment

Foto: Durch Tiplyashina Evgeniya/Shutterstock
Foto: Durch Tiplyashina Evgeniya/Shutterstock

Warum das Grundvertrauen in die etablierte Politik so zurückgegangen ist – Der Harvard-Politikwissenschaftler Mounk hat einen Grund genannt, der die Lehrerin Petra Paulsen zu einem Offenen Brief an Kanzlerin Merkel trieb – Ein Feldversuch, ohne das Volk gefragt  zu haben

Von Klaus Peter Krause

Offene Briefe werden üblicherweise vom Adressaten nicht beantwortet. Damit rechnet der Absender auch gar nicht. Solche Briefe werden wohl meist noch nicht einmal gelesen. Warum werden sie trotzdem geschrieben? Klar: Andere sollen sie lesen, möglichst alle  anderen. Und auch aus diesem Grund werden sie verfasst: Der Absender will sich etwas von der Seele schreiben, etwas, was ihn bewegt, ärgert, entsetzt, in Rage bringt, also etwas Anklagendes. Das sichert mehr Aufmerksamkeit. Und der Adressat sollte bekannt und prominent sein. Das sichert noch mehr Aufmerksamkeit. Offene Briefe darf man auch weiterreichen. Den Absender freut das. Aber nicht jeder offene Brief ist dafür geeignet. Manche aber doch. Zum Beispiel der folgende. Geschrieben hat ihn Petra Paulsen. Wer das ist?  Sie ist eine Lehrerin in Hamburg und schrieb an Kanzlerin Merkel. Der Betreff-Vermerk Ihres Briefes lautet: „Historisch einzigartiges Experiment“.

Die mono-ethnische, mono-kulturelle Demokratie in eine  multi-ethnische verwandeln

Auf den Brief aufmerksam machte mich jemand aus meinem Netzwerk. Zuerst veröffentlicht hat ihn wohl Jürgen Fritz (hier) auf seiner Blog-Seite (hier). Ich gebe den größten Teil des Briefes im Wortlaut wieder. Die Zwischenüberschriften stammen teils von der Autorin, teils von mir.  Petra Paulsen beruft sich auf Äußerungen des Politikwissenschaftlers  Yascha Mounk in den Tagesthemen vom 20. Februar 2018, als er dort interviewt wird. Mounk lehrt Politische Theorie in Harvard. Auf die Frage der Moderatorin Caren Miosga „Warum ist das Grundvertrauen in die etablierte Politik so zurückgegangen?“ nennt er drei Gründe. Der zweite davon ist nach Mounk dieser: „dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird. glaube ich, auch klappen, aber dabei kommt es natürlich auch zu vielen Verwerfungen.“

Ein Experiment mit lebenden Menschen

Zu dieser Äußerung schreibt Petra Paulsen: „Ich konnte meinen Ohren gar nicht trauen, was ich da gehört hatte und musste mir die Sendung unbedingt noch einmal ansehen. In der ARD-Mediathek erschien der Hinweis ‚Dieses Video kann leider nicht abgespielt werden. Wir bitten um Ihr Verständnis. (Quelle: Hier) Glücklicherweise bin ich aber auf YouTube fündig geworden und: Nein, ich hatte mich nicht verhört. Herr Mounk hat tatsächlich von einem historisch einzigartigen Experiment hinsichtlich der Migrationskrise gesprochen! (Quelle: Hier) Ein Experiment mit lebenden Menschen!“

Ebenso geäußert hatte sich Yascha Mounk schon 2015

„Von Frau Miosga im GEZ-zwangsfinanzierten System-TV kam keinerlei Nachfrage hinsichtlich dieser Aussage und auch in den Mainstream-Medien erfolgte nirgends ein Aufschrei der Empörung. Lediglich die Freien Medien schrieben darüber. Nun könnte man ja meinen, Herr Mounk, der an der Universität in Harvard Politische Theorie lehrt, hat sich in den Tagesthemen versprochen. Interessanterweise hat er in der Spiegel-Ausgabe 40/2015 vom 26.09.2015, also zu dem Zeitpunkt, als die vermeintliche Flüchtlingskrise so richtig an Fahrt aufnahm, Folgendes geäußert:

Mehr als ein kurzes, fremdenfreundliches Sommermärchen

‚Vor allem geht es um mehr als ein kurzes, fremdenfreundliches Sommermärchen. In Westeuropa läuft ein Experiment, das in der Geschichte der Migration einzigartig ist: Länder, die sich als monoethnische, monokulturelle und monoreligiöse Nationen definiert haben, müssen ihre Identität wandeln. Wir wissen nicht, ob es funktioniert, wir wissen nur, dass es funktionieren muss.’ (Quelle: Hier)“  

Ein Feldversuch, ohne das Volk gefragt zu haben

Petra Paulsen weiter: „Frau Merkel, Sie erinnern sich bestimmt noch an den kurzen Auftritt von Herrn Prof. Dr. Thomas Rödel bei der Einweihung des Fraunhofer Institutes in Halle im Januar 2016, als dieser ein Plakat mit der Aufschrift „Keine Experimente CDU“  hochhielt, Ihre Festrede unterbrach und aus dem Saal geführt wurde. (Quelle: Hier) Was aber passiert, wenn das Humanexperiment nicht klappt? Wurde der Souverän überhaupt zu einem solchen Feldversuch gefragt? Schon Nicolas Sarkozy hatte im Dezember 2008 im Palaiseau in Paris von dem Ziel der Vermischung der Rassen gesprochen (Quelle: Hier) und auch der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, sprach davon, das Verschwinden von monokulturellen Staaten und den Prozess der Umsetzung der multikulturellen Vielfalt in allen Staaten weltweit zu beschleunigen. (Quelle: Hier)“

Was aber ist das Endziel?

„Ihnen, der Europa-Preisträgerin der Coudenhove-Kalergi-Stiftung aus dem Jahre 2010 (Quelle: Hier), sagen die Mainstream-Medien nach, Sie würden die Dinge vom Ende her denken. Was aber ist das Ende, das Ziel? Die von den Herren Mounk, Sarkozy, Timmermans und Coudenhove-Kalergi angesprochene multiethnische Demokratie nebst Rassenvermischung mit einer eurasisch-negroiden Zukunftsrasse? (Quelle: Hier). Und was sollen die vielen Verwerfungen sein? Die Aushebelung der Rechtsordnung und der Strafverfolgung, gewalttätige Übergriffe seitens derjenigen, die hier schon länger leben, und seitens der Neubürger, sexuelle Übergriffe auf Frauen u.v.m.? In diesem Zusammenhang tut sich auch der US-Chef-Globalisierungsideologe Thomas P.M. Barnett besonders hervor, dessen Bücher „Der Weg in die Weltdiktatur“ und „Drehbuch für den 3. Weltkrieg“ seit 2016 in deutscher Sprache käuflich zu erwerben sind. Auf die unsägliche Rolle der NATO im Nahen und Mittleren Osten unter der Vorherrschaft der USA und die vielen Todesopfer hatte ich schon mit meinem offenen Brief – auch dieser wird übrigens wieder ein offener Brief – vom 23. Mai 2017 an Sie hingewiesen.“

Was für ein teuflisches Spiel wird hier gespielt?

„Was wird hier für ein mieses, was für ein teuflisches Spiel gespielt? Menschen werden mithilfe der NATO und deutschen Waffen aus ihren Heimatländern vertrieben, begeben sich auf den oft tödlichen Weg über das Mittelmeer, und die einheimischen Bevölkerungen sollen sich ehrenamtlich als Flüchtlingshelfer betätigen und sich hinsichtlich ihrer Identität wandeln. ‚Ich frage mich, wie lange wir das ohne große gesellschaftliche Verwerfungen durchhalten’, wird der Ex-BND-Chef August Hanning in der WELT vom 31.12.2017 zitiert. (Quelle: Hier) Tja, Frau Merkel, nicht nur Herr Hanning fragt sich das, sondern mittlerweile sehr viele Menschen.“

„Wissen Sie eigentlich, wie schlimm es sich anfühlt, wenn ein Oberstufenschüler nach einer ganz normalen Biostunde zu einem kommt und ihnen sagt, er befürchte, dass wir bald Bürgerkrieg in Deutschland haben werden? Können Sie sich vorstellen, wie sich in Deutschland geborene Schüler mit Migrationshintergrund fühlen, denen Biodeutsche auf der Straße zunehmend mit Ablehnung begegnen? Sind Sie in der Lage, sich in Menschen hinein zu versetzen, die jahrelang in Deutschland geduldet werden, jedoch aufgrund des Duldungsstatus ihre Zukunft nicht planen können? Meinen Sie, es ist toll, wenn eine muslimische Schülerin plötzlich zwangsverheiratet wird?“

Frau Merkel, nehmen Sie bürgerkriegsähnliche Zustände billigend in Kauf?

„Und die Sorgen einer Mutter können Sie wohl kaum nachvollziehen. Daher empfehle ich Ihnen als Lektüre den Spiegel-Bestseller Deutschland außer Rand und Band. Durch dieses Buch können Sie sich mal einen Überblick verschaffen, wie es um Deutschland tatsächlich bestellt ist. Unter anderen Umständen hätte ich Ihnen dieses Buch übersandt, doch ich gehe davon aus, dass Sie wahrscheinlich noch nicht einmal das Buch Scharia in Deutschland von Sabatina James, welches Ihnen von Vera Lengsfeld am 3. Oktober 2015 überreicht wurde, gelesen haben. (Quelle: Hier). Eine letzte Frage noch: Nehmen Sie nicht mit Ihrer Weiter-so-Politik bürgerkriegsähnliche Zustände, wie sie von dem früheren CIA-Chef Michael V. Hayden in der Washington Post vom 1. Mai 2008 für europäische Länder gezeichnet wurden, billigend in Kauf? (Quelle: Hier). Mit freundlichen Grüßen Petra Paulsen“

Wer Petra Paulsen ist

Petra Paulsen wurde 1966 in Hamburg geboren, ist verheiratet, dreifache Mutter und lebt in Schleswig-Holstein. Sie ist Lehrerin für Biologie und Chemie und arbeitet an einer weiterführenden Schule in Hamburg. Erste öffentliche Aufmerksamkeit bekam sie im August 2016, ebenfalls durch einen Brief an Bundeskanzlerin Merkel. Einem breiten Publikum bekannt wurde sie durch die Teilnahme an der ZDF- Sendung Wie geht‘s Deutschland? Im Mai 2017 hatte sie der Kanzlerin geschrieben „Ihre Migrationspolitik hat sich mehrfach als Trojanisches Pferd erwiesen“ (hier). Bei SchrangTV-Talk trug sie in einem Interview ihre Kritikpunkte vor und erreichte damit inzwischen über eine Millionen Zuschauer. Ende Januar erschien ihr Buch Deutschland außer Rand und Band: Zwischen Werteverfall, Political (In)Correctness und illegaler Migration, das schon jetzt zum Spiegel-Bestseller avancierte. Äußerungen von Frau Paulsen u.a.  über sich selbst finden Sie hier.

Reaktionen/Kommentare/Ergänzungen

zur Äußerung von Yascha Mounk:

  • Wir tauschen euch aus: hier
  • Versuchskaninchen Deutschland Was denken Deutsche? hier
  • Das geheime Experiment an den Deutschen:  hier
  • Der Bevölkerungsaustausch – Hintergründe: hier  Besonders informativ

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