Gute Nacht, Andrea

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Es wird einsam um Andrea Nahles. Foto: Imago

SPD-Mitgliedervotum

Nahles schläft „von Nacht zu Nacht schlechter“

 Am Freitag schwanken die Genossen zwischen Galgenhumor und Schweigsamkeit. Nichts ist mehr zu tun. Die einen sind durchs Land gezogen und haben fürs Regieren geworben, andere haben dagegen Stimmung gemacht. Jetzt muss gewartet werden bis Sonntag. Um neun Uhr will die SPD das Ergebnis bekannt geben. Wenn die Glocken läuten, soll die Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus beginnen. Und bis dahin? Man lenkt sich ab mit allerlei Betrachtungen.

 Von Thomas Schlawig

 Die Schlaflosigkeit von Nahles ist nachzuvollziehen und wäre ich in dieser Situation, würde es mir vermutlich ähnlich ergehen. Aber ich bin nicht in dieser Situation und somit kann es mir nicht ähnlich ergehen. Schauen wir dazu auf die Vita dieser „höchstwichtigen“ Person Nahles.

Wikipedia schreibt dazu folgendes:

 Andrea Maria Nahles (* 20. Juni 1970 in Mendig) ist eine deutsche Politikerin der SPD. Seit dem 27. September 2017 ist sie Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Zuvor war sie von 2009 bis 2013 SPD-Generalsekretärin und von 2013 bis 2017 Bundesministerin für Arbeit und Soziales im Kabinett Merkel III.

[…]  Nahles studierte 20 Semester neuere und ältere Germanistik sowie Politikwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Ihre Magisterarbeit aus dem Jahr 1999 mit dem Titel Funktion von Katastrophen im Serien-Liebesroman reichte sie bei Jürgen Fohrmann ein.

[…]Andrea Nahles trat als 18-jährige Gymnasiastin in die SPD ein und war 1989 in Weiler Mitbegründerin eines Ortsvereins der SPD. Nahles ist seit 1997 Mitglied im SPD-Parteivorstand und gehört seit 2003 dem SPD-Präsidium an. Sie leitete die Projektgruppe Bürgerversicherung des SPD-Parteivorstandes. Seit 2000 war sie Gründungsvorsitzende des Forums Demokratische Linke 21, das als ein Zusammenschluss von SPD-Linken an die Stelle des Frankfurter Kreises getreten ist. Den Vorsitz übergab sie am 15. Februar 2008 an Björn Böhning. Im Jahr 2014 trat Nahles wegen der Kritik an den Ausnahmeregelungen des Mindestlohns aus dem Forum Demokratische Linke 21 aus. Von 2002 bis 2003 war sie im IG-Metall-Verbindungsbüro Berlin beschäftigt. Bei den Diskussionen zur Agenda 2010 wurde sie zu den führenden parteiinternen Kritikern dieser Politik von Gerhard Schröder gezählt.

Ihr Lebenslauf macht sich somit an zwei Stationen fest – 1970 geboren und seit 1989 „Politiker“. Dazwischen hat sie es immerhin auf 20 Semester eines äußerst wichtigen Studiums gebracht. Begriffe wie Germanistik und Politikwissenschaften zählen Dank solcher Versager heute ebenso zu Schimpfwörtern, wie der Begriff Betriebswirt. Die Absolventen dieser Studiengänge sind nicht wirklich ernst zu nehmen und beide haben eines gemeinsam und ähneln sich auf besondere Art und Weise. Beide ruinieren durch ihr Treiben Land und Wirtschaft. Die einen als „Politiker“ in Kommunen, Landesparlamenten und Bundestag, die anderen als „Führungskräfte“ in Wirtschaft und Unternehmen, in denen sie als Rotstiftakrobaten ihr Unwesen treiben und vielfach immensen Schaden anrichten. Ich selbst durfte einige Jahre unter einem so genannten „Diplom-Betriebswirt“ arbeiten, der die Weisheit mit Löffel gefressen, aber von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte.

Weiter mit der schlaflosen Nahles. Sie bringt es also im wahren Leben auf eine Laufbahn von sage und schreibe NULL Berufsjahren. Folglich ist ihre Sorge in der Tat berechtigt. Wie sagte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Heide Simonis nach seiner Abwahl vor einigen Jahren: „Und was wird nun aus mir“?

Irgendwie erinnert mich diese nutzlose Nahles an Wilhelm Busch´s  Helden Max und Moritz, wobei ich nicht sicher bin, wen sie besser verkörpert. Schauen wir mal, was Busch über beide zu sagen hatte:

Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen;                                                                                                                                         

Die, anstatt durch weise Lehren
Sich zum Guten zu bekehren,
Oftmals noch darüber lachten
Und sich heimlich lustig machten.                                                                                                                                       

Ja, zur Übeltätigkeit,
Ja, dazu ist man bereit!
Menschen necken, Tiere quälen,
Äpfel, Birnen, Zwetschgen stehlen,

Das ist freilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Als in Kirche oder Schule
Festzusitzen auf dem Stuhle.

Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich auf das Ende sehe!!

 

Ach, das war ein schlimmes Ding,
Wie es Max und Moritz ging!
Drum ist hier, was sie getrieben,
Abgemalt und aufgeschrieben.

Irgendwie können die Untaten der beiden auch auf die nutzlose Nahles zutreffen und vielleicht geht ihr ja der Zweizeiler  Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!! durch den Kopf und sie greift in höchster Not zur Flasche und es ergeht ihr wie der Frommen Helene, über die zu berichten ist:

Es ist ein Brauch von alters her. Wer Sorgen hat, hat auch Likör!  Helene versucht in dieser Geschichte vom Likör loszukommen, schafft es aber nicht und somit ergreift sie eines Nächtens wieder einmal die Flasche, worüber es heißt:                                                                                                                                                                 Gefährlich ist des Freundes Nähe. O Lene, Lene! Wehe, wehe!“

 O sieh! – Im sel’gen Nachtgewande erscheint die jüngst verstorb’ne Tante.

Mit geisterhaftem Schmerzgetöne – »Helene!« – ruft sie – »Oh, Helene!!!«

Umsonst! – Es fällt die Lampe um, gefüllt mit dem Petroleum.

Und hilflos und mit Angstgewimmer verkohlt dies fromme Frauenzimmer.

Hier sieht man ihre Trümmer rauchen, der Rest ist nicht mehr zu gebrauchen.

Morgen, mit Glockenschlag 09.00 Uhr soll das Ergebnis der Mitgliederbefragung dem Wahlvolk verkündet werden und vielleicht sieht man auch hier die Trümmer rauchen und der Rest ist nicht mehr zu gebrauchen. Aber egal wie es kommt  – ob Groko oder nicht – Deutschland wird so oder so zu leiden haben. Zu groß ist der angerichtete Schaden, als das sich dieser in ein paar Jahren reparieren ließe. Zu bequem haben es sich die Verantwortlichen in ihren Sesseln und Positionen eingerichtet, als das sie diese kampflos aufgeben würden; aus Existenzangst und Angst vor strafrechtlicher Verfolgung aufgrund permanenter Gesetzesbrüche. Deshalb sollte  man nicht aus den Augen verlieren, was Stalin einst sagte:

„Es ist nicht wichtig, wie man abstimmt, sondern wie man auszählt“ 

 

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