Mazyek will „Kirche in Not“ das Wort verbieten

Foto: Wikipedia/ Von Christliches Medienmagazin pro - Aiman Mazyek, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45955466
Islamfunktionär Aiman Mazyek (Bild: Christliches Medienmagazin pro - Aiman MazyekAiman Mazyek, Zentralrat der Muslime ZDM (Foto: Anna Lutz); CC BY 2.0; siehe Link)

Eine Broschüre des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ – das Hilfswerk besitzt den Status einer „päpstlichen Stiftung“ – spricht Wahrheiten über die Politreligion namens Islams aus. So erläutert die Stiftung in ihrem Glaubens-Kompass, dass es sich beim Islam um eine militante Religion handle und setzt den Islam mit dem Dschihad gleich. Das kann Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZDM) dem christlichen Hilfswerk natürlich nicht durchgehen lassen.

Der gewichtige Muslim, der die Sharia mit der Demokratie für vereinbar hält und in dessen Verein u.a. die IGD organisiert ist – eine Organisation, die nachweislich der Muslimbruderschaft angehört und vom Verfassungsschutz beobachtet wird – fordert, dass die „Fehler und die Polemik“ aus der Handreichung des Hilfswerks „Kirche in Not“ entfernt werden müssen.

Der Öffentlichkeitsreferent der „Kirche in Not“, Pelster, wies laut dem Deutschlandfunk (Dlf24) die Vorwürfe zurück. Man habe sich bei der Darstellung der anderen Religion auf die Hauptströmung, den sunnitischen Islam, beschränkt. Pelster betonte, im Koran sei an vielen Stellen vom Dschihad die Rede. Dabei gehe es um einem Krieg um des Glaubens Willens, also eher der militanten Auslegung des Dschihad.

Der Islamwissenschaftler Mouez Khalfaoui – an der Universität Tübingen – Inhaber des Lehrstuhls für Islamisches Recht – ist auffällig darum bemüht, dem Islam einen harmlosen Anstrich zu verpassen. Khalfaoui springt Mazyek zur Seite und bezeichnet die Darstellung des Islam in der Broschüre als „fahrlässig“. Das katholische Hilfswerk propagiere eine verkürzte Version, die längst nicht auf der Höhe der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion sei, so der Islamfunktionär. Im Islam wie im Christentum gebe es eine Vielzahl von Strömungen – von fundamentalistisch bis modern-liberal. Er habe Sorge, dass die Informationen zu einer „Missinterpretation des Islam in der christlichen Rezeption“ führen könnten. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.