Gauck – ein Grapscher? Aktivistin erhebt Vorwürfe

Bild li: Buchcover; Bild re: Shutterstock,com/Durch Belish
Joachim Gauck, ein Grapscher vor dem Herrn? (Bild li: Buchcover; Bild re: Shutterstock,com/Durch Belish)

Berlin – Sexismus-Vorwurf gegen den ehemaligen Bundespräsidenten: Die Berliner Gesellschaftsaktivistin Zana Ramadani wirft Joachim Gauck Verhalten vor, das sie selbst als unangenehm empfand.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, schildert Ramadani gleich zu Beginn ihres am Mittwoch vorgestellten Buches mit dem Titel „Sexismus“ einen Vorfall im Schloss Bellevue 2016, während der Amtszeit Gaucks.

Die 34-jährige Aktivistin  – ehemalige barbusige Femen-Aktivistin – wurde vom damaligen Bundespräsidenten zum Empfang eingeladen. Laut Ramadanis Schilderungen habe Gauck das gewusst und sie daraufhin angesprochen: „Aber Sie ziehen sich doch heute hier nicht aus?“ Doch sie verneinte und entgegnete ihm mit den Worten: „Es wäre ja auch nicht so einfach, dieses Kleid auszuziehen.“

Zana Ramadani – Sexismus
Über Männer, Macht und #Frauen

Daraufhin soll der heute 78-jährige Politiker gesagt haben: „Wenn nur das das Problem ist, dann kann ich Ihnen helfen.“ Bei einem anschließenden Foto, gemeinsam mit Gauck, soll er ihr dann an die Hüfte gefasst haben ohne die Einwilligung Ramadanis: „Er hatte mich nicht gefragt, ob er das dürfe, und ich hatte ihn nicht dazu aufgefordert, das zu tun“, schreibt die Aktivistin in ihrem Buch.

Joachim Gauck äußerte sich bislang zu den Vorwürfen nicht. Sein Anwalt erklärte: „Der Anwurf von Frau Ramadani entbehrt jeglicher Grundlage.“ (SB)

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