Immer mehr Schaden durch Schwarzarbeit aufgedeckt

Foto: Bauarbeiter (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Bauarbeiter (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat ihre Aktivitäten 2017 wieder deutlich ausgeweitet. 52.209 Arbeitgeber wurden überprüft, 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, über die das „Handelsblatt“ in seiner Mittwochausgabe berichtet.

Die Schadenssumme der aufgedeckten Fälle belief sich demnach im vergangenen Jahr auf 967,3 Millionen Euro, fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Weil Arbeitgeber den gesetzlichen Mindestlohn nicht zahlten, haben die Behörden 2.518 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wegen des Unterlaufens von Mindestlöhnen nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz oder des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes kamen weitere 2.218 Ermittlungsverfahren hinzu.

Die Grünen-Sprecherin für Arbeitnehmerrechte, Beate Müller-Gemmeke, und DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell forderten die künftige Bundesregierung auf, die schon von der vorherigen Großen Koalition zugesagten 1.600 Stellen für die FKS rasch zu besetzen: „Illegale Beschäftigung trifft vor allem auch die Versichertengemeinschaft. Auch deshalb sind effektive Kontrollen dringend nötig“, sagte Müller-Gemmeke dem „Handelsblatt“. „Wo nicht kontrolliert wird, steigt die Gefahr, dass Beschäftigte um ihren Lohn geprellt werden“, betonte Körzell.

Die FKS müsse dringend verstärkt werden. Das schütze „die ehrlichen Arbeitgeber und die Beschäftigten, von denen viele jeden Cent zweimal umdrehen müssen“. (dts)

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