Erkan G. sticht auf drei Männer ein – Raus auf Bewährung

Messerattacken (Foto:Durch victoras/shutterstock)
Messerattacken (Foto:Durch victoras/shutterstock)

München – Erkan G. sticht drei Männer im Vollrausch nieder – einem rammt er von hinten das Messer in den Rücken. Trotzdem muss G. nicht ins Gefängnis. 

Erkan G. sticht 2014 in einer Münchner Bar während eines Streits wie ein Bessesener auf drei Kontrahenten ein. Ende 2015 wird er wegen  versuchten Totschlags zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Sein Verteidiger war es gelungen, dem Richter einen Formfehler nachweisen, weshalb der Prozess wiederholt werden musste – diesmal unter Vorsitz von Norbert Riedmann, der den Totschlags-Prozess nun seit November 2017 verhandelte. Das Urteil Riedmanns laut der tz am Freitag: sechs Jahre.

Trotzdem G. den Tod eines Mannes, dem er das Messer in den Rücken rammte, billigend in Kauf nahm, marschierte G. auf Bewährung aus dem Gerichtssaal. Denn: Er saß während und nach dem ersten Prozess bereits zweieinhalb Jahre in U-Haft. Außerdem habe er sein Leben „radikal geändert“ und im Gefängnis bereits eine Therapie begonnen. Neuen Job und neue Freundin habe er auch. Deutsche Justiz im Merklejahr 2018. (SB)

 

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