ARD & ZDF: Ab morgen kriegen sie in die Fresse

Bezahlen Schweigegeld statt Gehalt: ARD und ZDF (Foto: Collage)

Also schreibt die „Welt„: „Prominente deutsche Journalisten sehen die Meinungsfreiheit in Österreich bedroht. In einem offenen Brief fordern sie Kanzler Sebastian Kurz auf einzuschreiten. Er solle seinen Vizekanzler im Umgang mit dem ORF bändigen.“ Auch Claus Kleber und Anne Will haben den offenen Brief an Kurz unterzeichnet. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Seit Andrea Nahles nach der Bundestagswahl letztes Jahr verkündete, die CDU bekomme „ab morgen in die Fresse“, darf man das schreiben. Meines Wissens hat noch niemand A.Nahles wegen „Hate-Speech“, „Volksverhetzung“ oder ähnlichem Kokolores angezeigt.

Was war geschehen? Österreichs Vizekanzler H.C. Strache von der FPÖ hatte ein sehr zutreffendes Facebook-Meme in seiner Timeline gepostet, auf dem zu lesen gewesen ist: „Es gibt einen Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden. Das ist der ORF. Das Beste aus Fake News, Lügen und Propaganda, Pseudokultur und Zwangsgebühr. Regional und international. Im Fernsehen, im Radio und auf dem Facebook Profil von Armin Wolf.

Armin Wolf ist eines der bekanntesten Schnitzler-Gesichter beim ORF, sozusagen das österreichische Pendant zu Kleber und Konsorten. Niki Lauda erzählt hier von einem Erlebnis mit dem Aufgeblasenen.

Aus dem offenen Brief der deutschen TV-Journaille an Bundeskanzler Kurz:

„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

mit großer Sorge beobachten wir die Angriffe von Politikern Ihres Koalitionspartners FPÖ auf unabhängige Journalisten und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF in Ihrem Land. Bestürzt sind wir über das Facebook-Posting Ihres Vertreters im Amte des Bundeskanzlers, Heinz-Christian Strache, in dem er den ZiB2-Nachrichtenmoderator und Hanns-Joachim-Friedrichs-Preisträger Armin Wolf mit Lüge und Propaganda gleichsetzt und Hunderte Journalistinnen und Journalisten des ORF als Propagandisten und Produzenten von Falschmeldungen verleumdet. (…)“

Erstens hat Strache niemanden verleumdet, sondern er hat einmal drastisch die Wahrheit kundgetan. Zweitens geht es nicht um Angriffe von Politikern (Plural), sondern um den Angriff eines Politikers auf den ORF. Und der wiederum unterscheidet sich systematisch kein Stück von ARD und ZDF. Daß es die Staatspropagandisten von ARD, ZDF und ORF nicht verknusen können, wenn sie mit ihrem eigenen, skandalösen Versagen als vierter Gewalt schonungslos konfrontiert werden, ist nur zu verständlich.

Weiter heißt es in dem Brief: „(…) Das Machwerk dieses Postings als Pranger sowie sein denunziatorischer Inhalt verletzen die Grenzen politischen Anstands im Umgang mit freier Presse und unabhängigen Medien. Der Versuch des Vizekanzlers der österreichischen Regierung, den persönlichen Ruf von Journalisten zu beschädigen und deren Glaubwürdigkeit zu untergraben, verstehen wir als einen Angriff auf einen der wichtigsten Grundwerte demokratischer Ordnung, die Pressefreiheit. Er gleicht den Methoden der ungarischen und polnischen Regierung.“

Wie die Unterzeichner des Briefes auf das schmale Brett kommen, sie selbst hätten noch irgendetwas zu tun mit „freier Presse und unabhängigen Medien“, kann sich kein Schreinermeister mehr erklären. Außerdem müssen sie wohl Ursache und Wirkung nicht mehr auseinanderhalten können, wenn sie jemandem unterstellen, er untergrabe ihre Glaubwürdigkeit dadurch, daß er feststellt, es mangele ihnen an exakt derselben. Das ist ja ungefähr so, als wollte man denjenigen für einen Kolbenfresser verantwortlich machen, der vorher darauf hingewiesen hat, daß das Motorenöl in Strömen davonläuft. Zum eitrigen Furunkel am Arsche des internationalen Nachrichtenwesens wird man auch nicht dadurch, daß jemand konstatiert, man sei eines. Ein Furunkel ist auch dann ein Furunkel, wenn niemand darüber spricht. Vollkommen lächerlich wird es, wenn sich diese journalistischen Eiterbatzen in ihrer ganzen Hybris auch noch zu den Lordsiegelbewahrern der Pressefreiheit als einem der wichtigsten Grundwerte der demokratischen Ordnung aufspielen wollen. Das NetzDG ist seit nunmehr 2 Monaten vollumfänglich in kraft – und sogar die nunmehr indignierten Herrschaften bei den Öffentlich-Rechtlichen dürften inzwischen ganz genau wissen, wie es funktioniert und daß es sich dabei um ein wahres Schlachtfest der Willkür an ihren „demokratischen Grundwerten“ handelt. Schluß mit Verkleidung! Fasching ist vorbei.

Die „Welt“: „Hintergrund des Streits sind Beschwerden der FPÖ. Die Partei fühlt sich vom ORF in der Berichterstattung negativ dargestellt. Konkret geht es etwa um das Schneiden eines Beitrags Anfang Februar. Laut „krone.at“ hatte der ORF die Antwort eines FPÖ-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl auf einen antisemitischen Kommentar im Wahlkampf nicht ausgestrahlt. Dafür entschuldigte sich der Sender und korrigierte den Fehler„.

Das war kein Fehler, sondern volle Absicht. Diese Vorgehensweise hat schließlich System und ist in vielerlei anderen Zusammenhängen andauernd zu beobachten. Die geheuchelte „Entschuldigung“ des Senders hätte meinereiner deshalb gar nicht angenommen.

Straches völlig berechtigter Rundumschlag gegen den ORF und Armin Wolf trifft punktgenau. Deswegen auch das ganze Gejaule. Das saß und es schmerzt. Sehr gut so. Immer feste druff – und nie nachlassen. Dem Faß den Boden schlägt es gar aus, wenn die Maulhuren eines massenmedialen Lügengebildes à la DDR pauschal von ungarischen oder polnischen Methoden daherreden. Genauso gut könnte die Puffmutter von der Jungfräulichkeit predigen.

Das sind immerhin dieselben, die es fertigbringen, nach einer Landtagswahl keinen einzigen AfD-Vertreter in ihre Pseudo-Talkshows einzuladen, obwohl die AfD in den Landtag einzog. Das sind immerhin dieselben, die ihre Sendeformate lieber dazu nutzen, über die AfD herzuziehen, anstatt „demokratische Grundwerte“ abzubilden, indem sie mit den Gewählten reden. Und sie wissen genau, warum sie das so machen. Weil sie ihre propagandistische Linie umso weniger aufrecht erhalten können, je öfter ihnen jemand mit der Wahrheit in die Parade fährt. Diese Gestalten wären nämlich die ersten, die Einladungen an die AfD im Dutzend rausschicken würden, wenn sie davon überzeugt wären, daß sie die AfD argumentativ coram publico stellen könnten. Sie wissen genau, daß sie das nicht können. Inzwischen geht das sogar so weit, daß sie einen kompletten Sitzungstag (23.02.) im Reichstag zu Berlin nachrichtlich unter den Tisch fallen lassen, um nur ja keine Ausschnitte aus Reden von brillanten AfD-Parlamentariern senden zu müssen. Stattdessen füllen sie die Nachrichtenzeit mit Fake-News wie „Trump will Lehrer bewaffnen“ und rasend aufregenden Neuigkeiten wie „In Herxheim am Berg bimmelt eine Hitler-Glocke unsichtbar im Kirchturm.“

Das sind dieselben rückgratlosen Systembüttel, die im Falle der Krim bis heute wahrheitswidrig von einer Annexion statt einer Sezession reden. Das sind die Leute, die wider besseres Wissen nichts gegen die Märchen von der Energiewende und der Gefahr durch den Diesel unternehmen, sondern, ihre grotesk überhöhten Bezüge aus Steuermitteln ängstlich im Blick, brav nachplappern, was ihnen die Regierung aufträgt. Dazu paßt die Problemlosigkeit, mit der sie ihre Jobs bei den „freien und unabhängigen Medien“ hinschmeißen, um als nächstes Regierungssprecher zu werden.

Und dann haben die Geschmierten des Systems sogar noch die Chuzpe, ihren unfassbar verlogenen Brief an den österreichischen Bundeskanzler Kurz namentlich zu unterzeichnen.

Prof. Dr. Claus Richter

Nikolaus Brender, Journalist, ehem. Chefredakteur ZDF

Maybrit Illner, Fernsehmoderatorin ZDF

Prof. Jürgen Flimm, Intendant Staatsoper Berlin

Petra Gerster, Nachrichtenmoderatorin Heute ZDF

Dr. Claus Kleber, Journalist, Nachrichtenmoderator Heute Journal ZDF

Theo Koll, Auslandskorrespondent ZDF

Wolf von Lojewski, Journalist, ehem. Moderator Heute Journal ZDF

Stephan Lamby, Journalist, Autor, Produzent

Eva Müller, Fernsehjournalistin, Buchautorin

Frank Plasberg, Journalist, Fernsehmoderator ARD

Prof. Fritz Pleitgen, ehem. Präsident EBU (Europäische Rundfunkunion), Intendant WDR

Christina Pohl, Journalistin, Spiegel TV

Volker Skierka, Journalist

Marietta Slomka, Journalistin, Nachrichtenmoderatorin Heute Journal ZDF

Denis Scheck, Journalist, Literaturkritiker ARD

Anne Will, Fernsehjournalistin ARD

Ulrich Wickert, Buchautor, ehem. Moderator Tagesthemen ARD

Thomas Roth, Journalist, ehem. Moderator Tagesthemen ARD

Die tun tatsächlich so, als hätten Trump und Orban nicht den geringsten Grund für ihre Abscheu gegen die Mainstream-Journaille, als gebe es keinen Grund für den Erfolg von Magazinen wie Journalistenwatch, als gebe es keinen Grund für den dramatischen Absturz der Mainstream-Printmedien. Ausgerechnet diese Figuren, die ein- ums andere Mal um den heißen Brei herumreden, wenn sie schonungslos über die gräßlichen Konsequenzen von Merkels gutmenschlich-naiver Heidschi-Bumbeitschi-Politik berichten müssten, von „Männern“ und „Männergruppen“ daherlabern, wenn es um ganz genau zu bezeichnende Täter und Tätergruppen ginge, – ausgerechnet dieselben Typen, die über den Mord an Maria Ladenburger u.a. nicht berichten, weil das nur von „regionalem Interesse“ sei (wie regional ist eigentlich die Hitler-Bimmel von Herxheim am Berg? Die hat es von knapp drei Minuten beim SWR immerhin schon auf an die zehn Minuten beim RBB geschafft) – ausgerechnet diese gräßlichen Vollversager und Schandflecken ihrer Zunft sehen Straches Meme „voller Sorge“? Wo waren sie denn „voller Sorge“ hinsichtlich der „demokratischen Grundwerte“, als in Berlin ein Frauenmarsch gegen die explosionsartig gestiegene, sexualisierte Gewalt an deutschen Frauen durch Merkels Lieblinge rechtswidrig blockiert worden war? Wo war sie denn da, ihre „große Sorge“? Man sollte ihnen ihre „große Sorge“ stante pede in ihre Schandmäuler zurückstopfen.

Der Tag rückt näher, an dem es sich der Bürger nicht länger mehr bieten lassen wird, per Gewaltandrohung dafür abgezockt zu werden, daß er sich noch den letzten Krimi und den kitschigsten Heimatfilm mit Political Correctness vollpropfen lassen muß, hanebüchene stories als „Unterhaltung“ begreifen soll – um dann in den Nachrichtensendungen erst richtig unverschämt indoktriniert zu werden.

ARD & ZDF: Ab morgen gibt es in die Fresse. Und wenn morgen nicht, dann übermorgen.

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