Flüchtling: „Wir leben hier zu beengt“

Symbolbild: shutterstock.com
Afrikaner (Symbolbild: shutterstock.com)

NRW/ Kamp-Lintfort  – Ein irakischer Immigrant beklagt die Lebenssituation in seiner, von Steuergeldern bezahlten Unterkunft. Er möchte seine Mitbewohner zu einer Demo aufrufen, um auf die  Lage aufmerksam zu machen.

Ashraf Taha Mahmood lebt seit 2017 im Flüchtlingsheim im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort. Die Klage des Irakers: Das Gebäude sei neu und gut, aber er müsse mit Bewohnern unterschiedlicher Nation, von denen manche auch psychische Probleme haben, zusammen leben. „Es teilen sich zeitweise sechs Flüchtlinge die im Haus zur Verfügung stehenden drei Räume samt Toilette und einer kleinen Küche. Für die Toilette steht man dann 30 Minuten an.“ Er kritisiert, dass Flüchtlinge, die sich wie er weiterbilden wollen, keine Unterstützung fänden. „Ich habe keinen Platz zum Lernen, noch nicht einmal einen Tisch.“ Der Iraker überlegt, eine Demo zu organisieren, um die Vertreter der Stadt auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam zu machen, so rp-Online.

Die Verantwortliche, das zuständige Sozialamt, weißt die Vorwürfe zurück. Das Asylantenheim an der Friedrichstraße sei eine Gemeinschaftsunterkunft und im Vergleich zu anderen Städten hätten die Häuser – insbesondere nach der baulichen Erweiterung- einen hohen Standard. Die Altbauten seien ebenfalls umfangreich saniert worden. Der wohnliche Standard ist einfach gehalten, erklärt ein Sprecher des Sozialamtes. Jeder Bewohner habe aber ein Bett, einen Tisch und einen Stuhl. Es würden alle gleich behandelt, und man versuchen, jedem Einzelnen gerecht zu werden.

Es sei auch nicht der Fall, dass sich Flüchtlinge unterschiedlicher Nationen ein Zimmer teilen müssen. Dass es leerstehende Wohneinheiten gebe, sei richtig. Dies sei dem Umstand geschuldet, dass die Stadt 57 Wohnungen für die Unterbringung von Immigranten angemietet habe. Nachdem die Unterkunft erweitert und saniert worden ist, möchte die Stadt die Zahl der angemieteten Wohnungen aus Kostengründen reduzieren, so das Sozialamt, dass das Geld des Steuerzahlers an die unzufriedene Asylbewerber wie Ashraf Taha Mahmood verteilt. (SB)

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