Irland: 300-Seelen Dorf bekommt 115 Neubürger geschenkt

Foto:Durch Attila JANDI/shutterstock
Lisdoonvarna - winziges Dorf in Irland (Foto:Durch Attila JANDI/shutterstock)

In Irland stoßen Regierungspläne im kleinen 300-Seelendorf Lisdoonvarna 115 sogenannte Flüchtlinge anzusiedeln auf massiven Widerstand bei der Bevölkerung (jouwatch berichtete). Nutzen wird es ihnen nicht viel – die Antwort der Regierung lautet: „Die Pläne können nicht lönger verzögert werden.“

In einer geheimen Abstimmung sprachen sich von mehr als 200 befragten Einwohnern des irischen Ortes 93 Prozent dagegen aus, in dem von ihrer Regierung angemieteten Hotel King Thomond 115 Neubürger einzuquartieren. Nur 15 fanden die Pläne gut, berichtet die Irish Times. 

Hotelbesitzer Marcus White, dessen Hotel die Regierung für ein Jahr angemietet hat, hatte vor der Abstimmung betont, er werde die Entscheidung berücksichtigen. „Wenn die Dorfbewohner meinen, 115 sind zu viel, werden ich nichts gegen ihren Willen tun“, erklärte White.

Die Einwohner sind besonders empört darüber, dass sie vorher in die Pläne nicht eingeweiht worden sind. Es gehe nicht um allein um die Asylsuchenden, sondern um die Art und Weise, wie die über ihre Köpfe hinweg gehandelt worden sei.

Trotz des klaren Votums seitens der Bürger werden in den nächsten Tagen die ersten Asylbewerber eintreffen, man könne das nicht weiter aufschieben, heißt es von Regierungsseite.

In dem kleinen Ort findet jedes Jahr das bekannte Matchmaking-Festival statt, bei dem sich junge Menschen kennenlernen. Es gilt als eines der größten Single -Events Europas. (MS)

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...