Dushan Wegner: Angst ist ein guter Ratgeber

Wie man Kraft aus seinen Ängsten zieht. (Screenshot dushanwegner.com, Link im Text)

Wer keine Angst fühlt, ist krank, ihm fehlt ein natürlicher Schutzmechanismus. Das Merkels „Angst ist kein guter Ratgeber“-Spruch einfach Blödsinn war und ist, verwundert ja nicht weiter. Dushan Wegner in seinem Blog über die Bedeutung der Angst, welche gewünscht, welche unterdrückt wird und wie man die Energie seiner Ängste für sich nutzen kann. Ein paar Zitate aus dem gedanklich klaren und lesenwerten Text (Hervorhebungen: jouwatch):

Derzeit wird in Deutschland viel Aufwand getrieben, damit die Bürger mehr Angst vor dem Aussprechen „falscher Meinung“ und „rassistischer“ Fakten als vor dem Tod durch importierte Gewalt haben. Wer eine Angst entwickelt (oder auch nur deren oberflächliche Symptome zeigt), welche der Regierung in den Plan passt, der gilt als „Aktivist“, wird via Steuern gefördert und im Fernsehen beworben. Wer aber Angst vor konkreten Folgen des Regierungshandelns hat, der wird als psychisch krank („-phob“) diffamiert und als Unperson bekämpft. Wichtige und zutiefst menschliche Wörter wie „besorgt“ werden zu Schimpfwörtern umgedeutet. Sorge und Angst um sein Leben zu haben, gilt als Schwäche. (Siehe auch: „Suizidalismus – ein Name für diese Epoche“) Angela Merkel, geschützt von Mauern, gepanzerten Limousinen und Bodyguards, hat wiederholt die Parole ausgegeben, Angst „sei immer ein schlechter Ratgeber“. Stattdessen gelte es, „mal wieder in einen Gottesdienst zu gehen oder ein bisschen bibelfest zu sein“. Die Zitate sind aus DIE WELT vom September 2015. Später kamen Terror, Messergewalt und der Rat an Frauen, in Merkels schöner neuer Welt besser nicht allein joggen zu gehen.

 Wenn die Regierung will, dass wir alle angstfrei lächelnd und Herzchen schwenkend in die Gefahr marschieren, sollte sie vielleicht Crystal Meth (Auch eine deutsche Erfindung: Pervitin) für alle subventionieren, dann werden auch alle schön angstfrei. Zweiundachtzig Millionen chemisch eingestellte Psychopathen.“

Es ist okay, Angst zu haben. Angst schützt mich. Angst schützt die Kinder.

Ich habe Angst davor, was Angela Merkel und ihre Helfer in Regierung und Medien über Europa bringen. Ich habe Angst davor, was Antifa und Propaganda aus Deutschland machen. Ich habe Angst vor einer Welt, in welcher sich die Vernunft nicht mehr durchsetzen kann gegen von Medien aufgepeitschte Emotionen. Ich habe Angst davor, dass wieder einmal die Dummheit siegen könnte. Und diese Angst nutze ich als Antrieb, täglich dazuzulernen, täglich zu schreiben. (DlF)

Dushan Wegner (geb. 1974 in Tschechien, Magister der Philosophie) pendelt als Autor zwischen Berlin, Bayern und den Kanaren. In seinem Buch „Relevante Strukturen“ erklärt Wegner, wie er ethische Vorhersagen trifft und warum Glück immer Ordnung braucht. Sein erster Roman „Warteraum 254“ handelt (auch) von Ängsten, unter anderem der Angst zu versagen. Meiner Meinung nach ein Meisterwerk.

Ein Leserkommentar von Gier (s.unten) ergänzt Wegner vortrefflich. Er weißt darauf hin, dass ja nur die Ängste von Deutschen ein schlechter Ratgeber sind. Bei Syrern… sieht das ja ganz anders aus:

Nun ja, nicht jedem wird die Angst ausgeredet und damit Lebenskraft genommen.

Flüchtlinge“, die aus Syrien in die Türkei oder in den Libanon fliehen und dort in Sicherheit sind, billigt man doch zu, dass sie sich aus Angst vor der „Hölle des Bürgerkriegs“ (Merkel) durch die Bürgerkriegszonen Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn und dann auch noch durch den Kugelhagel der Österreicher bis nach Deutschland durchschlagen müssen, damit sie hier lebenslang ihre Angsttraumata auskurieren können. Denn sie haben ja – im Gegensatz zu den Deutschen, laut Boris Pistorius, Innenminister von Niedersachsen am 27.7.2016 – nun mal ein Supergrundrecht auf Sicherheit.

Da ist Angst ein selbstverständliches Motiv für Flucht und „ein ganz natürliches Gefühl, ja sogar ein Gefühl, dass uns Menschen das Überleben überhaupt ermöglicht. Wenn wir keine Angst hätten, könnten wir nicht überleben.“ – DDr. Gabriele Wörgötter, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, im ORF, ZIB2, 20.12.2016.

Die „großartige Antwort von Angela Merkel auf die Islam-Angst eines besorgten Bürgers“ (Huffington Post) hingegen, „Angst war noch nie ein guter Ratgeber, im persönlichen Leben nicht und ist es auch nicht im gesellschaftlichen Leben nicht. Kulturen und Gesellschaften, die von Angst geprägt sind, werden mit Sicherheit die Zukunft nicht meistern“ ist da nur für die Deutschen gedacht, damit diese weiterhin ihre Partei wählen, ein starkes Zeichen des Einverständnisses für Merkels offene Grenzen setzen – und ihre Zukunft mit der Sicherheit zwischen Betonblöcken, MG-Polizisten und Absperrgittern auch ordentlich meistern können.“

 

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