Merkel: „Die CDU weiterentwickeln“

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Was gibt es zu lachen? (Foto: Screenshot ZDF)

Bundesparteitag der CDU in Berlin. Der Medienmainstream berichtet, als sei er im Vollrausch. „Alles wieder gut“, titelt das ZDF. Heile-Heile-Segen …

von Max Erdinger

Es gibt Parteitagsdelegierte, die mit „Merkel-Forever-Buttons“ durch die Gegend laufen, ein Herzchen zwischen „Merkel“ und „Forever“. Dann gibt es beim ZDF das Bild des Grauens zu sehen. Fünf Frauen, also eine komplette Hälfte des CDU-Vorstandes, die beieinander stehen und grinsen wie die Honigkuchenpferde. Alles paletti rund um ihre Nasenspitzen herum.

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Was gibt es zu lachen? (Foto: Screenshot ZDF)

Man lasse einfach dieses Bild auf sich wirken und behalte seine Erkenntnisse für sich. Es wird sich schwerlich jemand finden, der sie noch nachvollziehen kann. Wir leben immerhin in einem Land, in dem es unhinterfragt als absolut positiv gewertet wird, wenn fünf Frauen die Hälfte eines Bundesvorstands ergeben. Deswegen versäumt es auch niemand, es besonders zu betonen. Fünf Frauen ist fünfmal gut, einfach so. Die Frau in der Bildmitte heißt Angela Merkel. Vielleicht lacht sie, weil sie kurz zuvor wieder einmal rhetorisch brilliert hat. Sie wolle eine „stabile Regierung“, hat sie gesagt, und daß sie die „weitere Entwicklung der CDU“ vorantreiben will.

Sie kann also eine weitere Entwicklung nicht von einer weiteren Rückentwicklung unterscheiden, weiß aber, daß das niemanden stört, weil es sowieso egal ist, was sie sagt. Es stört sich auch niemand in der CDU mehr daran, daß „die Frau aus dem Osten“ ganz offensichtlich Parteichefin derjenigen Partei bleibt, die sie eigentlich vernichten will – und daß sie eine grün-rote Kanzlerin ist. „Stabile Regierung“ scheint auch wichtiger zu sein als „kompetente Regierung“. Man muß sich nicht wundern. In einem „bunten Land“ ist die Regierung besser stabil als kompetent.

Die Frau rechts neben Merkel stützt diese Vermutung. Kann mir ein Mensch verraten, was es angesichts des Zustandes der Bundeswehr für Frau von der Leyen zu lachen gibt? Warum lacht die? Warum steht die überhaupt im Rampenlicht, anstatt sich im dunklen Kohlenkeller diskret zu schämen? Aus demselben Grund, aus dem die anderen vier ebenfalls lachen: Es geht ihnen persönlich gut. Aus Annegret Kramp-Karrenbauer war kurz zuvor die 99-Prozent-AKK geworden. Sie fühlen sich wohl auf dem Bundesparteitag „ihrer“ CDU. Adenauer und Erhard rotieren derweil im Grab. Es ist ein Bild des politischen Grauens.

Als ob Ursula von der Leyen und Angela Merkel nicht schon wandelnde Denkmälerinnen absoluter Inkompetenz wäre, satteln die Schwestern jetzt noch einen drauf. Bundesbildungsministerin soll Anja Karliczek werden, eine gelernte Hotelfachfrau, die auf Nachfragen zu ihrer Qualifikation mit dem „Gefühl“ antwortet.

In dieser Partei gibt es natürlich auch Menschen nichtweiblichen Geschlechts. Und was für welche! Philipp Amthor ist 25 Jahre alt und gibt sich alle Mühe, rüberzukommen, als sei er schon ein Mann und seit fünfzig Jahren im Geschäft. Auf Äußerlichkeiten soll man zwar nichts geben, aber wenn man die Äußerlichkeiten nicht zur Kenntnis nehmen soll, dann wären sie wahrscheinlich unsichtbar. Viele Leute bringen aber viel Zeit mit der Gestaltung ihres Äußeren zu. Amthor wirkt wie Steve Urkel („War ich das etwa?“) in weiß.

Man muß Joschka Fischer wahrlich nicht mögen, aber verglichen mit diesem Bubi sind die Bilder von seiner Vereidigung als hessischer Umweltminister 1985 der reine Seelentrost.

https://www.youtube.com/watch?v=KR1qmWyGA2Y
Phiipp Amthor – So sieht der Nachwuchs aus (Foto: Screenshot Youtube)
https://www.youtube.com/watch?v=EWWG-GRFaOE
Steve Urkel – Comedian (Foto: Screenshot Youtube)

Michael Klonovsky hat den Nachwuchsfunktionär Amthor samt seiner einstudierten Senatoren-Attitüde hier sehr schön auseinandergenommen.

Die CDU hat jetzt also mit der 99-Prozent-AKK sozusagen ihren eigenen 100-Prozent Schulz, die Frauen lachen fröhlich, das Land geht den Bach hinunter, ein CDU-Nachwuchs-Urkel „korrigiert“ im Bundestag trotz hanebüchener Inkompetenz mit hoch erhobenem Zeigefinger das Expertentum honoriger Männer aus der einzigen Oppositionspartei – und zu alledem steuert Julia Klöckner ihr bezauberndes Lächeln bei.

Der CDU-Bundesparteitag gestern fand viel mediale Aufmerksamkeit bei den Öffentlich-Rechtlichen, jedenfalls viel mehr, als der volle Sitzungstag am 23.02.2018 im Parlament. Das muß man sich einmal vor Augen halten: Die Hauptnachrichtensendung des Tages brachte es fertig, den Bundestag an einem 23.02. mit nicht einem Wort zu erwähnen, weil man wohl nicht darum herumgekommen wäre, Ausschnitte aus wirklich brillanten Reden zu senden, wie sie von Stephan Brandner oder Dr. Gottfried Curio gehalten wurden. Da werden einfach die Jalousien heruntergelassen und die Opposition so behandelt, als sei sie inexistent. Derweil bringt der SWR in seiner Nachrichtensendung eine knapp dreiminütige Reportage über die Hitler-Glocke im Kirchturm der evangelischen Kirche von Herxheim am Berg – und das Bild von fünf selbstzufrieden vor sich hingrienenden Matronen schafft es auf die Titelseiten.  Der deutsche Demokrat läßt sich das bieten.

Meinereiner fragt sich, ob es wirklich wahr sein kann, daß außer mir niemand erkennt, was es auf dem Bild von diesen fünf CDU-Frauen tatsächlich zu sehen gibt. Um es zu betiteln, würde ich mich entweder für „Der Untergang jedweder Politik“ entscheiden, oder aber einfach Friedenbergers Buchtitel wählen: „Narrenfreiheit für das weibliche Geschlecht“.

Frauen machen Frauenpolitik

Man sollte sich nichts vormachen: Frauen machen Frauenpolitik. Es gibt ein paar Themen, die Frauen trotz aller „Soft-Skills“, über die sie angeblich überreichlich verfügen, nie in Angriff nehmen werden, so sehr sie auch von der Dominanz der Soziologie über die Biologie überzeugt sind. Die inzwischen grotesk klaffende Lücke bei der durchschnittlichen Lebenserwartung habe ich schon öfter angesprochen. Kein Thema für irgendeine der Frauen auf diesem Bild. Die grotesk überhöhte Zahl männlicher Suizide gegenüber weiblichen wird auch in Zukunft keine Rolle spielen, die Erforschung von Brustkrebs wird weiterhin 40-fach höher subventioniert werden als die von Hodenkrebs, obwohl beide Krebsarten etwa gleich häufig auftreten – und die Obdachlosen werden weiter zu mindestens 90 Prozent aus Männern bestehen.

Der englische Telegraph wusste bereits 2015: „Wenn sich drei- bis viermal so viele Frauen das Leben nehmen würden wie Männer, würden wir jeden Tag davon lesen. Jede feministische Kolumnistin und jeder Kommentator würde sich über diesen untrüglichen Beweis dafür aufregen, daß Frauen entsetzlichen Diskriminierungen in einer Gesellschaft ausgesetzt sind, die von furchtbaren Männern auf ihre eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Was aber hören wir von Männern, wenn es umgekehrt um sie selbst geht? – Keinen Pieps.“ Und weiter: „… aber ich nehme das eher als Beweis dafür, daß Männer sich nicht als Mitglieder eines sozialen Kollektivs begreifen, das gemeinsame Interessen teilt. Frauen hingegen haben während der letzten fünfzig Jahre eine schwesterliche Solidarität zur Schau getragen, die nunmehr jede Frau als dazu berechtigt erscheinen läßt, sich jederzeit zu Fragen zu äußern, die alle Frauen betreffen. Die meisten Männer sehen ihre Geschlechtsgenossen nicht im geringsten in demselben Licht.

Das ist sicherlich wahr und deshalb ist es sicherlich auch wahr, daß Frauen in hohen und höchsten politischen Ämtern ganz automatisch eine männerfeindiche Politik betreiben, ohne daß sie jemals darüber nachdenken würden. Daß es Männer sind, welche die Folgen ihrer politischen Verantwortungslosigkeit werden tragen müssen, versteht sich von selbst. Sie selbst werden ihre Köpfe wohl kaum hinhalten, sollte es in naher Zukunft dazu kommen, daß der explodierenden Gewaltkriminalität ihrer als schwach und beschützenswert wahrgenommenen „Flüchtlinge“ mit Gewalt zu begegnen sein wird. Für ein Foto vom CDU-Bundesparteitag mit fünf selbstzufrieden grienenden Realitätsverweigerinnen reicht es aber allemal.

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Suizidstatistik BRD 2007, gestaffelt nach Altersgruppen – Männer blau, Frauen orange (Foto mit freundlicher Genehmigung von WikiMANNia)

Der CDU-Bundesparteitag gestern beweist vor allem eines eindrücklich. Der Führerkult von vor siebzig bis achtzig Jahren ist heute ersetzt worden durch einen Frauenkult. Angela Merkel ist die Führerfrau. Es gibt andere Länder, wo dieser kranke Geisteszustand nicht zu beklagen ist und in denen auch die Politik entsprechend gesund aussieht. Ungarn, Polen, Tschechien – um nur drei zu nennen. Interessant ist dabei, daß es ausgerechnet der hierzulande so verhasste Victor Orban ist, der drei Töchter hat, die ihn dem Vernehmen nach sehr in ihre Herzen geschlossen haben. Weibliche Bauchnabelschau hingegen ist in Deutschland so sehr Programm wie der Islam in Pakistan. Da gelten Dogmen, die keiner mehr in frage stellt, der peinlich darauf bedacht ist, daß ihn nur ja keiner als einen Frauenfeind bezeichnet. Das gilt sogar für diejenigen meiner Geschlechtsgenossen, die ansonsten durchaus bemerkt haben, daß sie zu Unrecht als Fremdenfeinde diffamiert werden, wenn sie lediglich gegen die Islamisierung ihres Heimatlandes sind. Beim analogen Thema Frau und Feminismus scheint es aber noch eine Blockade zu geben.

Man könnte schier durchdrehen, wenn man sich überlegt, daß diese Weibspersonen vom CDU-Parteitag tatsächlich in dem Wahn leben, sie hätten der überbordenden Virilität jener „Schutzbedürftigen“, die sie da ins Land geholt haben, irgendetwas entgegenzusetzen, das ihre Schützlinge beeindruckt. Und das in einem Land, in dem schon kleine Jungs von alleinerziehenden Müttern, Kindergärtnerinnen und Grundschullehrerinnen systematisch eingebläut bekommen, daß sie sich besser wie brave Mädchen verhalten, wenn sie es einmal zu etwas bringen wollen. Da fällt mir wieder dieser 25-jährige Philipp Amthor ein, der Politik-Urkel, dieser CDU-Jüngling aus dem Bundestag, der mit jeder Faser seiner äußeren Existenz signalisiert, daß er die Sinnhaftigkeit seines Erdendaseins darin sieht, möglichst „Muttis Liebling“ zu sein.

Daß sich deutsche Männer dieses Weiberregime samt solcher Degenerationserscheinungen wie Amthor bieten lassen, zeigt groteskerweise genau eines: Feministinnen hatten immer recht, wenn sie behauptet haben, Männer nähmen Frauen nicht richtig ernst und seien insofern arrogant. Das stimmt tatsächlich. Noch heute idealisieren Männer die Frauen lieber und beten sie an, als daß sie sich ein schonungslos realistisches Bild machen würden.

Es gäbe Abhilfe. Ich empfehle die flächendeckende Lektüre des „Handbuch für Männer in Zeiten von Aids und Feminismus„. Danach ist Mann garantiert klüger. Viele Bestellungen würden sicherlich zu einer Neuauflage führen.

Deshalb bleibt meinereiner auch dabei: Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, sind Frauen in öffentlichen Ämtern der Garant für den Niedergang. Und der ist nun wirklich nicht mehr zu leugnen – außer eben durch die grinsenden Frauen auf dem Bild vom CDU-Bundesparteitag. Die schaffen das.

 

 

 

 

 

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