Acht nördliche EU-Länder stellen sich gegen EU-Pläne von Macron

Frankreichs Präsident Emmanuel Micron (Foto: Durch photocosmos1/shutterstock)
Frankreichs Präsident Emmanuel Micron (Foto: Durch photocosmos1/shutterstock)

Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Lettland, Litauen, die Niederlande und Schweden stellen sich gegen die sogenannten „Reformpläne“ von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für die EU und die Eurozone.

Acht nördliche EU-Länder  haben sich gegen die „Reformpläne“ von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für die EU und die Eurozone gestellt. Nach dem EU-Ausstieg Großbritanniens sei die „Einheit“ der dann noch verbleibenden 27 Mitgliedstaaten eine „entscheidende Stärke“, die „geschützt“ werden müsse, schreiben die Finanzminister aus Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Lettland, Litauen, den Niederlanden und Schweden laut einer am Dienstag in Den Haag veröffentlichten Erklärung, so WeltOnline. Die Debatten über die Zukunft der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sollten daher von allen EU-Staaten gemeinsam geführt werden – auch von jenen Staaten, die nicht der Eurozone angehören.

Die acht Länder warnten in ihrer am Dienstag in Den Haag veröffentlichten Erklärung vor „weitreichenden Vorschlägen“ und fordern stattdessen Reformen zur Stärkung der wirtschaftlichen Stabilität. Der Anfang müsse aber auf nationaler Ebene gemacht werden. Bei einer Vertiefung der Zusammenarbeit sollten „weitreichende“ Kompetenzen nur an die EU übertragen werden, wenn dies einen wirklichen Nutzen bringe. Die acht Länder fordern etwa eine Vollendung der Bankenunion und den Ausbau des Euro-Rettungsfonds ESM zu einem Europäischen Währungsfonds.

Macron und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatten umfangreiche Pläne für eine Reform der EU und der Eurozone vorgelegt. Der französische Präsident fordert unter anderem einen gemeinsamen Haushalt für die Eurostaaten und einen europäischen Finanzminister. (SB)

 

 

 

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