Europameister der Armut: Deutschland

Sieger ist hier wer den kürzesten Balken hat. Deutschland (ganz rechts) hat den Längsten und zieht damit den Kürzeren. (Screenshot Eurostat, Link im Text.)

„Menschen, die schon länger hier leben“ (Deutsche) und auch gearbeitet haben, sind in der EU am stärksten armutsgefährdet, wenn sie arbeitslos werden. Hat Eurostat herausgefunden.

Das EU-Statistikamt Eurostat hat versucht das Armutsrisiko in in Europäischen Union zu ermitteln, wenn man arbeitslos wird. Die Zahlen sind deutlich. Wirst du arbeitslos, liegst du in „Deutschland ist ein reiches Land“ am schnellsten auf der Schnauze, berichtet die WELT.

Im angegebenen Berechnungsjahr 2016 lag das Armutsrisiko für deutsche Arbeitslose bei 70,8 %. Selbst im Land mit dem zweithöchsten Armutsrisiko Litauen sind es „nur“ 60,5%.

Es folgten Lettland, Bulgarien, Estland, Tschechien, Rumänien und Schweden. Am geringsten war das Armutsrisiko in Finnland und Zypern mit jeweils 37,3%, Frankreich und Dänemark nahezu gleich auf mit 38,4 % und 38,6 %.

EU-weit lag das Armutsrisiko für Arbeitslose (Fällt schon auf: Arbeitslos*In gibt es nicht.) im Alter von 16 bis 64 Jahren im Durchschnitt bei 48,7%, wenig überraschend gestiegen von 41,5% im Jahre 2006.

Grund genug für empörte Umverteiler „Linke“ und Grüne nach mehr Staat zu rufen. Denn das Geld ist ja da. Manchmal muss es allerdings auch noch eingetrieben werden. Eine Idee. Zwangsbeiträge. Auf sozial formuliert:

 „Wir müssen den Zugang zur Arbeitslosenversicherung für alle Menschen verbessern, auch für Kurzzeitbeschäftigte, Selbstständige und anderweitig nicht Abgesicherte“, forderten die Arbeitsmarkt- und Sozialexperten Wolfgang Strengmann-Kuhn und Sven Lehmann. (Grüne).

Oder bedingungsloses Grundeinkommen:

 „Kipping (Linke) bekräftigte die Forderungen der Linken nach einem Mindestarbeitslosengeld sowie einer sanktionsfreien Mindestsicherung in Höhe von derzeit 1050 Euro netto, um Einkommensarmut bei Erwerbslosen abzuschaffen.“ (HA)

Ausgewählte Kommentare der WELT-Leser:

Deutschland ist ein reiches Land. Der Reichtum basiert aber nur auf Ausbeutung seiner Bevölkerung. Eine enorm Hohe Abgabenlast, sehr wenig Eigenheimbesitzer im Verhältnis zu anderen Ländern. Ich bin mal gespannt wie lange sich die Menschen das noch gefallen lassen.“

 „Menschen, die schon länger hier leben“ sind am stärksten von Armut gefährdet, falls sie in die Arbeitslosigkeit fallen. Eine tolle Erkenntnis wird dem staunenden Publikum präsentiert. Möglicherweise ist deren Gefährdung höher, als die der neuen Gäste der Kanzlerin.“

 „Wenn man das so liest fragt man sich, warum unsere europäischen Politiker meinen, es sei wichtiger die Welt zu retten, anstatt erst einmal für europäische Bürger das Armutsproblem zu lösen!? Das es europaweit eine Abkehr vom sog. europäischen Gedanken gibt, dürfte genau hier dran liegen. Die Menschen sehen, dass sie nicht im Mittelpunkt stehen, sondern andere. Das geht nicht gut. Eine Gemeinschaft ist zu allererst für die eigenen Mitglieder da und wenn es denen allen! gut geht, auch für andere, nicht andersrum!

 Könnte es sein das die Groko auf Wunsch der Industrie unser Sozialsystem vorsätzlich zum kollabieren bringt, indem man diesem unbegrenzt von außen neue Bedürftige zuführt? Am Ende profitieren die Großkonzerne davon, dass die Arbeiter aus Hunger jeden Arbeitsvertrag unterschreiben.“

 „ Bundessozialgericht 2015 im Falle eines Rumänen entschieden. Spiegel-online schrieb dazu am 8.12.2015: „Der arbeitslose rumänische Bürger und seine Frau erhalten jetzt vom deutschen Staat ohne Arbeit das Doppelte dessen, was man in Rumänien als Industriearbeiter oder Lehrer verdient.“ In Deutschland arbeitslos zu sein, senkt halt das Armutsrisiko in den ärmeren EU-Staaten ;-).“

 Agenda 2010 wirkt. Und auch nach 100 Jahren ist es immer noch war: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

 

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