Mutter erstattet bei Polizei Anzeige nach „Aufklärungsunterricht“

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Schule (Symbolbild: shutterstock)

Österreicht/Tirol: An einer Neuen Mittelschule wurde umstrittenes „Aufklärungsmaterial“ aus Deutschland verwendet. Eine Mutter protestierte und ging zur Polizei – Die Schulsozialarbeit verteidigt das Material – Landesschulrats-Präsidentin: „Inakzeptabel“.

„Muss man nackt ficken?“, „Können Kinder schwul sein?“ oder „Können Lesben Kinder kriegen?“  Solche Fragen wurden in einem Unterrichtsmaterial gestellt, das durch eine Schulsozialarbeiterin an einer Neuen Mittelschule im österreichischen Jenbach an Zehn- bis Zwölfjährige verteilt wurde.

Eine Mutter war von dem „Unterrichtsmaterial“ dermaßen schockiert, dass sie zur Polizei ging.. „Da kann man Kindern doch gleich einen Porno zeigen. Das ist ja pervers! Ich bin damit zur Polizei und auch die Beamten trauten ihren Augen nicht“, so die Mutter einer Elfjährigen laut der Krone. Sonst müsse man als Eltern auch alles unterschreiben. Und hier werde man übergangen.

Philipp Bechter, Leiter der Schulsozialarbeit Tirol, verstehe die Aufregung nicht – nehme aber die Bedenken der Mutter ernst, so die Krone weiter. Bechter verweist darauf, dass die Fragen aus dem Buch „Klär mich auf: 101 echte Kinderfragen rund um ein aufregendes Thema“ sind. Das Buch wird bereits für Schüler ab acht Jahren empfohlen.

Schwere Kritik an der Vorgangsweise der Schule komme ebenfalls von der Amtsführende Präsidentin des Landesschulrates, Bildungslandesrätin Beate Palfrader: „Es ist inakzeptabel. Einerseits ist es nicht Aufgabe der Schulsozialarbeit, Aufklärungsunterricht zu halten, und andererseits sind die verwendeten Materialien aus Deutschland nicht für den Unterricht an österreichischen Schulen vorgesehen. Zu ähnlichen Vorfällen darf es nie mehr kommen.“ (SB)

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