Tamara Wernli: Feministinnen sind gar nicht so nett, besonders nicht untereinander

Frauen doch nicht das "bessere Geschlecht"? Tamara Wernli hat Zweifel (Bild: Screenshot Tamara Wernli youtube, im Text verlinkt.)

Der Kolumnistin Tamara Wernli findet Männerhass, #metoo, Opfer-Mimimi befremdlich. Jetzt fasst sie ein besonders heißes Eisen an. Sind Frauen fies und gemein? Besonders anderen Frauen gegenüber? Etwa auch Feministinnen?

Frauen fies und gemein. Nein dachte ich. Das kann nicht sein. Aber Tamara Wernli führt in ihrer sowohl geschrieben als auch als Video auf Tichys Einblick veröffentlichen Kolumne: „Gleichschritt statt Freiheit – Sind Frauen ihre eigenen größten Feinde.“ zwei Studien an:

Diese Studien belegen, was jeder Fan von „Two an a half man“ schon lange weiß:

Charlie Harper: „Du willst was über Frauen wissen? Frauen wissen alles über Frauen und sie hassen sich gegenseitig.“

Aber es geht natürlich auch etwas ausformulierter, intellektueller. Tamara Wernli:

Frauen, die ihr eigenes Ding durchziehen und sich dem Hashtag-Gruppenzwang nicht beugen, werden von sogenannten Feministinnen zunehmend wie Verräterinnen behandelt. Ironischerweise sind das genau jene Frauen, die ständig von Frauensolidarität sprechen. 

Generell scheint Kritik an Frauen häufig von Frauen zu kommen (Ich bin schockiert.)– hinter der Fassade der angeblichen Frauensolidarität steckt oftmals unbegründete Negativität und Grobheit gegenüber den Geschlechtsgenossinnen.

 Dass Frauen ihre eigenen größten Nörgler und Kritiker sind, ist für mich persönlich nichts Neues. Seit ich im Berufsleben stehe, erlebe ich die bissigste Negativität von Vertreterinnen des eigenen Geschlechts. Neu daran ist höchstens, dass die sexistischsten Seitenhiebe im 21. Jahrhundert ausgerechnet von jenen Frauen stammen, die angeblich gegen Sexismus ankämpfen.

Auch ich bin da alles andere als überrascht. Frau kann gut unter der Gürtellinie. Auch uns Männern gegenüber. Es gibt auch Andere. Es gibt auch Frauen die untereinander nicht so stutenbissig sind. Aber Frauen sind keinesfalls harmlose, liebe Hascherl, sondern beinhart und eben besonders untereinander GNADENLOS.

Die Zahlen:

Wernli zieht das Buch der Autorin Kelly Valen „The Twisted Sisterhood (Die verdrehte Schwesternschaft)“ heran. Die hatte dafür 3.000 Frauen befragt: „Wie läuft denn so untereinander Mädels?“

„Das Resultat … war ernüchternd: Fast 90% der befragten Frauen empfanden, dass „Strömungen von Gemeinheit und Negativität von anderen Frauen ausgehen“. (Herrlich formuliert.) 84% gaben an, dass sie durch andere Frauen ernsthafte, lebensverändernde Seitenhiebe erlitten hatten. Die weibliche Freundschaft sei charakterisiert durch eine hinterhältige, „willkürliche Negativität“. Über 75% sagten, dass sie schon durch Eifersucht oder Konkurrenz anderer Frauen verletzt wurden.“

Es gibt natürlich noch mehr Zahlen:

Eine größere Studie der US-Fernsehsendung Today Show in Zusammenarbeit mit dem Self Magazine von 2011 kam aber zum selben Ergebnis: In der Online-Befragung, die mit 18.000 Frauen durchgeführt wurde, gaben 84% der Frauen an, eine „giftige“ Freundin gehabt zu haben, die ihnen mit ihrem hinterhältigen Benehmen das Leben schwergemacht hatte.

Die Zusammenfassung von Tamara Wernli wird ihr von den „Schwestern“ wohl eher wenig Applaus einbringen:

„Die Damen faseln zwar von Frauensolidarität, aber das Wort „Gleichschritt“ wäre passender, weil ihr Verhalten näher bei diktatorischer Unterdrückung liegt als bei femininer Unterstützung. Das honigsüße Miteinander unter Frauen – es bleibt jedenfalls eine Mär.“

 Eine „männliche“Anmerkung:

Was völlig aus der Mode gekommen zu sein scheint. Einfach mal einen Mann fragen, was er dazu zu sagen hat. Einen Mann, nicht Onkel Tim, den enteierten Feministinnenschosshund. Mann schnappt schon hier und da was auf. Zum Beispiel dieses reflexhafte Lästern, sobald eine den Raum verlässt. Die freundliche Biestigkeit mit der man sich untereinander fertig macht zwischen „Das steht dir aber gut“ und „Nein, wirklich mutig. Du mit deinen Schenkeln“. Und eben besonders eben wegen der Äußerlichkeiten (das sollte mal ein Mann sagen.) Und dann natürlich: Das böse Lachen. Wenn Freundlichkeit zum Splattermovie wird. Wie oft spannt gerade die beste Freundin ihrer besten Freundin den Mann aus. Wie gesagt, man kriegt schon das ein oder andere mit, wenn man in Adiletten und Feinripp zum Kühlschrank geht, um sich ne neue Dose Bier zu holen, während „Bambi“ gerade die Welt rettet.

Und selbst so ein Mann kann ja intellektuell, wenn’s der Wahrheitsfindung dient. George Bernhard Shaw:

„Frauen sind wie Zigaretten. Anfangs sind sie leicht und süß, aber am Ende sammelt sich das ganz Gift im Mundstück.“

Drei Kommentare auf Tichys Einblick:

„Der stalinistische Unsinn von #metoo und ähnlichen Kampagnen, in denen in verwerflicher Differenz zur Realität suggeriert wird, Frauen in der westlichen Zivilisation wären benachteiligt, MUSS aufhören. Das ist Ersatzklassenkampf auf dem selben geistigen Niveau wie „Klimarettung“ oder Willkommenshysterie. Schluß damit!!!“

„Weil sie beim Sprechen rund 20.000 Wörter pro Tag benützen – Männer 7.000 – gehen Frauen schwungvoll kommunikativ durchs Leben. “ Nur weil dieses Märchen von Journalisten (!) immer wieder weiterverbreitet wird, wird es nicht wahrer. Das ist reines Nachplappern und zudem schlampige journalistische Arbeit. Die beiden Zahlen gehen auf die US-amerikanische Neuropsychiaterin Brizendine zurück, die diese Werte ohne Quellenangabe in ihrem Buch publiziert hat, und wurden längst widerlegt.

„Zu den vielfältigen Aufgaben, welche Frauen naturgemäß erfüllen, gehört das Erziehen. Die Kindererziehung wird überwiegend von Frauen geleistet. Keine Kinder da, ist es der männliche Partner der erzogen werden soll. Das können bestimmt viele männliche TE-Leser bestätigen. Kein Mann, kein Kind, kein Haustier da, richtet sich der Erziehungsauftrag gegen die Geschlechtsgenossinen. Ergebnis wie im Artikel beschrieben. Läßt sich der Partner nur unzureichend Erziehen, kommt noch Frust dazu. 

Wenn diese frustrierten Frauen dann auch noch entscheidende Politik machen dürfen?“

Wandere aus, solange es noch geht!
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