Wer sind eigentlich die echten Nazis?

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Die ewige Schuld (Foto: Collage)

Auszug aus dem Buch »Böse Gutmenschen« von Bernd Höcker

Politiker der Altparteien lassen kaum eine Gelegenheit aus, AfD- oder PEGIDA-Anhänger mit Nazis gleichzusetzen. Dabei würde es bereits helfen, wenn diese Leute Ihre alten Geschichtsbücher aus dem Keller holten, um noch einmal nachzulesen, wer die Nazis waren, mit welch perfiden Mitteln sie ihre Politik durchsetzten und was sie Menschen angetan haben. Der bei den Blockparteien beliebte Spruch »Jetzt haben wir Nazis im Bundestag!«, stellt die Wahrheit bekanntlich komplett auf den Kopf. – Es sei denn, sie meinen damit nicht die AfD, sondern sich selber…!

Nun ist es einem klugen Mann (dem ich es zuvor gar nicht zugetraut hätte), gelungen, die Wahrheit wieder vom Kopf zurück auf die Füße zu stellen: dem Modezaren Karl Lagerfeld! Und zwar mit gerade einmal zwei Sätzen:

»Die Deutschen haben Millionen von Juden umgebracht, und da schämen wir uns doch heute noch für. Und jetzt lässt Angela Merkel eine Million ihrer Erzfeinde ins Land.«

Die Wahrheit ist eben ein scharfes Schwert; sie braucht keine langen Reden, nur einen mutigen, klaren Menschen, der angstfrei zwei kurze wahre Sätze sagt!

Wer sind nun diejenigen im neuen Merkel-Deutschland, die sich genauso wie die Nazis im Dritten Reich verhalten? Die ausgrenzen, lügen und millitante Schlägertrupps gegen Andersdenkende aufmarschieren lassen?

Sind es wirklich die Leute von der AfD oder PEGIDA, oder ist es vielleicht doch eine teuflische Koalition aus korrupten Politikern und verlogenen Medienleuten, die eine perfide Zersetzungskampagne gegen engagierte Demokraten betreiben, um die Merkelsche Islamisierungspolitik abzusichern und jede Opposition zu unterbinden?

Dazu ein Kapitel aus dem oben genannten Buch:

Die fragwürdigen Methoden der Gutmenschen

Oftmals erscheint es mir so, als ob die Gutmenschen ihr Verhalten direkt von den (echten!) Nazis abgeschaut haben. Ich will Ihnen dazu vier Beispiele nennen.

Erstes Beispiel. Menschen zu Unpersonen erklären: Ich war jahrelang Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), weil ich finde, dass Israel in der Welt ungerecht behandelt wird, und ich das Land durch meine Mitgliedschaft moralisch unterstützen wollte. Dies tue ich im übrigen auch durch eine meiner Webseiten, da die meisten Menschen außerhalb Israels die tatsächlichen Fakten nicht kennen.

Nun bekam die DIG-Hamburg aber einen neuen Vorsitzenden, der wohl seine Hauptaufgabe darin sah – völlig vorbei am eigentlichen Anliegen des Vereins – Hetze gegen Anhänger von PEGIDA zu machen und diese in der Vereinszeitung sowie im Internet zu veröffentlichen. Hier der entsprechende Auszug aus den sog. Frankfurter Forderungen vom November 2015:

»Die Deutsch-Israelischen Gesellschaft fordert eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber extremistischen Schulterschlüssen

 Verstärkt beobachten wir in den letzten Monaten Bestrebungen rechtsextremer Kräfte – etwa von Mitgliedern und Sympathisanten der Pegida oder ähnliche Formationen zum vermeintlichen Schulterschluss mit Israelis, Israelfreunden oder Repräsentanten jüdischer Gemeinden – nicht nur in Deutschland. Dieser Schulterschluss wird angestrebt mit dem Ziel einer gemeinsamen ›Front‹ gegen Muslime in Deutschland. Die DIG warnt vor solchen Allianzen und steht für eine Verständigung zwischen allen Menschen, auch in Deutschland. Die DIG fordert alle demokratischen Kräfte unserer Gesellschaft auf, sich aktiv von diesen Gruppierungen abzugrenzen.«

Menschen, die mit der angeblich »rechtsextremen« PEGIDA sympathisieren (es gibt bei dieser Bewegung keine »Mitglieder«, wie hier fälschlicher Weise behauptet wird, außerdem wurde sie vom Verfassungsschutz ausdrücklich als nicht rechtsextrem kategorisiert), werden praktisch zu Unpersonen erklärt, denen die Gutmenschen alles Schlechte dieser Welt andichten können, und mit denen man nichts zu tun haben darf. Nach dem Motto: Selbst wenn sie für Israel sind und Freundschaften mit Juden pflegen, haben sie doch nur irgendwelche fiesen Absichten im Hinterkopf. Ich weiß nicht, ob Blockwarte dieses Kontaktverbot überwachen – jedenfalls bin ich nach einer kurzen Gegenrede auf der Hauptversammlung der DIG (bei der ich ständig vom Vorstand unterbrochen wurde), am nächsten Tag aus dem Verein ausgetreten.

Zweites Beispiel. Zutritt zum Restaurant für AfD-Sympathisanten verboten: Unter der Überschrift »Berliner Nobel-Restaurant verbietet AfD-Anhängern den Zutritt« vom 26.11.2016, beschreibt Focus online den Beginn einer neuen Epoche, die man so nennen könnte: »Verkauft nichts an Rechte«:

Der Wirt eines Sterne-Restaurants in Berlin-Kreuzberg hat so seine ganz eigenen Vorstellungen von Toleranz und »…einer Verständigung zwischen allen Menschen« (DIG-Zitat aus dem ersten Beispiel). Er möchte Andersdenkenden kein Essen mehr verkaufen.

»Seine Eigenwilligkeit beweist er auch, indem er schon am Eingang klarmacht, was er in seinem Restaurant überhaupt nicht haben will. Nämlich: Handys, Kameras und Waffen. Seit einigen Tagen hängt ein neues Verbots-Schild vor dem Restaurant. Es verbietet AfD-Anhängern den Zutritt.«

Ob er solche Ausgrenzungen direkt von den Nazis abgeschaut hat, oder ob er selbst auf diese pfiffige Geschäftsidee gekommen ist, Intoleranz als Marketing-Instrument zur Anlockung von Gutmenschen einzusetzen, weiß ich nicht. Sorge macht mir aber die Vorstellung, dass andere Lebensmittel-Händler, wie etwa REWE, Aldi oder Lidl irgendwann auch nur noch an Menschen ihre Waren verkaufen könnten, die vorher ihre politisch korrekten Ansichten unter Beweis gestellt haben.

Er selbst begründet sein quasi Hausverbot jedenfalls so: »Damit vergraule er genau die Leute, mit denen ich mich nicht an einen Tisch setzen will.«

Drittes Beispiel. Mit SA-Methoden demokratische Versammlungen verhindern: Eigentlich mag ich das folgende Beispiel gar nicht bringen, weil es den Eindruck erwecken könnte, dies wäre ja doch nur ein »Einzelfall«. Es gibt aber unendlich viele solcher Fälle, wo etwa die AfD oder PEGIDA eine friedliche Veranstaltung planen, diese aber mit brutaler körperlicher Gewalt von Gutmenschen verhindert wird.

»AfD-Parteitag im Maritim Hotel – der ganze Bau wird brennen«, titelte WELT online am 10.02.2017.

Wie schon bei zahlreichen PEGIDA- oder AfD-Versammlungen, oder bei Demonstrationen gegen Abtreibung, kommt es immer wieder zu massiven Störungen durch Menschen, die von sich glauben, die einzig zulässige Moral zu besitzen. Diese Störungen beschränken sich nicht mehr nur auf Trillerpfeifen-Musik oder Sprechchöre, sondern eskalieren in erschreckendem Maße in Gewaltorgien, ohne dass die Staatsmacht ausreichende Gegenmaßnahmen ergreift.

Im vorliegenden Fall besteht die Absicht der AfD, eine Konferenz im Kölner Maritim Hotel zu veranstalten. Dies versuchen nun eifrige Gutmenschen mit Mitteln zu verhindern, die lupenrein aus dem strategisch-taktischen Grusel-Repertoire der SA stammen könnten.

»Den Vertrag mit der AfD hatte das Hotel im vergangenen Sommer abgeschlossen. Zur Belastung wird das nun auch für die Beschäftigten, denn wie am Freitag bekannt wurde, sehen diese sich nun sogar mit Todesdrohungen konfrontiert. Den Mitarbeitern am Empfang sei gesagt worden, sie sollten auf keinen Fall am 22. und 23. April in dem Hotel arbeiten, weil der ganze Bau brennen wird.«

Wer gegen diese Nazi-Methoden aufbegehrt, wird selbst zur Zielscheibe.

Viertes Beispiel: Zur Denunziation von Kollegen aufrufen:

 Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte eine »tolle« Idee, wie Gutmenschen ihre »rechten« Kollegen zuerst ermitteln, dann ausspionieren und schließlich melden sollen. Dafür haben die fleißigen Blockwarte der Gewerkschaft eine »Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung« erstellt und im Internet gepostet. Zwar hat ver.di diese Hetzschrift mittlerweile von ihrer Internetseite entfernt, aber eine Version zum Herunterladen gibt es noch.

So wird etwa beschrieben, wodurch und woran man Mitarbeiter mit rechtspopulistischen Einstellungen erkennen kann. Zum Beispiel durch das Lesen von deren Facebook-Einträgen und Inspizieren der Freunde-Liste. Gucken, welche Medien ein Kollege liest, und natürlich Agitation für die AfD oder Ähnliches. Was soll dann geschehen, wenn eine Person entlarvt ist? Dazu steht in der Broschüre:

»Isolierung der Person/en im Betrieb, Ausschluss von gewerkschaftlicher Kommunikation«, oder auch »Ansprache des Arbeitgebers: Viele Arbeitgeber wollen keine Konflikte wegen rechtspopulistischen Engagements und sind bereit zu helfen.« Ich frage mich, was mit »helfen« gemeint sein kann. Etwa die Entlassung des denunzierten Mitarbeiters?

Auch wenn ver.di das Pamphlet gelöscht hat – ob nun wegen besserer Einsicht oder wegen eines Shitstorms – wir müssen uns für die Zukunft auf noch düstere Zeiten einstellen.

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