Von Sportpalastrednern, Rotspontrinkern und Merkel-Bubis

Foto: Collage
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DIE AFD MACHT DEN BUNDESTAG WIEDER ZUR HERZKAMMER DER DEMOKRATIE

Die zurückliegende Bundestagswoche hat es gezeigt: die pathologische parlamentarische Demokratie ist durch die AfD vom Koma „auf Puls“ gekommen. Das Adrenalin schießt wieder durch die verkalkten parlamentarischen Adern der Altparteien. Das ist der AfD zu verdanken. Sie setzt den Defibrillator an der richtigen Stelle an – direkt am linken Lügenherzen. Das Kartell jault und bäumt sich auf unter dem Stromstoß und jeder sieht: so schamlos biegt sich die Einheitsfront gegen Rechts die Wahrheit schön. Es geht ihr nur noch darum, die AfD zu verhindern. Die Sache ist ihr egal.

Von Lupo (PI NEWS)

Natürlich kann man sich in der AfD fragen, ob sich die Anstrengung unter diesen Voraussetzungen überhaupt lohnt. Sechs Parteien gegen eine. Schon die Zahl der Redebeiträge und die Gesamtlänge der Redezeit von 1:6 spricht dagegen. Eine rhetorische Klatsche nach der anderen. Die Altparteien sind parlamentserfahren, kennen alle schmutzigen verbalen Tricks und scheuen sich nicht, sie ohne Rücksicht einzusetzen. Sie haben Sportpalastredner vom Schlage Özdemir, der nicht weiß, ob er Türke oder Deutscher sein soll und je nach politischer Wetterlage hin und herspringt. Zurzeit ist er auf Anti-Erdogan-Kurs und volle Kante Schwabenmultikultideutscher, die Kehrtwende kommt bestimmt.

Sie haben alte weiße Rotspontrinker aus Lübeck, die sich am Parlamentspult wie an der Bundestagstheke lümmeln und auf ihre letzten politischen Tage fragliche Rechts-Weisheiten absondern, die ihnen mangels Redezeit leider keiner um die Ohren hauen kann. Wolfgang Kubicki (FDP) ist so einer.

Und sie haben Merkel-Bubis mit korrektem Schlips, weißem Oberhemd, Sportuhr und Stulpenknöpfen am Handgelenk, die sich mit ihren 25 Lenzen aufführen, als hätten sie zu lange Heinz Rühmann in der Feuerzangenbowle geschaut und jetzt den „Pfeiffer mit drei f“ nachahmen. Ansonsten schaltete Phillipp Amthor (CDU) aus Mecklenburg auf Klugscheißermodus und gab den Besserossi. In der Sache (Burkaverbot) brachte er nichts voran. Das findet auch das deutsch-palästinensische IT-Girl Sawan Chebli (SPD) cool, wie sie begeistert twitterte. Die Beiden sollten parshipen.

Soll die AfD „heiße“ Themen im Bundestag bringen?

Soll sich die AfD im Bundestag also mit Themen wie „Burkaverbot“ oder „Yücel-Missbilligung“ dem Dauerfeuer aussetzen und anschließend noch die vernichtende Häme der meisten Medien über sich ergehen lassen?

Die Antwort ist uneingeschränkt „Ja!“. Dafür spricht schon mal die mediale Reichweite, die die AfD mit solchen Aktionen erzielt. Phoenix und etliche Nachrichtensender sind die Live-Bühne für einen relativ unzensierten und unbeeinflussten Live-Blick in die politische Arbeit der AfD. Das gilt es zu nutzen. Die Zuschauer können selbst entscheiden, ob das stimmt, was der mediale Mainstream anderntags daraus gemacht hat. Oder sich fragen, warum das deutsche Fernsehen die Berichterstattung selbstherrlich ausblendet. Die hohen Klickzahlen auf den Dokusendern und in den Online-Blogs – auch bei PI-NEWS – beweisen das große Interesse am tagespolitischen Livegeschehen.

Viele Zuschauer und Leser und wahrscheinlich einige der Bundestagsabgeordneten der Altparteien haben erst durch die AfD-Aktivitäten erfahren, für welch schlimmen Yücel-Finger sich die Bundesregierung und der mediale Mainstream stark gemacht hat. Und sie machen sich ihr eigenes Bild darüber, was sie nicht könnten, wenn die AfD aus Angst vor der eigenen Courage die Chance nicht genutzt hätte.

David-gegen-Goliath-Rolle der AfD

Die AfD kann vertrauen auf die Lebensweisheit „Viel Feind, viel Ehr“. Die rhetorische Schlagkraft der Altparteien, die leidenschaftslos hinzunehmen ist, ist eine Sache. Wie sie beim Zuschauer ankommt, ist eine ganz andere. Die Zuschauer haben ein feines Gespür für die David-gegen-Goliath-Rolle der AfD und fragen sich, warum ihre berechtigten Forderungen grundsätzlich in die Tonne getreten werden, nur weil sie von der AfD kommen.

Mittlerweile hat sogar Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt erkannt, dass die AfD im Bundestag wie ein Herzschrittmacher wirkt. Und selbst der CDU-Altvordere Kurt Biedenkopf sagt, dass „der Erfolg der AfD den politischen Diskurs belebt“. Man muss sich nichts vormachen: das Lob von AfD-Gegnern wie oben ist meistens vergiftet und folgt nicht dem inneren Anstand, sondern der taktischen Notwendigkeit. Insofern haben Poschardt und Biedenkopf die Zeichen der Zeit richtig gedeutet: die AfD hat den Bundestag von der Komakammer wieder zur Herzkammer der Demokratie gemacht. Und damit gewinnt man auf Dauer Wähler.

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