Ausländerstopp bei Tafeln weiten sich aus

(Bild: shutterstock.com/Durch Giannis Papanikos)
Marler Tafel gibt nichts mehr an männliche Asylanten ab (Bild: shutterstock.com/Durch Giannis Papanikos)

NRW/Marl – Nicht nur in Essen – auch bei der Tafel im nordrhein-westfälischen 85.000 Einwohner großen Marl gibt es einen Aufnahmestopp für Ausländer. Ab sofort bekommen auch hier nur noch deutsche Bedürftige eine Kundenkarte. Laut der Vorsitzenden Renate Kampe hätten viele Migranten keinen Respekt gezeigt. Immer wieder seien Frauen vor der Tafel angepöbelt und bedrängt worden, so zumindest gibt Radiovest die Vorsitzende wieder, die darüber hinaus ausführt, dass 2.000 Kunden der Marler Tafel zu 80 Prozent Ausländer gewesen seien.

Welt Online (WO) berichtet, dass in Marl schon seit Mitte vergangenen Jahres alleinstehende ausländische Männer keine Berechtigungsausweise für die Lebensmittelausgabe mehr erhalten. Bedürftige Familien mit Kindern würden aber weiterhin unabhängig von der Nationalität aufgenommen, so Peter Cremer vom Vorstand des Trägervereins am Donnerstag gegenüber WO.

Die Regelung seien eingeführt worden, nachdem man wegen der zahlreichen Flüchtlinge an Kapazitätsgrenzen gestoßen sei. Das Verhalten der Flüchtlinge sei kein Problem, betonte die Marler Tafelvorsitzende Renate Kampe nun gegenüber WeltOnline und konterkariert damit ihre Aussage, mit der sie bei Radiovest zitiert wurde, wo sie von respektlosem Verhalten vieler Migranten gesprochen hatte.

Nachdem der WDR über die Marler Tafel berichtet hatte, wurde auch diesen Ehrenamtlichen der Hass der angeblichen „Antirassisten“ zuteil. Kampe entgegnete gegenüber der WAZ-Gruppe: „Wenn uns einer vorwirft, wir wären rassistisch, dann verstehe ich die Welt nicht mehr“. Zudem sei sie vom WDR wohl falsch verstanden worden. Dieser hatte berichtet, dass die Marler Tafel sich durch die Vorgehensweise der Essener Tafel ermutigt gefühlt habe. (SB)

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