Die Retter der Tafelrunde

Foto: Collage
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Zivilgesellschaftliches Engagement ist der Kitt jeder Gesellschaft. Und der Grad der freiwilligen Hilfsbereitschaft ist ein Seismograph der gesellschaftlichen Realität der Bürgerlichen Mitte. Dies hat weniger mit verklärtem Mäzenatentum, als mit beherzter Empathie für die Bedürfnisse der Menschen zu tun, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, sich aber im Alter mit wirtschaftlichen Engpässen konfrontiert sehen.

Von HOLGER JOHANNES TENSCHERT 

„Essen“ ist so ein Grundbedürfnis. Seit kurzer Zeit steht „Essen“ aber auch symptomatisch für den sich anbahnenden Verteilungskampf zwischen den Kulturen in Deutschland – insbesondere auch für die in den „Tagesthemen“ von dem Würzburger Harvard-Dozenten Yascha Mounk angeführten Verwerfungen im Zuge des glorreich gepriesenen „Historisch einmaligen Experiments“ auf deutschem Boden. Die unzähligen freiwilligen Mitarbeiter um den Essener-Tafel-Organisator Jörg Sartor, die selbstlos Woche für Woche 6.000 Bedürftige, darunter 4.500 Migranten, mit kostenfreien „Lebens-Mittel“ versorgten, sahen sich zunehmend diesen Verwerfungen ausgesetzt. Immer mehr Anfeindungen, Anzeigen, Aggressionen und Attacken gegen sie und die angestammten Tafel-Nutzer durch Schein-Hilfsbedürftige.

Die Schlacht am Kalten Buffet – eiskalt abgekanzelt durch eine Kaltmamsell im Kanzleramt !

Die engagierten Helfer konnten zusehends erleben, wie ihre Hilfsbereitschaft immer mehr von „geschenkten Menschen, die sich in unserem Sozialsystem pudelwohl fühlen“, evident missbraucht wurde. Wie ältere Damen nicht gerade gentlemanlike weggebeutelt wurden, wie Scheindürftige mit Taxis vorgefahren wurden, um Beute zu machen, um dann missliebige abgelaufene oder „unreine“ Ware beutelweise wieder in die Mülltonnen vor der Türe zu kippen – während Millionen Euro „Asylbewerberleistungen“ per Western Union in alle Welt transferiert werden. Nach diesem Fanal der Undankbarkeit schlugen die Essener Alarm: Ab jetzt nur noch Essen in Essen für Neukunden mit „deutschem Pass“.

Ess-Störung in Essen – Wir schaffen das. Nicht.

Bei diesem kultur-unsensiblen „Buzz Word“ leuchteten im Nu nicht ganz überraschend alle Roten Lampen der dunkelroten Empörungsindustrie auf. Sartor, der Warmherzige wurde unbarmherzig vom konzertierten Chor der deutschen Gesinnungsmaschinerie medial gesteinigt. „Deutsche“ ist nicht nur in Essen mittlerweile ein schwer verdauliches Unwort im Zuge der Diktatur der Zwangstoleranz. Der übliche Shithole-Sturm der „grokotzigen“ Empörungsbeauftragten prasselte auf die Essener Tafelrunde hernieder. Sogar die kalte Kanzlerin kanzelte Tafelchef Sartor, der seit 20 Jahren SPD-Mitglied war, ab und kaprizierte sich zu einem gewohnt grenz-debilen „Das ist nicht gut“.

„Fuck Nazis“ – Der Linksstaat schlägt zurück

„Jeder gibt, was er kann“, war der von linken Chaoten überschmierte Leitspruch der Essener Tafel – und jeder gab, was er eben konnte: Nach den heute handelsüblichen Morddrohungen, steuerfinanzierten Farbanschlägen der so genannten AntiFa und der Klage einer AKP-nahen getürkten Kleinpartei gegen die Helfer, bekannte Jörg Sartor Farbe: „Wir haben das doch nicht aus Rassismus gemacht“. Undank ist der Lohn der Welt – aber der getadelte Ritter ohne Furcht lässt sich „nicht in die Pfanne hauen“ und will trotzdem weitermachen. Denn alleine in Essen warten über 100.000 Hatz-IV-Empfänger auf selbiges. Nicht nur der hilfsbereite Jörg Sartor steht nun zwischen allen Stühlen und kämpft an allen Fronten: viele ideologische Köche verderben die Suppe und das Küchenmädchen.

„Tabula Rasa“ – alleingelassen gegen Merkel, Medien und Migranten

„Essen“ ist zur Parabel geworden, zu einer Metapher einer angebrannten, bereits toxischen Willkommens- und Sozialpolitik mit – nicht gerade unvorhersehbaren – Verteilungskonflikten zwischen Alt- und Neubürgern gerade in prekären Milieus. Deutschlandweit sehen sich immer mehr komplett überlastete Hilfsbereite, wie exemplarisch in Marl oder in Wattenscheid, mit gleich gelagerten Angriffen und Problemen konfrontiert. Mit „Flüchtlings- und Zuwandererquoten“ bis zu 80 Prozent der kostenfrei zu Versorgenden. Wer schützt die tatsächlich Schutzbedürftigen vor den „Schutzsuchenden“ ?

Zerrspiegel der Mikado-Politik – Unterlassen ohne Unterlass

Was der Tafelstreit aber auch über die derzeitigen Polit-Verantwortlichen verrät: „Essen“ ist für die Systemparteien ein doppeltes Menetekel – denn gerade der ehemalige Bergarbeiter und nun „Social Entrepreneur“ Jörg Sartor hält der Zweckallianz aus unverschämten Einheitskommissaren von Linkspolitikern, Medien und Migrationsindustrie unfreiwillig den Zerrspiegel vor: Hier handeln engagierte Bürger, anstatt nur zu fordern – sie durchbrechen sogar den sozialistischen Umverteilungsauftrag des Staates und kratzen sprichwörtlich am Tafelsilber. Die Sozial-Unternehmer handeln, anstatt zu Unterlassen. Im Zuge der Mikado-Politik des Abwartens und Nicht-Handelns der Altparteien ein gefährlich entlarvender Fauxpas ! Und die Quittung kam sofort vielfach retour – in allen Facetten der gesättigten Allianz der roten Hasser und Unterlasser. In der Zersetzungs-Hetze war plötzlich unternehmerische Agitation geboten und diese erreichte eine verachtenswerte „neue Qualität“. Die Quintessenz im GroKo-Frühling 2018: Wer handelt, bekommt „in die Fresse“.

NoGo-NGO’s und „Parasitärische“ Wohlfahrtsverbände

Die in Deutschland bislang „historisch einmaligen“ Geschehnisse von Essen – mit bitterem Beigeschmack – muss die Alternative für Deutschland als veritablen Weckruf aufgreifen. Sozialer Unternehmergeist und freiwilliges Engagement aus der Mitte des Bürgertums müssen gegen Ideologien jedweder Art geschützt werden. Bereits jetzt zögern viele hilfsbereite Deutsche aus Verunsicherung vor politisch-korrektiven Anfeindungen, sich weiters in die Gesellschaft einzubringen – und „das ist wirklich nicht gut“. Ideologisch gesteuerte NGO’s, staatssubventionierte „Stiftungen“, parasitäre Wohlfahrtsverbände und kirchliche Organisationen sind bereits zu submissiven Erfüllungsgehilfen der milliardenschweren Asylindustrie geworden, nicht ohne Eigennutz: Tafelsilber vor Tafelspeisung, Selbstszweck vor Stiftungszweck. Der Scheck heiligt die Mittel – und der Zweck geht stiften.

Petr Bystron, MdB: „Die AfD muss Schutzschild für neues Bürgerliches Engagement werden“

Bei vielen Hilfsbereiten aus der bürgerlichen Mitte hat diese damokletische Unterwanderung in nahezu allen philanthropischen Bereichen erhebliche Reaktanz und „Befremdung“ ausgelöst. Viele vormals Engagierte ziehen sich zurück und räumen das Feld. Dazu Petr Bystron, AfD-MdB:

„Wir müssen als parlamentarische Partei das Schutzschild für all die Menschen sein, die sich aus gutem Willen engagieren. Dies gilt auch für viele weitere vorbildliche Bereiche ehrenamtlicher Tätigkeit. Die AfD sollte diese vielfältigen Initiativen für gegenseitige Hilfsbereitschaft schützen, unterstützen und beleben. Sie kann so zum ‚Anstifter‘ und Impulsgeber für neues beherztes Sozialengagement der Menschen in unserem Land werden. Mit gehörigem Druck auf die Systemparteien und Systemverbände müssen viele Rahmenbedingungen verbessert und ideologisch korrigiert werden. Die AfD muss sich vor allem schützend vor Angriffe von volkspädagogischen Zuchtmeistern gegen das engagierte Bürgertum stellen. Das sehe ich als unseren politischen Auftrag und dafür werde ich auch kämpfen“.

Selbstloses Dienen: Weil einfach einfach einfach ist

Heraus aus der rot-grün-verseuchten „Spesenritter-Philantropie“ – hinaus auf die Straße. Denn dort warten Menschen mit viel Phantasie, hochgekrempelten Ärmeln und der unbeschreiblichen Lust, einfach zu helfen. Jörg Sartor ist einer von ihnen.

Er sollte nicht der letzte Ritter der Tafelrunde sein.

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