AfD-Syrienreise: Großmufti fordert Syrer zur Heimkehr auf

Bild: Dr. Blex
Dr. Christian Blex beim Treffen mit dem Großmufti von Syrien (Bild: Dr. Blex)

Unter der Leitung von Dr. Christian Blex, MdL NRW, befinden sich seit Montag sechs Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Landtages NRW in Syrien. Am Montag trafen die AfD-Politiker im Rahmen ihrer privat organisierten Reise den Großmufti der Syrisch Arabischen Republik. Dieser ruft alle syrischen Flüchtlinge auf, in ihre Heimat zurückzukehren und das würde er auch in Berlin so sagen, so der Mufti.

Blex beschreibt auf seiner Facebookpräsenz das Treffen mit dem Großmufti der Syrisch Arabischen Republik, Ahmad Badr Al-Din Hassoum, als Höhepunkt des ersten Tages der privat angetretenen Syrienreise (Jouwatch berichtete). Der Mufti habe wiederholt die Notwendigkeit einer strikten Trennung zwischen Staat und den Religionen erwähnt, um ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen zu gewährleisten. Der islamische Glaubensmann, der als relativ moderat eingestuft wird, bedauerte, dass Erdogan, den er schon aus dem Studium kenne, diesen Weg mittlerweile verlassen habe.

„Frau Merkel, laden Sie ihn doch mal zu sich ein!“

Zudem zeigte sich Al-Din Hassoum überzeugt davon, dass 70 Prozent der syrischen Immigranten wieder nach Syrien zurückkehren werden und ruft alle syrischen „Flüchtlinge“ auf, in ihre Heimat zurückzukehren. Gerne möchte er auch in Berlin öffentlich zur Rückkehr aufrufen.

Blex dazu auf Facebook in Richtung der Bundeskanzlerin: „Frau Merkel, laden Sie ihn doch mal zu sich ein!“


Großmufti drohte 2011 Europa mit Anschlägen

WeltOnline (WO) berichtet ebenfalls über das Treffen und bemerkt hierzu, dass dem AfD-Politiker wohl nicht klar sei, wem er da die Hand schüttle. Der muslimische Würdenträger Hassoun hatte in einer Ansprache im syrischen Fernsehen im Oktober 2011 mit Terroranschlägen in Europa und den Vereinigten Staaten gedroht, falls es Angriffe auf Syrien gebe.

„Wenn die erste Bombe auf Syrien fällt, sind alle Söhne und Töchter Syriens und des Libanon bereit, Selbstmordattentäter auf dem Boden Europas oder Palästinas werden“, sagte der Prediger damals. „Ich sage zu allen in Europa und Amerika: Wir werden Selbstmordattentäter einsetzen, die bereits in euren Ländern sind!“ Damit bezog er sich vermutlich nicht auf muslimisch motivierte Attacken, sondern auf Racheakte gegen eine eventuelle Einmischung westlicher Länder in die Auseinandersetzungen in Syrien, so die WO-Mutmaßung.

Erregte Araber im Kommentarbereich

Blex und die AfD-Abgeordneten Thomas Röckemann, Udo Hemmelgarn, Harald Weyel, Jürgen Pohl, Frank Paarmann und Steffen Christ wollen sich vor Ort ein Bild verschaffen. Dies sei nötig, weil die „mediale Berichterstattung in Deutschland keine vertrauenswürdige Möglichkeit zur Einschätzung der tatsächlichen Situation in Syrien“ darstelle, so die Position.

Auf Facebook erhalten die AfD-Politiker neben Anerkennung auch wütende Kommentare. Insbesondere Kommentatoren mit arabisch klingenen Namen üben heftig Kritik bis hin zu handfesten Beleidigungen.

 (Bild: Screenshot)
Facebook Kommentare auf dem öffentlichen Profil von Christian Blex (Bild: Screenshot)

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