Beatrix von Storch bei Maischberger: Wer braucht die „Staatsmedien“?

Selbst in Unterzahl klarer Sieg für Beatrix von Storch. (Bild: Screenshot Maischberger)

Eine Lanze für ARD und ZDF wollte man brechen. Dabei kam vor allem eines raus: Staatsmedien brauchen die, die gut daran verdienen und eben auch wissen, was dafür zu leisten ist. Beatrix von Storch zerlegte die Runde. Inhaltlich!

„Wozu braucht es noch ARD und ZDF?“ fragte kokett „Öffilette“ Sandra Maischberger am gestrigen Abend. Die Gäste: Vier von den „Öffentlich-Rechtlichen“, Tom Buhrow Tom (WDR-Intendant, 399.000 € Jahresgehalt und 3,6 Millionen persönlich ARD-Pensionsrückstellung), Tagesthemen Moderatorin Pinar Atalay, und Thomas „The Öffis made me rich“ Gottschalk. Und Gastgeberin Maischberger kann man ja wohl auch hinzuzählen. Eigentlich sogar den eingespielten Kabarettisten Emil aus der Schweiz, denn da wird ja bereits über Zwangsgebühren abgestimmt und er hat sich eindeutig Pro-Öffi positioniert.

Als Gegenpart:

Der Medienunternehmer Georg Kofler, der auch mal Chef von Pro 7 war und Beatrix von Storch stellvertretende Vorsitzende der AfD, die in der Runde die einzige wirklich ausgewiesene Kritikerin der Öffis ist und ehemalige Zwangsgebührenverweigerin.

Vier und ein halber gegen die AfD, das muss doch für die Öffentlich Rechtlichen ein klarer Sieg beim Heimspiel im „Sandra Maischberger Stadion werden.

Doch Beatrix von Storch hatte sich gut vorbereitetet, konterte clever und die Riege der ÖR-Millionäre (Ausnahme Ataly?) kam immer mehr ins Schwitzen ihren Laden inhaltlich und besonders von den Kosten her zu verteidigen. Ein Best of „Beatrix von Storch“ der Sendung:

Die ganze Sendung:

Auffällig:

Man duzt sich. Außer mit Frau Storch. Die gehört nicht zur „Familie“. Buhrow muss immer „zurechtweisen“, mag aber nicht unterbrochen werden, das macht er seiner Angestellten Frau Maischberger schnell klar. Frau Atalay versteht die Vorwürfe an die Berichterstattung der Öffis nicht. Niemand würde ihr was vorschreiben (Als wenn sie den Job gekriegt hätte, wenn sie nicht wüsste, was sie zu schreiben hat.). Gottschalk ist nicht mehr witzig und hält die Öffis für so ne Art Kirche (Deswegen die Steuer.).

Alexander Wallasch in „Die Öffentlich-Rechtlichen diskutieren sich selbst“ auf Tichys Einblick:

Von Storch erklärt Buhrow, der sich gerade über den „Kampfbegriff Zwangsgebühren“ beschwert, mal den Unterschied zwischen ihr und ihm: „Ich mache Politik und sie Fernsehen, das ist etwas anderes. Sie müssen neutral sein, ich mache Politik.“ Und das ist dann wohl auch der Kern der Debatte. Wenn Buhrow und Co das verstehen würden, dann wären solche TV-Diskussionen wohl weniger dringlich.

„Selten ist ein Versuch so misslungen, wie der gerade von Tom Buhrow, 400.000 Euro jährlich zu so etwas wie Peanuts zu erklären, während deutschlandweit die Tafeln mit abgelaufenem Essen hunderttausende Arme versorgen müssen. Und dabei wollen wir es dann auch bewenden lassen und attestieren: dieses Mal war es der Abend der Beatrix von Storch. Weil man sie hat gewähren lassen. Tom Buhrow wäre allerdings besser zu Hause geblieben bei dem, was immer er mit seinem schönen Gehalt anstellt. Vielleicht sind wir ja auch ungerecht und er spendet den größten Teil an die Tafel in Essen, aber nur ganz vielleicht.“ (HA)

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