Schwedische Facebook-Spitzel bekommen Geld aus der EU

screenshot Twitter
Spitzel auf Facebook (screenshot Twitter)

Eine schwedische Online-Gruppe für „soziale Gerechtigkeit“, die sich aus Anwälten, ehemaligen Polizeibeamten und anderen Fachleuten zusammensetzt, soll hinter der Zunahme von Strafverfahren gegen Schweden wegen „Hassreden“ in sozialen Medien stecken.

Die Gruppe, die sich selbst „Näthatsgranskaren“ nennt, schwedisch für „Netzwerk Prüfer“, sammelt Daten über Social-Media-Beiträge, die Schwedens Hassrede-Gesetze brechen und meldet sie der Polizei. Seit die Gruppe vor einem Jahr mit ihren Aktionen begann, wurden 77 Fälle von Hassreden gegen schwedische Bürger eingereicht, berichtet der Sender SVT.

Bisher hat die Gruppe 800 „Hass-Posts“ identifiziert, die sie den Behörden gemeldet haben, von denen jedoch nur 13 Prozent weiter untersucht wurden, berichtet Breitbart.

„Wir haben ein Programm entwickelt, das nach kriminellen Netzwerken in sozialen Medien sucht, indem es nach Schlüsselwörtern, Wortkombinationen und Phrasen sucht, die kriminelle Handlungen darstellen können“, sagte der Projektmanager der Gruppe, Tomas Åberg.

Åberg sagte auch, dass die Organisation schockiert war, als sie herausfand, dass es sich bei vielen der Personen, die sie der Polizei melden, um Frauen über 65 handelt.

„Wir waren überrascht zu sehen, dass Frauen über 65 sehr, sehr grobe Dinge auf Facebook schreiben“, sagte er.

Mehrere Rentner in Schweden wurden in den letzten Jahren wegen Hassreden angeklagt. Eine 70-jährige Frau in Dalarna wurde im vergangenen Jahr wegen ihrer Online-Kommentare aus dem Jahr 2015 angeklagt, in denen sie behauptet hatte, Migranten hätten „Autos angezündet und auf der Straße uriniert und fäkiert“.

Ein Mann aus Göteborg in den 70ern wurde im letzten Jahr wegen Hassreden verurteilt, weil er Muslime „Affen“ nannte und sagte: „Der einzige gute Muslim ist ein toter Muslim.“

Vor zwei Monaten erhielt die Organisation nicht nur Geldspenden von Unterstützern, sondern auch Geld von der Europäischen Union, um ihre Operationen durchzuführen.

Åberg sagte, seine Gruppe konzentriere sich jetzt auf die im September stattfindenden Wahlen. Man sei nun auf der Suche nach „Hass gegen Journalisten und besonders Politiker“. (MS) 

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