Irans Regierung : „Wer kein Kopftuch trägt, ist nackt!“

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Eine junge Frau wird brutal von einem Stromkasten gestoßen (screenshot Twitter)

„Es gibt keine Stadt auf der Welt, in der man nackt auf der Straße laufen kann, ohne dass man von Ordnungskräften angesprochen wird,“ verteidigte die iranische Frauenministerin Massoumeh Ebtekar das Vorgehen der iranischen Regierung gegen die Anti-Hijab Protestbewegung.

von Marilla Slominski

Auf einer Pressekonferenz erklärte sie, die iranischen Hijab-Gesetze – die Frauen zwingen, ein Kopftuch und einen langen Mantel zu tragen, sowie das Verbot von Shorts für Männer – seien eine „soziale Regel“ und reagierte so auf die anhaltenden Proteste iranischer Frauen gegen den Kopftuch-Zwang.

Unterdessen gehen die Proteste der Frauen unter dem Motto #WhiteWednesdays weiter. Eine Welle der Empörung hatten Fotos ausgelöst, auf denen zu sehen ist, wie die junge Demonstrantin Maryam Shariatmadari brutal von einem Polizisten von einem Stromkasten gestoßen wird.

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Das neue Gesicht der iranischen Frauenbewegung (screenshot Twittter)

Mariam Shariyatmadari soll verhaftet und in das Qarchak Gefängnis gebracht worden sein. Sie benötige ärztliche Hilfe, die ihr verweigert werde, so Aktivistinnen auf Twitter. Auch eine andere junge Frau sei von einer Plattform gestoßen worden und habe sich dabei den Arm gebrochen, heißt es auf Twitter.

Unterdessen sei Shaprak Shajarzadeh am Mittwoch aus dem Evin Gefängnis entlassen worden. Die junge Frau war am Samstag in den Hungerstreik getreten.

 

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Wurde am Mittwoch aus dem Gefängnis entlassen-Shaprak Shajarzadeh (screenshot Twitter)

Immer noch in Haft befinden sich Shima Babaei und ihr Ehemann Dariush. Sie wurden vor zwei Wochen festgenommen. Shima wird auf Twitter „Schönheit des Iran“ genannt.

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Immer noch in Haft – Shima Babai (screenshot Twitter)

 

Eine junge Frau namens Shahparakk soll sich im Gharchak Gefängnis befinden, dass wegen Überfüllung und schlechten sanitären Bedingungen bekannt ist. Ihr soll vom Gefängnispersonal eine unbekannte Substanz gespritzt worden sein. Ausserdem sei sie von zwei anderen Frauen verprügelt worden, heißt es auf Twitter.

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Sitzt im berüchtigten Gharchak-Gefängnis – die junge Shahparak (screenshot Twitter)

 

 


Diese mutige ältere Frau schließt sich den Protesten an. In einem Bus nimmt sie ihr Kopftuch ab und beginnt zu singen.

Frauen wie sie riskieren Haftstrafen von bis zu zwei Monaten, wenn sie das Kopftuch nicht tragen und bis zu zehn Jahren, wenn sie andere ermutigen.

Die iranischen Behörden haben inzwischen begonnen, Stromkästen mit Gittern und „Dächern“ zu versehen, um es den Frauen so unmöglich zu machen, auf sie hinauf zu klettern und sie so am Protest gegen den Hijab zu hindern.

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Präparierte Stromkästen in Teheran (screenshot Twitter)

 

 

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