Bußgeld für obszöne Gesten, Nachpfeifen und sexuelle Belästigung

(Symbolbild: shutterstock.com / Durch pixinoo)
Polizei in Frankreich (Symbolbild: shutterstock.com / Durch pixinoo)

Frankreich – Ein weiterer, links-feministischer Vorstoß soll dafür sorgen, dass all jene Männer, die Frauen auf der Straße „diffamierend-sexistisch-blöd-derb“ belästigen mit einem Bußgeld von 90 Euro – am Ort des Verbrechens zu bezahlen – belegt werden können. Das Bußgeld soll von neugeschaffenen Polizeieinheiten der  Polizei zur „Sicherung des Alltags“an Ort und Stelle erhoben werden – wenn sie die Täter „in flagranti“ ertappen. Aus welchem Personenkreis sich die Mehrzahl dieser Täter rekrutieren, bleibt unbenannt.

Bei Zahlungsverzögerung könne das Bußgeld auf biz zu 350 Euro steigen, so der Nachrichtendiens heise mit Verweis auf einen Bericht im Le Monde. Der Anstoß zur neuen Regelung kam von der Staatssekretärin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Marlène Schiappa. Fünf Abgeordnete haben einen Bericht zur neuen bußgeldpflichtigen Verwarnung erarbeitet.

Was jedoch als „sexuelle Belästigung“ in der Öffentlichkeit gelten soll, dass sei bei der gebührenpflichtigen Verwarnung nicht näher definiert. Dort sie von „outrage sexiste“ die Rede, zu Deutsch: „sexistische Beleidigung oder Schmähung“, statt wie die sonst häufig gebräuchliche Formulierung „harcèlement“, übersetzt mit „Belästigung“. Auch zähle laut Le Monde das Anstarren („instistierende Blicke“, „regards insistants“) und das absichtliche Folgen einer Person, das eine beängstigende Situation schafft, dazu.

Wie schnell diese Verordnung missbraucht werden kann, machen ein paar Szenarien klar. So könne, da nicht zwangsläufig jeder Fall eindeutig sei und es von der Interpretation abhänge, solche Vorwürfe gegen Personen gerichtet werden können, um sie zu diffamieren. Touristen, die so aussehen, als hätten sie 90 Euro griffbereit, oder gutsituierte Franzosen, die schon länger im Land leben, können schnell erleichtert werden. Sexuelle Übergriffe, die von Männern ausgehen, denen man schon ansieht, dass sie kein Geld haben, werden deshalb nicht weniger werden, so das Internetmagazin Freie Welt. (SB)

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