Wer betet denn da am Gleis und sorgt für Streckensperrung?

Foto: Durch photobeps/Shutterstock
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Das „Hamburger Abendblatt“ wartet mal wieder mit einer Schlagzeile auf, die eher für Verwirrung, als für Klarheit sorgt:

Mann betet am Gleis – Strecke 30 Minuten gesperrt

Und der Artikel dazu ist auch nur wenig erhellend:

Neumünster. Ungewöhnlicher Polizeieinsatz am Bahnhof Neumünster. Am Mittwochabend um 21.30 Uhr wurde die Bundespolizei vom Personal eines Zuges alarmiert. Jemand hatte zwei Männer gesehen, von denen einer direkt neben dem Gleis gebetet, der andere mit einer Taschenlampe geleuchtet hatte. Als sie mit dem Gebet fertig waren, entfernten sie sich von den Gleisen.

Das Bahngleis wurde für 30 Minuten gesperrt. Zwei Züge fielen aus, zwei weitere verspäteten sich.

Der Bundespolizei gelang es mithilfe einer Personenbeschreibung, die beiden Männer zu identifizieren, die 17 und 20 Jahre alt sind. Sie gaben an, dass sie sich zum Beten an das Gleis begeben hatten, weil es auf dem Bahnsteig zu hell war.

Die beiden jungen Männer wurden darüber belehrt, dass sie sich mit ihrer Aktion in Lebensgefahr begeben hatten. Beide erhielten eine Anzeige.

Was ist nur los in diesem Land? Drehen die Christen jetzt völlig durch? Befinden sie sich etwa wieder auf einem Kreuzzug? Oder waren es etwa Muslime?

Interessant ist, was zu diesem Vergehen auf „Wikipedia“ steht:

Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, Schwebebahn-, Schiffs- oder Luftverkehrs dadurch beeinträchtigt, dass er

  1. Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,
  2. Hindernisse bereitet,
  3. falsche Zeichen oder Signale gibt oder
  4. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

Wir sind gespannt ob auch bei diesen Verkehrsbehinderern das Gesetz mit voller Härte zuschlagen wird, oder ob hier aus religiösen Gründen wieder einmal eine Ausnahme gemacht wird.

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