„Kandel ist überall“ schreibt an die Gemeinderäte

Foto: Screenshot/Youtube
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An die

Fraktionsvorsitzenden der Fraktionen der SPD, der CDU, von Bündnis 90/die Grünen, der Freien Wähler, der FDP und der Partei Die Linke im Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Kandel

  1. Februar 2018

Ihr Solidarisierungsschreiben

veröffentlicht am 20. Februar 2018 im Pfalz-Express

Sehr geehrter Herr Varnay, sehr geehrter Herr Vollmer, sehr geehrte Frau Schmitt-Wagner, sehr geehrter Herr Werling, sehr geehrter Herr Schowalter, sehr geehrter Herr Fuhr,

wie aus dem Pfalz-Express zu erfahren war, solidarisieren sich alle im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien mit Bürgermeister Volker Poß. In Ihrem Solidarisierungsschreiben heißt es, er habe sich über seine eigentlichen Aufgaben hinaus auch um die große Herausforde­rung gekümmert, die vielen Asylbewerber unterzubringen und den Verbandsgemeinderat zeitnah über alles informiert. Außerdem stellen Sie fest, dass sich Herr Poß nach dem Gewalt­verbrechen korrekt und in ihrem Sinne verhalten und geäußert habe. Deshalb seien Rücktrittsforderungen nicht angebracht.

Damit haben Sie zwar einen Teil unseres offenen Briefes vom 9. Februar 2018 an die Herren Tielebörger und Poß beantwortet. Wie Sie selbst wissen, wären jedoch zur Gefahrenabwehr und Prävention ein paar weitere Maßnahmen nötig gewesen als nur für eine Unterbringung zu sorgen und nach einem Mord die passenden Worte zu finden. Deshalb wenden wir uns heute an Sie.

Beantworten Sie uns bitte noch diese Fragen:

Würden Sie sich dafür einsetzen, dass

  • die Reisedokumente aller Zugereisten, die in Ihrer Verbandsgemeinde mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, mit Hilfe von elektronischen Prüfgeräten überprüft werden?
  • ein solches Gerät sofort gekauft und eingesetzt wird, falls es beim zuständigen Einwohnermeldeamt nicht vorhanden ist?
  •  bei allen minderjährigen Zugereisten, die ihre Identität nicht zweifelsfrei durch ein echtes Ausweisdokument belegen können, ein Bluttest (DNA-Test) zur Altersbestimmung durchgeführt wird?
  • nicht identifizierte Personen und solche, die über ihr Alter falsche Angaben gemacht haben, sofort aus der Verbandsgemeinde entfernt und der Landesregierung zurück überstellt werden?

Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Landrat des Landkreises Germersheim angeordnet hat, alle Migranten, die angegeben haben, minderjährig zu sein, aber nicht über ein echtes Ausweispapier verfügen, einem medizinischen Alterstest zu unterziehen. Damit reagiert Landrat Brechtel auf unsere Proteste. Gut so! Aber bei Weitem nicht genug, denn wir gehen davon aus, dass der Alterstest angewendet werden soll, der auch bei dem Mörder von Mia zum Einsatz kam (Handröntgen-Verfahren).

Da das Handröntgen-Verfahren aber viel zu ungenau ist, wie eine Expertise[1] zu dem Gutachten darlegt, empfehlen wir, das Alter über einen DNA-Test festzustellen, wie er im Landkreis Hildesheim angewendet wird.[2] Auch das Fraunhofer Institut hat einen Alterstest[3] entwickelt, der deutlich genauer sein soll, als das Handröntgen-Verfahren. Wir bitten Sie also, sich kundig zu machen und unsere oben gestellten Fragen zu beantworten. Sehr gerne informieren wir die Bürger der Verbandsgemeinde dann über Ihre Antwort, die Sie uns entweder über den „Pfalz­Express“ oder per E-Mail an die Adresse [email protected] zukommen lassen können.

Vielen Dank!

Ihre Initiative „Kandel ist überall“ www.kandel-ist-ueberall.de

[1] https://www.compact-online.de/experte-gutachten-widerlegt-nicht-dass-taeter-von-kandel-aelter-als-20-sein-kann/

[2] https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/fluechtlinge–neues-testverfahren-zur-altersbestimmung-7815650.html

[3] https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2017/oktober/medica-2017-fraunhofer-zeigt-ultraschall-handscanner.html

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